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Wettstreit beim Sehen: Interaktionen mit dem Gedächtnis

Veröffentlicht am 10. März 2014, 14:12 Uhr
Internationale Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Forschung

Wenn wir die Augen aufschlagen ist die Welt nicht einfach da, es erscheint uns nur so. Dies ist das Ergebnis von neuronalen Wettkämpfen im Gehirn, bei denen eine Vielzahl von Eindrücken darum wetteifern, wer auf die nächst höhere Verarbeitungsebene gelangt. Denn nur die, die es bis in die obersten Gebiete des visuellen Pfades schaffen, bestimmen, was wir bewusst wahrnehmen. Hier spielt auch das Gedächtnis eine zentrale Rolle. Dieser Wettstreit ist eines der aktuellsten Themen der Kognitiven Neurowissenschaft und Gegenstand der internationalen Tagung, die vom 17. bis zum 21. März am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld stattfindet. Sie ist die Abschlussveranstaltung der ZiF-Forschungsgruppe „Competition and priority control in mind and brain: new perspectives from task-driven vision“.


„Unsere Tagung am ZiF bringt die führenden Experten des Forschungsfeldes zusammen“, berichten die Organisatoren, die Bielefelder Psychologen Professor Dr. Werner Schneider und Dr. Gernot Horstmann und der Neurophysiker Professor Dr. Wolfgang Einhäuser-Treyer (Marburg). In über 20 Vorträgen werden neue Forschungsergebnisse präsentiert und neue methodische und theoretische Zugänge diskutiert. Außerdem ist eine Posterpräsentation und ein umfangreiches Begleitprogramm vorgesehen.

Die Tagung ist zugleich die Abschlussveranstaltung der Forschungsgruppe, zu der mehr als 20 international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen (Biologie, Informatik, Linguistik, Medizin, Physik und Psychologie) und Ländern (USA, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Israel, u.a.) gehören. Sie haben sich seit einem Jahr am ZiF mit Wettbewerb und Aufmerksamkeitskontrolle in Geist und Gehirn befasst. Die Tagung schließt nun mit einem Rückblick auf die Arbeit der Gruppe.

Der neuronale Wettstreit wird an verschiedenen zentralen Punkten vom Gedächtnis gelenkt. Inhalte des Arbeitsgedächtnisses sorgen dafür, dass passende Umweltreize einen Vorteil im neuronalen Wettstreit bekommen. Was zu dem passt, mit dem sich ein Organismus gerade beschäftigt, hat die besten Chancen auf Weiterverarbeitung. Für Erwartungen, welche Wahrnehmungen als nächste anstehen werden – die visual predictions – wird auf frühere Erfahrungen aus dem Langzeitgedächtnis zurückgegriffen: So suchen wir nach einem Toaster in der Küche auf der Arbeitsplatte und nicht auf dem Boden oder an der Decke.

Die Tagungssprache ist Englisch.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten. Um Anmeldung im Tagungsbüro wird gebeten.

Tagungszeiten
Montag, 17. März 2014, 16.00 bis 19.15 Uhr
Dienstag, 18. März 2014, 9.30 bis 18.15 Uhr
Mittwoch, 19. März 2014, 9.00 bis 19.00 Uhr
Donnerstag, 20. März 2014, 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Freitag, 21. März 2014, 9.00 bis 12.30 Uhr

Weitere Informationen im Internet:

www.uni-bielefeld.de/ZIF/FG/2012Priority/Events/index.html
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