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Was ändert sich in meinem Job, wenn alles digitalisiert ist?

Veröffentlicht am 18. Mai 2016, 15:45 Uhr
Forschende der Universität Bielefeld untersuchen in ostwestfälischen Unternehmen Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft

Wie wird sich mein Job in den nächsten Jahren verändern, wenn die Digitalisierung immer mehr zunimmt? Was wird leichter? Und wie kann ich mich in diesen Veränderungsprozessen weiterentwickeln? Das untersuchen die Arbeitsgruppe Arbeits- und Organisationspsychologie und das Research Institute for Cognition and Robotics (CoR-Lab) der Universität Bielefeld in Unternehmen der Region Ostwestfalen-Lippe. Im Verbundprojekt „Arbeit 4.0 – Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft“ arbeiten sie mit Partnern aus Wissenschaft, Bildung, Regionalmarketing und Wirtschaft zusammen.

Die Forschenden untersuchen, wie Arbeit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Ostwestfalen-Lippe gestaltet ist. Darauf aufbauend wollen sie gezielt Unterstützungsinstrumente für den digitalen Wandel entwickeln und testen. Das können zum Beispiel Checklisten, Ablaufpläne oder Screening-Instrumente zur Identifikation von Schwachstellen sein. Wenn neue Technologien eingeführt werden, dann ändert sich oft der Arbeitsalltag der Beschäftigten. Das Team um Professor Dr. Günter Maier untersucht Belastungsfaktoren und Chancen dieser Veränderungen. „Die beste Technologie bringt keine Erfolge, wenn es keine Beschäftigten gibt, die ihr Potenzial damit ausschöpfen können“, sagt er.

In einem ersten Schritt machen die Forschenden eine Bestandsaufnahme: Wo wird in OWL bereits in welchem Maße digital gearbeitet? Wie ändern sich derzeit die Arbeitsprozesse durch Vernetzung, Individualisierbarkeit, in Echtzeit auf Kundenwünsche reagieren zu können? Sind die Beschäftigten damit zufrieden? Wie belastet, wie motiviert oder demotiviert sind sie? Die Wissenschaftler entwickeln Methoden und Instrumente, damit Arbeitgeber den digitalen Wandel so gestalten können, dass Arbeitnehmer weiterhin motiviert bleiben. Danach ermitteln die Forschenden in ausgewählten Bereichen, welche Kompetenzen ein Arbeitnehmer für eine bestimmte Stelle haben muss. Daraus leiten sie die Zukunftsfähigkeit der derzeitigen Berufsbilder und den nötigen Qualifizierungsbedarf ab. Ziel ist es, die KMU in der Region für Chancen und Risiken des digitalen Wandels zu sensibilisieren und sie darin zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Das Projekt ist ein Teilprojekt des integrierten Handlungskonzepts „OWL 4.0 – Industrie, Arbeit, Gesellschaft“, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung NRW bis Dezember 2018 gefördert wird.
Zu den Partnern des Verbundprojekts gehören neben der Universität Bielefeld die Universität Paderborn, das Innovationszentrum Fennel, die ScMI AG und die OstWestfalenLippe GmbH; koordiniert wird das Projekt von OWL Maschinenbau e.V. Assoziierte Partner sind die Wirtschaftsförderungseinrichtungen der Kreise und der Stadt Bielefeld, die Unternehmer/innenverbände der Metallindustrie sowie weiterer Branchen, die Technologieberatungsstelle des DGB (TBS NRW), die IG Metall, der DGB OWL, die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, die IHK Lippe zu Detmold, die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld und das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL. Als überregionale Transferpartner sind Produktion.NRW, Südwestfalen Agentur und In|Die Region RheinRuhr beteiligt.

Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE10/

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