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Wenn Emotionen das Kommando übernehmen

Veröffentlicht am 25. September 2015, 11:45 Uhr
Science Cinema zeigt Pixar-Film „Alles steht Kopf“

Nach der Sommerpause geht das „Science Cinema“ in eine neue Runde: Zum Deutschen Kinostart am Donnerstag, 1. Oktober, zeigt das Bielefelder Kino „Kamera“ um 19 Uhr den neuen Pixar Animationsfilm „Alles steht Kopf“ (Originaltitel: Inside Out). Dr. Christian Becker-Asano, Roboterforscher und Alumnus der Universität Bielefeld, führt mit einem kurzen Vortrag in den Film sowie die Welt der androiden Emotionen ein und bietet Gelegenheit zum Publikumsgespräch.


Die Schöpfer von „Wall-E“ und „Oben“ melden sich zurück mit einem neuen Animationsfilm, der beim Filmfestival in Cannes (Frankreich) wahre Jubelstürme auslöste. In „Alles steht Kopf“ finden sich die Animationsfilmer des Pixar-Studios im Kopf der elfjährigen Riley ein - und liefern ein Meisterwerk der Fantasie ab. Hier erlebt das Publikum die Gefühle des Mädchens, verkörpert von den fünf Figuren: Freude, Angst, Wut, Ekel und Kummer. Sie sitzen auf einer Kommandobrücke, drücken die Knöpfe der Emotionen, kramen gespeicherte Erinnerungen hervor oder durchwandern die Wunderwelten des Gehirns. Regisseur Pete Docter und sein Team des Pixar-Studios finden für jedes noch so abstrakte Konzept, etwa das Unterbewusstsein, ein treffendes Bild. Dabei versuchen sie durchaus wissenschaftlich seriös zu bleiben, dadurch dass sie sich während der Produktionszeit von Wissenschaftlern beraten ließen.

Zu Gast im Science Cinema ist diesmal Dr. Christian Becker-Asano, der in der Forschung und Vorausentwicklung bei der Robert Bosch GmbH in Renningen tätig ist. Er promovierte im Jahr 2008 bei Professor Ipke Wachsmuth an der Universität Bielefeld zum Thema Emotionssimulation für Roboter. Anschließend nutzte er während eines zweijährigen Forschungsaufenthalts in Japan äußerst menschenähnliche Roboter, sogenannte Androide, für seine interdisziplinäre Forschung zur Mensch-Roboter-Interaktion. In seinem Vortrag wird Christian Becker-Asano erläutern, wie für virtuelle Agenten und humanoide Roboter Emotionen simuliert und ausgedrückt werden können. Dabei gibt er auch einen kurzen Überblick über verschiedene Emotionstheorien aus Psychologie sowie Kognitionswissenschaften und erläutert, warum die Ideen der Pixar-Autoren gar nicht so weit hergeholt sind, wie sie vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mögen.

Für die Reihe „Science Cinema“ kooperieren die Technische Fakultät der Universität Bielefeld und das Filmkunsttheater Kamera. Die Idee stammt aus dem Seminar „Movie Club“ der Technischen Fakultät, geleitet von Julia Fröhlich, Kognitive Neurowissenschaften und Exzellenzcluster CITEC. Moderation: Professor Dr. Ipke Wachsmuth, Dr.-Ing. Julia Fröhlich

Regie: Pete Docter, USA 2015, 94 Minuten, FSK 0

Kartenreservierung:
www.kamera-filmkunst.de/termine-und-onlinereservierung
Weitere Informationen im Internet: www.kamera-filmkunst.de/besonderes/sciencecinema-inside-out-/

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