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Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte

Veröffentlicht am 16. Juni 2017, 11:53 Uhr

Bis 30. Juni für „Lehrkräfte Plus“ an der Universität Bielefeld bewerben

Geflüchtete Lehrkräfte können sich ab August im neuen Programm „Lehrkräfte Plus“ an der Universität Bielefeld qualifizieren und sich so auf eine mögliche Tätigkeit an Schulen in NRW vorbereiten. Die Bewerbungsphase hat begonnen und läuft noch bis zum 30. Juni 2017. „Lehrkräfte Plus“ ist ein Qualifizierungsprogramm der Universität Bielefeld in Kooperation mit dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung und der Landeskoordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren NRW. Die Bertelsmann Stiftung fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt.

Ein Jahr lang in Vollzeit können sich geflüchtete Lehrkräfte an der Universität Bielefeld für den Arbeitsmarkt Schule in NRW qualifizieren. Foto: Universität Bielefeld
Ein Jahr lang in Vollzeit können sich geflüchtete Lehrkräfte an der Universität Bielefeld für den Arbeitsmarkt Schule in NRW qualifizieren. Foto: Universität Bielefeld
Ab August erhalten zunächst 25 Lehrkräfte die Möglichkeit, durch „Lehrkräfte Plus“ ihre Deutschkenntnisse auf C1-Sprachniveau zu bringen, ihre fachlichen und didaktischen Kenntnisse zu vertiefen und in Schulen zu hospitieren. „Unser Ziel ist eine berufliche Zukunft für diese Menschen im nordrhein-westfälischen Schulsystem, beispielsweise als Vertretungslehrkräfte“, sagt die Prorektorin für Studium und Lehre, Professorin Dr. Claudia Riemer.

„Schule braucht qualifiziertes Personal für die neuen Herausforderungen durch Migration. Geflüchtete Lehrkräfte können mit ihrem sprachlichen Hintergrund und ihren beruflichen Erfahrungen Schulen bereichern und die Integrationsarbeit unterstützen. Mit dem Programm geben wir ihnen konkrete Hilfestellungen, um im deutschen Bildungssystem Fuß zu fassen“, sagt Ulrich Kober, Direktor des Programms Integration und Bildung der Bertelsmann Stiftung. Aus der Sicht von Ludwig Hecke, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung, ist das Engagement der Landesregierung folgerichtig: „In einer von Migration geprägten Gesellschaft können geflüchtete Lehrkräfte mit ihren Ressourcen, dazu zählen beispielsweise ihre Erfahrungen in einem anderen Schulsystem, wertvolle Beiträge zur Gestaltung eines interkulturellen Schullebens einbringen.“

Geflüchtete Lehrkräfte müssen in ihrer Bewerbung für „Lehrkräfte Plus“ einen Lehramtsabschluss aus ihrem Heimatland, Berufserfahrung als Lehrkraft und Deutschkenntnisse auf B1-Niveau vorweisen. Da „Lehrkräfte Plus“ ein umfangreiches Qualifizierungsangebot ist, müssen sich die Bewerberinnen und Bewerber außerdem ein Jahr lang in Vollzeit diesem Programm widmen können. Durch die Teilnahme am Programm sollen die Lehrkräfte zunächst ihr deutsches Sprachniveau auf C1 steigern. Danach vertiefen sie ihre fachlichen, pädagogischen und didaktischen Fähigkeiten. „Wichtig sind dabei auch interkulturelle Komponenten und die Hospitationen in Schulen, bei denen die Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer von einheimischen Lehrkräften begleitet werden“, erklärt Dr. Renate Schüssler, die zusammen mit Nadine Auner das Programm an der Bielefeld School of Education (BiSEd) im Rahmen der Internationalisierung der Lehrerbildung konzipiert hat und verantwortet. Wichtiger Bestandteil von „Lehrkräfte Plus“ sei darüber hinaus, dass die geflüchteten Lehrerinnen und Lehrer zu ihren Arbeitsperspektiven im schulischen Bereich beraten werden.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat, das die nachgewiesene Sprachprüfung sowie die einzelnen absolvierten Programmelemente von „Lehrkräfte Plus“ umfasst. Auch wenn kein formaler Abschluss verliehen wird, kann im Anschluss an die erfolgreiche Teilnahme am Programm beispielsweise die Qualifizierung für den herkunftssprachlichen Unterricht stehen. Möglich ist auch, durch das Studium weiterer Fächer im Anschluss an „Lehrkräfte Plus“, eine vollwertige Lehrerqualifikation zu erreichen.
Das Qualifizierungsprogramm wird ab August 2017 insgesamt drei Mal nacheinander für jeweils ein Jahr angeboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schreiben sich für die Dauer des Programms an der Universität Bielefeld ein. Die Teilnahme ist bis auf die Semesterbeiträge kostenfrei.

Geflüchtete Lehrkräfte können sich bis zum 30. Juni 2017 bewerben. Daraufhin wird ihr deutsches Sprachniveau getestet. Kann die Bewerberin oder der Bewerber Deutschkenntnisse auf B1-Niveau nachweisen, werden die weiteren Unterlagen und danach die Zulassung zum Programm geprüft.

Weitere Informationen:
•    Über das Programm „Lehrkräfte Plus“: http://www.bised.uni-bielefeld.de/LKplus
•    Detaillierte Informationen zum Bewerbungsverfahren: http://www.bised.uni-bielefeld.de/LKplus/bewerbung
•    Die Bielefeld School of Education (BiSEd): http://www.bised.uni-bielefeld.de
•    Die Internationalisierung der Lehrerbildung: http://www.bised.uni-bielefeld.de/internationalisierung

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