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Von der Wissenschaft zur Anwendung: Biokatalyse als Schlüsseltechnologie in der Chemikalienherstellung

Veröffentlicht am 14. Dezember 2012, 09:27 Uhr
Symposium des Centrums für Biotechnologie der Universität Bielefeld

In biotechnologischen Prozessen, wie dem Backen von Brot, werden Enzyme bereits als „Katalysatoren der Natur“ eingesetzt. Biokatalyse ist Teil unseres Alltags – und stellt zugleich eine immer bedeutsamer werdende Schlüsseltechnologie für die chemische Industrie dar. Sie macht diese Prozesse nicht nur effizienter, sondern spart auch Energie und verursacht weniger Abfall. Ergebnisse und Ausblicke dieses Forschungsgebiets sind auch Thema des siebten Symposiums des Bielefelder Centrums für Biotechnologie (CeBiTec). Rund 100 internationale Expertinnen und Experten sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Industrie werden anreisen, wenn am Montag, dem 17. Dezember, das Symposium im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld eröffnet wird. Die Konferenz endet am 19. Dezember. Tagungssprache ist Englisch.

Das Symposium steht unter dem Titel „Bio-integrierte organische Synthese in der industriellen Anwendung“. Es wird organisiert von den Bielefelder Professoren Dr. Harald Gröger, Dr. Norbert Sewald und Dr. Volker F. Wendisch. Die Konferenz behandelt herausragende Leistungen und aktuelle Herausforderungen in der Entwicklung industrieller Prozesse für die effiziente und umweltfreundliche Herstellung von Chemikalien mithilfe von Enzymen. Auch der Beitrag von Bio-integrierten organischen Synthesen bei der Umstellung der Rohstoffbasis und der Herstellungsverfahren auf nachhaltige Prozesse wird diskutiert.

Das Themenspektrum des Symposiums reicht dabei von der Grundlagenforschung bis in die industrielle Anwendung. Die Referentinnen und Referenten kommen aus den USA, Japan, der Schweiz, Dänemark, Österreich und Großbritannien. Neben Vertretern wissenschaftlicher Einrichtungen berichten auch Forscher aus der Industrie zum Beispiel von BASF, Codexis, DSM, Evonik Industries, Novozymes, Sandoz und Sigma-Aldrich über ihre Arbeiten und industrielle Erfolge bei der Entwicklung biotechnologischer Verfahren. „Hierbei wird ebenfalls die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit als wesentliches Erfolgskriterium sichtbar“, betonen die Organisatoren und ergänzen: „Auch an der Universität Bielefeld werden die  komplementären Kompetenzen aus Biologie und Chemie zunehmend gebündelt mit dem Ziel, neuartige Biokatalyse-Verfahren mit Anwendungsperspektive zu entwickeln.“ Neben den Vorträgen soll die Tagung zudem Raum für den wissenschaftlichen Gedankenaustausch bieten und die zukünftige Nutzung von Enzymen als Biokatalysatoren in der chemischen Industrie unterstützen.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten.

Weitere Informationen im Internet:
www.cebitec.uni-bielefeld.de/content/view/209/88

Kontakt:
Prof. Dr. Harald Gröger, Universität Bielefeld
CeBiTec / Fakultät für Chemie
Telefon: 0521 106-2057

Prof. Dr. Norbert Sewald, Universität Bielefeld
CeBiTec / Fakultät für Chemie
Telefon: 0521 106-2051

Prof. Dr. Volker F. Wendisch, Universität Bielefeld
CeBiTec / Fakultät für Biologie
Telefon: 0521 106-5611

E-Mail: orgsynth2012@cebitec.uni-bielefeld.de
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