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Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: eine Ausstellung

Veröffentlicht am 14. Januar 2015, 11:53 Uhr
Arbeiten von Studierenden und Flüchtlingen ab 15. Januar im Jugendgästehaus Bielefeld

Dem Thema Asylpolitik und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge näherten sich Studierende der Universität Bielefeld mit einer Ausstellung. Beteiligt waren auch Berufsschülerinnen und -schüler des Berufskollegs am Tor 6, unter ihnen Flüchtlinge. Die Ausstellung „Zuflucht – ein Begegnungsprojekt“ eröffnet am Donnerstag, 15. Januar, um 16 Uhr, mit einer Vernissage im Jugendgästehaus Bielefeld, Hermann-Kleinewächter-Straße 1. Bis zum 13. Februar werden hier Kunstwerke, Dokumente und Fotos zur Asylpolitik und zum Begegnungsprozess gezeigt.


Studierende und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nähern sich gemeinsam künstlerisch den Themen Flucht und Asyl. Foto: Universität Bielefeld
Studierende und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nähern sich gemeinsam künstlerisch den Themen Flucht und Asyl. Foto: Universität Bielefeld
Insbesondere durch Unruhen in Syrien und dem Nahen Osten suchen immer mehr Menschen Schutz in der Europäischen Union, auch in Deutschland. Kinder und Jugendliche, die entweder allein geflohen sind oder im Laufe der Flucht von ihren Eltern getrennt wurden, werden im Fachjargon unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) genannt. Sie leben nun hier in Deutschland in Heimen, so genannten „Clearinghäusern“, gehen zur Schule und haben die Chance, die Sprache zu lernen – allerdings nur bis zur Vollendung ihres 18. Lebensjahres. Eine Schule, in der ehemalige minderjährige Flüchtlinge lernen, ist das Berufskolleg am Tor 6 in Bielefeld. Hier gibt es momentan sechs Klassen, in denen minderjährige Flüchtlinge Unterricht erhalten, das heißt zu Beginn hauptsächlich Anfängersprachunterricht.

Elf Studierende des Studienfachs Deutsch als Fremdsprache der Universität Bielefeld haben sich in einem Seminar mit diesem Thema auseinandergesetzt und Hintergrundinformationen zu Gesetzen, Verfahren, beteiligten Institutionen sowie der geschichtlichen Entwicklung des Asyls in Deutschland gesammelt. Dabei lag der Fokus auf dem – oft verwirrenden – Verlauf möglicher Verfahren, als Flüchtling anerkannt zu werden und auf der so genannten Altersfeststellung.

Anschließend lernten die Studierenden die ganz persönlichen Geschichten hinter diesen Verfahren kennen. Im Berufskolleg am Tor 6 in Bielefeld trafen sie auf 18 Schülerinnen und Schüler, Flüchtlinge aus Armenien, Syrien, Mali, Afghanistan, Irak, Bangladesch und Guinea. In einem gemeinsamen Workshop in den Räumen des Theaterlabors malten und zeichneten sie zu Flucht und Asyl.

Die Ausstellung ist bis zum 13. Februar zu sehen und täglich von 7 bis 22 Uhr geöffnet. Unterstützt wird sie vom International Office, dem Ästhetischen Zentrum und dem Fach Kunst- und Musikpädagogik der Universität Bielefeld sowie dem Theaterlabor Bielefeld.
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