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Professor Friedrich Götze Mitglied der Leopoldina

Veröffentlicht am 21. Dezember 2009, 14:48 Uhr

Bielefelder Mathematiker in die Nationale Akademie der Wissenschaften aufgenommen

Der Mathematikprofessor Dr. Friedrich Götze von der Universität Bielefeld ist in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zu Halle gewählt worden. Prof. Götze lehrt und forscht auf dem Gebiet der mathematischen Stochastik. In die Leopoldina werden Forscher aus aller Welt aufgenommen, deren wissenschaftliche Leistungen auf ihrem Fachgebiet herausragend sind. Die Wahl in die Akademie gilt für Naturwissenschaftler als eine der bedeutendsten Auszeichnungen, die eine deutsche Wissenschaftsinstitution vergibt.

Professor Dr. Friedrich Götze
Professor Dr. Friedrich Götze
Friedrich Götze ist seit 1984 Professor für mathematische Statistik an der Universität Bielefeld. Zu seinen besonderen, wissenschaftlichen Interessensgebieten zählen Asymptotische Methoden und Grenzwertsätze in Statistik, Wahrscheinlichkeitstheorie und analytischer Zahlentheorie sowie Markov Prozesse und stochastische Algorithmen.  Er ist Sprecher des 2005 von der DFG neu eingerichteten Sonderforschungsbereichs “Spektrale Strukturen und Topologische Methoden in der Mathematik”, der in diesem Jahr um vier weitere Jahre verlängert wurde. Bereits in dem ersten Sonderforschungsbereich der Fakultät für Mathematik “Diskrete Strukuren in der Mathematik” (1989 bis 2000) engagierte sich Professor Götze als Teilprojektleiter und mehrere Jahre als Sprecher. Ferner war er an den Graduiertenkollegs “Mathematik” und “Strukturbildungsprozesse” beteiligt und gehört dem Zentrum für Statistik der Universität Bielefeld an. Von 1999 bis 2006 war Friedrich Götze Mitglied des Senats der Universität Bielefeld und 1990 und 2002 jeweils zwei Jahre Dekan der Fakultät für Mathematik.
Götze ist Mitglied verschiedener Mathematischer Forschungsinstitute und wissenschaftlicher Vereinigungen, unter anderem gehört er dem Vorstand der Gesellschaft für Mathematische Forschung e.V. (GMF), Oberwolfach, an und ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Weierstraß-Instituts für angewandte Analysis und Stochastik in Berlin.

Friedrich Götze, Jahrgang 1951, studierte Mathematik und Physik an den Universitäten Göttingen und Bonn. Von 1978 bis 1983 war Götze wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für mathematische Statistik an der Universität zu Köln – unterbrochen von einem einjährigen Gastaufenthalt an der University of California, Berkeley. Nach Promotion (1978) und Habilitation (1983) in Köln folgte der Wechsel an die Universität Bielefeld. Er hat zahlreiche Rufe an andere Universitäten abgelehnt.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina mit Sitz in Halle an der Saale wurde 1652 gegründet. Sie ist die weltweit älteste dauerhaft existierende naturforschende Gelehrtengesellschaft. Ihr Ziel ist der wissenschaftliche Austausch auf internationaler Ebene, die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Außerdem berät sie die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen. Gegenwärtig gehören ihr mehr als 1500 Forscher an, davon über 30 Nobelpreisträger. Seit Juli 2008 hat die Leopoldina die Aufgaben der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Deutschland übernommen.

Folgende Angehörige der Universität Bielefeld sind derzeit Mitglied der Leopoldina: Prof. Dr. Martin Carrier (Fakultät für Geschichte, Philosophie und Theologie; Zentrum für interdisziplinäre Forschung), Prof. Dr. Friedrich Götze (Fakultät für Mathematik), Prof. Dr. Katharina Kohse-Höinghaus (Fakultät für Chemie), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Achim Müller (Fakultät für Chemie), Prof. Dr. Alfred Pühler (Fakultät für Biologie; Centrum für Biotechnologie), Prof. Dr. Thomas Zink (Fakultät für Mathematik).


 

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