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Campusentwicklungs-GmbH gegründet

Veröffentlicht am 30. Oktober 2018, 12:46 Uhr
Herbert Vogel Geschäftsführer / Antrag im Rahmen der Regionale 2022

Im Rahmen einer neuen Kooperation wollen die Universität Bielefeld und die Fachhochschule Bielefeld gemeinsam mit der Stadt Bielefeld und der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) den Hochschulstandort Bielefeld und die Innovationsregion OWL konsequent weiterentwickeln. Ziel ist es, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den beiden Hochschulen attraktiven Raum zu schaffen für forschungsorientierte Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Dafür wollen die Stadt, Hochschulen und IHK unter dem Label „Bielefeld Research and Innovation Campus“ (BRIC) eine gemeinsame Campusentwicklungs-GmbH gründen. Als ehrenamtlicher Geschäftsführer wurde Herbert Vogel, Gründer und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Itelligence AG, gewonnen. Vogel ist seit 2012 auch Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Bielefeld (UGBi). Für die Finanzierung eines Gebäudes hat die Stadt Bielefeld einen Antrag im Rahmen der Regionale 2022 gestellt.


Pit Clausen, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld: „Durch den Bielefeld Research und Innovation Campus soll der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bielefeld sowie die Innovationsregion Ostwestfalen-Lippe nachhaltig gestärkt werden. Diese Stärkung basiert auf der gezielten Förderung des örtlichen Hochschulwesens und der regionalen Wirtschaft. Die neuen Kooperationen zwischen Hochschulen, forschenden Unternehmen, Institutionen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden damit zu einem Kernelement zukunftsorientierter Standortentwicklung. Ich freue mich, dass wir mit Herbert Vogel einen erfahrenen und bestens vernetzten Unternehmer gefunden haben, der ehrenamtlich die Geschäftsführung übernimmt.“

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld: „In einem rohstoffarmen Land wie Deutschland sind Innovationen ein zentraler Treiber des wirtschaftlichen Erfolgs und des gesellschaftlichen Wohlstands. Immer mehr Unternehmen und Institutionen suchen den fokussierten und kontinuierlichen Austausch mit Forschungsinstitutionen. Hier wollen wir ansetzen und Formate entwickeln für Partnerschaften zwischen Hochschulen, Unternehmen und weiteren Praxispartnern, insbesondere aus der Region. Parallel dazu sollen gezielt außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gewonnen werden, denn die Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen oder entsprechender Teilinstitute und Arbeitsgruppen ist für die wissenschaftliche Entwicklung des Standorts Bielefeld und der Region OWL von großer Bedeutung.“

Professorin Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld
: „Universität und Fachhochschule ergänzen sich perfekt und können interessierten Partnern aus der Praxis ein breites Forschungsportfolio von der Grundlagenforschung bis zur anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung bieten. Wir bauen dabei auf vielfältige etablierte Kooperationen und wollen neue innovative, passgenaue Formate der Zusammenarbeit anbieten. Ein wichtiger Vorteil dabei: Die beiden Hochschulen teilen sich einen gemeinsamen Campus, sind also auch räumlich eng miteinander verbunden.“

Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld: „Den regionalen Unternehmen bieten sich hier in Zukunft tolle Möglichkeiten des Austausches mit den Bielefelder Hochschulen. Unternehmen erkennen immer stärker, wie wichtig die Innovationskraft von Universitäten und Fachhochschulen ist und welches Potential darin steckt. Insbesondere auch hier in Bielefeld. Dieses gilt es nun verstärkt zu nutzen und gleichzeitig den Zugang zu potentiellen Fachkräften frühzeitig zu suchen. Dafür soll BRIC die Plattform werden.“

