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Risikoprüfung bringt wichtige Erkenntnisse für die Modernisierung

Veröffentlicht am 26. April 2017, 14:24 Uhr

Pressemitteilung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs

BLB NRW und Universität Bielefeld einig:
Risikoprüfung bringt wichtige Erkenntnisse für die Modernisierung des Hauptgebäudes der Universität Bielefeld

Es ist eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten: Das Bielefelder Universitätshauptgebäude – eines der größten zusammenhängenden Gebäude Europas – soll in den kommenden Jahren komplett modernisiert werden. Die besondere Herausforderung: Forschung und Lehre der Universität Bielefeld gehen parallel weiter. Im Rahmen eines Due Diligence-Verfahrens („sorgfältige Risikoprüfung“) hat der Bauherr Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) daher die Weichenstellungen des Projekts gründlich untersuchen lassen. Nun liegen die Ergebnisse des externen Gutachters vor – und damit wichtige Erkenntnisse für das weitere Projektmanagement. Die bereits begonnene Schadstoffsanierung des ersten Bauabschnittes läuft währenddessen weiter.


„Bei einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität haben Weichenstellungen in den frühen Projektphasen gravierende Auswirkungen auf Termintreue, Kosten und Qualität. Fehler, die am Anfang gemacht werden, lassen sich später nur schwer und unter hohen Kosten korrigieren“, erklärt Rolf Holler, Niederlassungsleiter des BLB NRW Bielefeld. Gemeinsam mit der Universität Bielefeld hatte sich der BLB NRW daher im Juli 2016 zu einer Projekt-Due Diligence entschlossen, um auf Basis des aktuellen Planungsstandes die Projektrisiken neu zu betrachten und wo nötig Korrekturen vorzunehmen. „Wir haben zahlreiche kritische Fragen gestellt und nun einen klaren Blick auf die kommenden Herausforderungen dieses hochkomplexen Bauvorhabens“, erläutert Holler.

Erkenntnisse werden genutzt, um Projektstruktur und Prozesse zu verbessern
Der Gutachter hat wichtige Hinweise und Empfehlungen geliefert, die der BLB NRW in den kommenden Wochen in Abstimmung mit der Universität im weiteren Planungs- und Bauprozess berücksichtigen wird. Dabei handelt es sich unter anderem um:
-    die Projektorganisation, die klarer gefasst werden soll,
-    das bau-logistische Konzept zur Sanierung im laufenden Uni-Betrieb, welches punktuell hinterfragt werden soll,
-    die Gestaltung der künftigen Haupteingangssituation mit dem Neubau des Studierenden Service Centers, die noch einmal durchdacht werden soll, um sowohl einen störungsfreien Uni-Betrieb während der Arbeiten als auch ein optimales Ergebnis für die Zukunft gewährleisten zu können.

Due Diligence war wichtig und hat das Potential, Schule zu machen
Möglich war diese sorgfältige Prüfung nur, weil sich alle Projektbeteiligten mit großer Offenheit auf diesen Prozess eingelassen haben. Auch die Verantwortlichen der Universität Bielefeld sehen die Due Diligence positiv und erhoffen sich nun wichtige Fortschritte bei Projektorganisation, Planung und Umsetzung: „Die Modernisierung des Hauptgebäudes wird die Universität über viele Jahre wesentlich beschäftigen. Es ist elementar, dass diese Riesenaufgabe unter den richtigen Bedingungen angegangen wird. Nur so können die Beeinträchtigungen für unsere Studierenden und Beschäftigten in Forschung und Administration während der Modernisierung gerechtfertigt werden“, sagt Dr. Stephan Becker, Kanzler der Universität Bielefeld. „Und: Der BLB NRW muss sicherstellen, dass die Planungen im finanziellen und zeitlichen Rahmen realisierbar sind. Gleichzeitig muss der erste Bauabschnitt im Ergebnis zukunftssicher sein und unseren Anforderungen entsprechen. Die Risikoprüfung hat uns viele wichtige Hinweise geliefert, denen BLB NRW und die Universität nun sehr gewissenhaft nachgehen werden. Wir investieren damit in die entscheidende Projektplanung und reduzieren das Risiko, bei der Umsetzung böse Überraschungen zu erleben.“ Auch Holler unterstreicht die Bedeutung der gewonnenen Erkenntnisse: „Wir setzen mit dieser Due Diligence nicht nur einen wesentlichen Meilenstein für mehr Planungssicherheit bei der Modernisierung der Universität Bielefeld“, so der BLB NRW-Niederlassungsleiter. „Ich bin auch überzeugt davon, dass die aus dieser Due Diligence gezogenen Erkenntnisse auch auf andere öffentliche Großbauprojekte übertragbar sind.“

Welche Auswirkungen die Due Diligence und die nun erfolgenden Nachjustierungen für die konkreten bau-ingenieurlichen Planungen, den Zeitplan und die Kosten der Modernisierung des Hauptgebäudes der Universität Bielefeld haben, ist aktuell nicht realistisch einschätzbar.

Hintergrund und Zahlen zur Modernisierung des Hauptgebäudes der Universität Bielefeld
In mehreren Bauabschnitten wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW das Universitätshauptgebäude in den kommenden Jahren modernisieren. Der BLB NRW ist Eigentümer des Gebäudes und damit auch Bauherr der Modernisierung. Das Universitätshauptgebäude hat eine Brutto-Grundfläche von rund 314.000 m² und eine Nutzungsfläche von insgesamt rund 154.000 m² und ist damit das größte zusammenhängende Universitätsgebäude Deutschlands. Der erste Bauabschnitt umfasst die Gebäudeteile A, B, K, R, S und J und damit rund 60.000 m² Brutto-Grundfläche. Er wurde bereits 2015 baulich und technisch vom übrigen Gebäude abgetrennt und durch eine große Lärm- und Staubschutzwand in der Halle zum übrigen Gebäude abgedichtet. Hinter dieser Schutzwand sind Fachfirmen derzeit mit der Schadstoffsanierung beschäftigt, die zu etwa 65 Prozent abgeschlossen ist (ca. 40.000 m²).

Hintergrund zum Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW)
Der BLB NRW ist wirtschaftlicher Eigentümer und Vermieter der Immobilien des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit über 4.100 Gebäuden, einer Mietfläche von etwa 10,5 Millionen Quadratmetern und einem Mietumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro p.a. verwaltet er eines der größten Immobilienportfolios Europas. Seine Tätigkeit umfasst Erwerb, Entwicklung und Planung von Immobilien, deren Bau und Modernisierung sowie Vermietung, Bewirtschaftung und Verkauf. Mehr als 2.000 Beschäftigte in sieben Niederlassungen und zahlreichen Kunden- und Projektbüros erbringen umfassende Dienstleistungen rund um Immobilien für die Hochschulen des Landes, für die Finanzverwaltung, Polizei, Justiz und den Justizvollzug sowie den Bundesbau. Der BLB NRW versteht sich als solider und verlässlicher Partner der öffentlichen Hand.


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