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Verleihung des deutsch-französischen Parlamentspreises

Veröffentlicht am 13. November 2013, 13:27 Uhr
Privatdozentin der Universität Bielefeld wird ausgezeichnet

Privatdozentin Dr. Nicole Colin, Lehrbeauftrage an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld, bekommt den deutsch-französischen Parlamentspreis verliehen. Sie ist Professorin an der Universität von Amsterdam und wird am 20. November in Paris für ihre Habilitation zum Thema „Deutsche Dramatik im französischen Theater nach 1945. Künstlerisches Selbstverständnis im Kulturtransfer“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Nicole Colin von der Universität Bielefeld erhält für ihre Habilitation den deutsch-französischen Parlamentspreis. In ihrer Habilitationsschrift analysiert sie den Prozess und die Hintergründe der Begeisterung des französischen Theaters für deutsche Dramatiker. Foto: Lino Stratmann
Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Nicole Colin von der Universität Bielefeld erhält für ihre Habilitation den deutsch-französischen Parlamentspreis. In ihrer Habilitationsschrift analysiert sie den Prozess und die Hintergründe der Begeisterung des französischen Theaters für deutsche Dramatiker. Foto: Lino Stratmann
„Es ist fantastisch, diesen Preis verliehen zu bekommen“, so Colin. „Es zeigt, dass das Buch nicht nur wissenschaftlich bedeutsam ist, sondern offenbar auch eine gesellschaftliche Relevanz hat – das wünscht sich jeder Wissenschaftler.“ Colins Studie ist im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum deutsch-französischen Kulturtransfer entstanden, das der Bielefelder Professor Dr. Klaus-Michael Bogdal leitet. Colin hat sich damit im Februar 2010 an der Universität Bielefeld habilitiert. Thematisch setzt sich das Werk mit dem prägenden Einfluss deutschsprachiger Dramatik auf das französische Gegenwartstheater auseinander.

Colin hat Philosophie, Neuere Deutsche Literatur und Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal studiert; 1993 promovierte sie dort im Fach Philosophie. Durch ihre Habilitation erhielt sie die Lehrbefähigung in den Fächern Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft. Die Literaturwissenschaftlerin freut sich besonders über den Preis, da bisher nur Historiker ausgezeichnet wurden. „Vor 50 Jahren haben de Gaulle und Adenauer den Élysée-Vertrag unterschrieben. Die Auszeichnung meiner Arbeit in diesem Jubiläumsjahr ist ein schönes Zeichen dafür, dass nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern auch die Kultur eine große Rolle in den deutsch-französischen Beziehungen und darüber hinaus für den europäischen Integrationsprozess spielt“, betont Colin.

Der Deutsche Bundestag und die französische Nationalversammlung verleihen den deutsch-französischen Parlamentspreis alle zwei Jahre jeweils einem deutschen und einem französischen Staatsbürger für wissenschaftliche Arbeiten, die zu einer besseren gegenseitigen Kenntnis der beiden Länder beitragen. Der diesjährige französische Preisträger ist Professor Dr. Nicolas Beaupré mit seinem Werk „Das Trauma des Ersten Weltkriegs von 1918 bis 1933“.
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