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Philosophie des Sex: offener Fachtag

Veröffentlicht am 27. Juni 2017, 11:08 Uhr
Tagung am 8. Juli an der Universität Bielefeld 

Erlaubt ist im Bett, was gefällt. Wenn es unter verantwortungsfähigen Individuen geschieht und niemand zu etwas gezwungen wird. Wann aber ist jemand verantwortungsfähig genug? Und wie erkennt man, dass niemand zu etwas gezwungen wird? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Philosophie des Sex. Die Workshops und Vorträge des 5. Bielefelder Fachtags Philosophie zum Thema Sex richten sich nicht nur an Philosophieleh-rerinnen und –lehrer und Lehramtsstudierende für Philosophie, sondern an alle Interessierten. Der Fachtag findet am Samstag, 8. Juli, von 9.30 Uhr bis 17 Uhr im Hörsaal 7 statt.

Philosophie des Sex – das ist das diesjährige Thema des Fachtags Philosophie von der Abteilung Philosophie und dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bielefeld. Foto: Universität Bielefeld, Graffiti: Alaniz
Philosophie des Sex – das ist das diesjährige Thema des Fachtags Philosophie von der Abteilung Philosophie und dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bielefeld. Foto: Universität Bielefeld, Graffiti: Alaniz
Philosophische Klärungen können dabei helfen, die oft sehr gefühlsbetonten Debatten über Sex zu erden. Besonders wichtig ist dies auch für den Schulunterricht im Fach (Praktische) Philosophie, der dazu beitragen soll, junge Menschen darin zu unterstützen, die eigene Sexualität gelingend zu entfalten. Verschiedene Fragenkomplexe lassen sich in der Philosophie des Sex unterscheiden:

  • Definitorische Fragen:
    Was ist Sex im Unterschied zu anderen Aktivitäten? Was macht Sex zu gutem Sex?
  • Ethische Fragen:
    Ist beim Sex tatsächlich alles erlaubt, wenn oben genannte Bedingungen erfüllt sind? Und gehört Sex zu einem guten Leben?
  • Politische Fragen:
    Ist Sex auch eine Frage von Macht und Ungleichheit? Hier berührt sich das Thema Sex als Aktivität mit dem Thema Sex als biologischem Geschlecht im Unterschied zu Gender als sozialem Geschlecht.
  • Angewandte Fragen:
    Sind Pornographie und Prostitution (moralisch) erlaubt?
Der Fachtag Philosophie beginnt mit einer Begrüßung durch Professor Dr. Ralf Stoecker (Universität Bielefeld) und Dr. Matthias Althoff (Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bielefeld). Es folgen Vorträge von Dr. Almut Kristine von Wedelstaedt, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Praktischen Philosophie an der Universität Bielefeld, zum Thema „Sex macht Spaß. Und Probleme“ und Professor Dr. Martin Lücke, Professor für Didaktik der Geschichte an der Freien Universität Berlin, zu historischen Aspekten des Verhältnisses von Sexualität und Geschlecht. Danach können sich die Teilnehmenden in Workshops austauschen. Themen sind die sexuelle und gesellschaftliche Vielfalt, der Konsum von Internet-Pornographie Jugendlicher, Transsexualität und der Dialog mit Jugendlichen.

Der Fachtag wird von der Abteilung Philosophie in Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Bielefeld angeboten. Er findet einmal jährlich statt. Zu einem für den schulischen Unterricht relevanten philosophischen Thema werden vormittags Fachvorträge gehalten, woran sich nachmittags parallele, praxisorientierte Workshops anschließen. Die Fachtage werden unterstützt von der Bielefeld School of Education (BiSEd).

Information:
www.uni-bielefeld.de/philosophie/lehramt/fachtage.html

Anmeldung:
Anmeldungen für die kostenlose Teilnahme werden online bis zum 7. Juli entgegengenommen: http://wwwedit.uni-bielefeld.de/philosophie/lehramt/anmeldung.html.

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