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Tierforschende als Experten in Schule, Verein oder Kita holen

Veröffentlicht am 31. Januar 2019, 08:59 Uhr
Sonderforschungsbereich NC³ startet Programm „e-vite a prof!“

Ob Madagaskar, Korallenriffe oder die Arktis: Rund 60 Vorträge aus dem neuen Programm „e-vite a prof!“ („Lad Dir einen Professor ein“) bieten Wissen aus erster Hand zu ökologischen Nischen und den dort lebenden Tieren. Das Besondere: Wer die Vorträge hören und sehen möchte, muss nicht zu den Expertinnen und Experten kommen. Der von der Universität Bielefeld koordinierte Transregio-Sonderforschungsbereich NC³ bietet an, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu sich einzuladen – in Schulen, in Vereine, in Kindergärten oder in andere Gruppen. Einen Vorgeschmack bietet am Dienstag, 5. Februar, um 18.15 Uhr der öffentliche Auftaktvortrag „Paschas, Paare, Partnerschaften“ von Professor Dr. Oliver Krüger, Sprecher von NC³, im Gebäude X der Universität Bielefeld.

Prof. Dr. Oliver Krüger hält am 5. Februar den Auftaktvortrag „Paschas, Paare, Partnerschaften.“ Foto: Universität Bielefeld
Prof. Dr. Oliver Krüger hält am 5. Februar den Auftaktvortrag „Paschas, Paare, Partnerschaften.“ Foto: Universität Bielefeld
Krüger skizziert in dem Vortrag den Geschlechterkampf bei Mensch und Tier. Der Eintritt ist kostenlos. Zu sehen ist der Vortrag im Hörsaal X-E0-002 im Gebäude X, Universitätsstraße 24 in Bielefeld. 

„In der Verhaltensforschung gehen wir auf spannende Exkursionen in alle Welt und stoßen immer wieder auf unerwartete Erkenntnisse“, sagt Professor Krüger. „Diese Erfahrungen geben wir in unseren Vorträgen weiter“, sagt der Forscher und begeisterte Fotograf, der in seinen Vorträgen auch eigene Aufnahmen präsentiert. „Durch unser neues Programm können zum Beispiel Lehrkräfte authentische Berichte aus der Forschungspraxis in ihren Unterricht holen.“ Aktuell unterstützen fünf Forschende das Programm mit Vorträgen, weitere werden folgen. Zahlreiche Vorträge aus dem Programm „e-vite a prof!“ hält Krüger selbst – etwa zu den Themen „Faszination Greifvögel“ und „Pinguine: perfekte Partner in einer polaren Welt“ oder über den Alltag auf einem Polarforschungsschiff.

In dem Vortrag „Afrika“ geht es um das Leben von Erdmännchen und anderen Tieren. Im Angebot von „e-vite a prof!“ sind Vorträge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Foto: O. Krüger/Universität Bielefeld
In dem Vortrag „Afrika“ geht es um das Leben von Erdmännchen und anderen Tieren. Im Angebot von „e-vite a prof!“ sind Vorträge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Foto: O. Krüger/Universität Bielefeld
„Ich erlebe bei meinen Vorträgen regelmäßig, wie viele Fragen das Publikum hat und dass es ausführlich diskutiert. Das liegt sicherlich mit daran, dass unsere Themen oft mit Klimawandel und Umweltschutz zusammenhängen“, berichtet der Tierforscher.

Der Sonderforschungsbereich NC3 präsentiert die Themen von „e-vite a prof!“ auf seiner Internetseite. Interessierte können auswählen aus Vorträgen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Die Vorträge dauern zwischen 20 und 60 Minuten, anschließend folgt eine Frage-Antwort-Runde zum Vortragsthema und zur Arbeit in der Forschung. Die Vorträge sind für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen kostenlos. Anmeldungen sind über die E-Mail-Adresse nc3@uni-bielefeld.de möglich.

Eine Auswahl der Vortragsthemen:

  • „Das Denken und Fühlen der Tiere“: In dem Vortrag, der sich sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene eignet, zeigt Professor Dr. Norbert Sachser, dass Tiere eine Persönlichkeit haben. Sie denken, fühlen, handeln, sind ängstlich oder mutig, lernen, lügen, leiden.
  • „Eine Frage der Haltung? Tierversuche im Spannungsfeld zwischen Erkenntnisgewinn und Tierschutz“: In dem Vortrag für Erwachsene geht Professorin Dr. Helene Richter auf Fakten und Positionen der aktuellen Debatte ein.
  • „Afrika“: In dem Vortrag für Kinder berichtet Professor Dr. Oliver Krüger nicht nur von mächtigen Löwen, imposanten Elefanten und kuriosen Erdmännchen in der Steppe. Er zeigt den Kindern auch weitere, weniger bekannte Lebensräume, die von ebenfalls faszinierenden Tieren bewohnt werden. 

Der Transregio SFB NC³

Warum wählen Tiere ganz individuell ihren eigenen, unverwechselbaren Platz im Ökosystem, ihre ökologische Nische? Wie passen sie sich an sie an? Wann formen sie ihre Nische selbst? Und wie können wir diese Prozesse verstehen? Das sind die zentralen Fragen des Transregio-Sonderforschungsbereichs (SFB/TRR) 212 mit dem Kurznamen „NC³“. Darin verknüpfen 40 Forschende der Universitäten Bielefeld, Münster und Jena Verhaltensbiologie und Evolutionsforschung mit theoretischer Biologie und Philosophie. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert NC³ seit Januar 2018 für zunächst vier Jahre mit rund 8,5 Millionen Euro. Sprecher ist Verhaltensforscher Professor Dr. Oliver Krüger von der Universität Bielefeld.

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