Campus Nord als Entwicklungsfläche

Für die praktische Umsetzung der Vision des Bielefeld Research und Innovation Campus (BRIC) ist ein Gebäude beziehungsweise Gebäudekomplex erforderlich, in dem sich Kooperationen manifestieren und organisieren können. In Verbindung mit der gemeinsamen Nutzung von Forschungsressourcen an den beiden Hochschulen lassen sich auf diese Weise für alle Beteiligten signifikante Synergieeffekte erzeugen und nutzen. Die Stadt Bielefeld hat im Rahmen der Regionale 2022 einen Antrag auf Förderung eines solchen Gebäudes gestellt. Konkret geht es um die Fläche im Norden der Universität („Campus Nord“) hinter dem Forschungsbau des Exzellenzclusters CITEC und der Fachhochschule Bielefeld. Hier soll Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit geboten werden, Forschungs-, Innovations- und Entwicklungsabteilungen oder Teile davon im direkten Kontakt mit Forschungsgruppen der beiden Hochschulen anzusiedeln. Zudem sollen hier Voraussetzungen für Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und deren Ansiedlung geschaffen werden.
Es sollen verschiedene Formen der Kooperation möglich sein. Das Spektrum reicht vom solitären Forschungs- und Innovationsprojekt bis hin zum gemeinsamen, auf eine längerfristige Zusammenarbeit angelegtes Forschungs- und Innovationsinstitut. Darüber hinaus soll Platz für forschungsorientierte Start-up geschaffen werden.
Gegenwärtig richtet sich der Fokus möglicher Aktivitäten auf die Themenfelder Biotechnologie, Data Science, Gesundheit und Pflege, Materialforschung, Mensch-Maschine-Interaktion und künstliche Intelligenz sowie Smart Systems und Smart Products. Das Spektrum an Themen und Aktivitäten wird bei Bedarf und bei ausreichender Verfügbarkeit entsprechender wissenschaftlicher Expertise sowie bei ausreichendem Flächenangebot in Zukunft gegebenenfalls noch erweitert.

Nutzen für alle Akteurinnen und Akteure

Forscherinnen und Forscher in den Hochschulen können durch BRIC Impulse und Anregungen zu den Anwendungspotenzialen neuer Methoden und Technologien aus der Grundlagenforschung erwarten. Es bieten sich Möglichkeiten, wissenschaftliche Prinzipien und Techniken in realen Szenarien zu erproben – dies gilt insbesondere für Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden. Im Gegenzug erhalten Unternehmen und Institutionen, die sich auf dem Bielefeld Research und Innovation Campus (BRIC) engagieren, Zugang zu einer attraktiven Forschungslandschaft – von der grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung an der Universität bis zur angewandten Forschung und Entwicklung an der Fachhochschule. Sie können durch Partizipation an Ergebnisse aktueller Spitzenforschung das eigene Innovationspotential erhöhen und von Forschungsressourcen in Form wissenschaftlichen Know-hows und spezifischer State-of-the-Art-Infrastruktur profitieren. Und: Es werden Kontakte zwischen Absolventinnen und Absolventen aller drei Qualifikationsstufen (Bachelor, Master und Promotion) und regionalen Unternehmen geknüpft.

BRIC Entwicklungsgesellschaft mbH
„Die erfolgreiche Umsetzung der skizzierten Vorhaben setzt einen zweckgerechten organisatorischen Rahmen voraus“, so Dr. Stephan Becker, Kanzler der Universität Bielefeld. „Diesen soll die zu gründende BRIC Entwicklungsgesellschaft mbH bieten“. Diese GmbH hat zwei Kernaufgaben:
-    die Gewinnung von forschenden, auf Innovation setzenden Unternehmen und Institutionen sowie
-    die Gewinnung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die für eine Ansiedlung auf dem Campus Bielefeld geeignet sind.

„Darüber hinaus unterstützt die BRIC Entwicklungsgesellschaft mbH Entwicklungen, die eine Erweiterung des Campus-Geländes in Zukunft möglich machen, einschließlich entsprechender planungsrechtlicher Maßnahmen“, so Becker.

Der Rat der Stadt wird im November abschließend über die Beteiligung an der GmbH entscheiden. Anschließend soll die BRIC Entwicklungsgesellschaft mbH formal gegründet werden. Auch über die Finanzierung eines Gebäudes – insbesondere durch den Antrag im Rahmen Regionale 2022 – kann nun intensiv gesprochen werden. Auch die bereits begonnenen Gespräche mit regionalen Unternehmen können dann sehr viel konkreter geführt werden.

Thomas Niehoff, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Dr. Stephan Becker, Oberbürgermeister Pit Clausen und Herbert Vogel (v.l.) stellten die Pläne vor.Foto: Universität Bielefeld
Thomas Niehoff, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Dr. Stephan Becker, Oberbürgermeister Pit Clausen und Herbert Vogel (v.l.) stellten die Pläne vor. Foto: Universität Bielefeld
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