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Personaloffensive UNIplus: Mehr als 40 zusätzliche Professorinnen und Professoren für die Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 14. Oktober 2016, 19:53 Uhr
Hohe Investition in Personal in den kommenden zwei Jahren

„In den kommenden zwei Jahren werden wir mehr als 40 zusätzliche Professorinnen und Professoren einstellen“, so Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld, in seinem Vortrag anlässlich des Jahresempfangs der Universität am Freitag, 14. Oktober 2016. „Wir werden hauptsächlich Berufungen vorziehen; sie sind der Kern unserer umfangreichen Personaloffensive UNIplus, mit der wir Qualität in der Lehre sichern und gleichzeitig unser Forschungsprofil schärfen werden.“ Möglich macht das eine aktuell besser prognostizierbare mittelfristige Finanzsituation. „Ich begrüße es, dass die Universität Bielefeld die finanziellen Möglichkeiten im Sinne einer strategischen Personaloffensive nutzt", so Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.


Rektor Gerhard Sagerer: „Wir werden Qualität in der Lehre sichern und gleichzeitig unser Forschungsprofil intensiv schärfen.“ Foto: M. Brockhoff/ Universität Bielefeld
Rektor Gerhard Sagerer: „Wir werden Qualität in der Lehre sichern und gleichzeitig unser Forschungsprofil intensiv schärfen.“ Foto: M. Brockhoff/ Universität Bielefeld
Hinter UNIplus steht ein intensiver Planungsprozess, den das Rektorat mit den Fakultäten in den vergangenen Monaten durchlaufen hat. Mit acht der dreizehn Fakultäten sind die Pla-nungen weitgehend abgestimmt und Beschlüsse zur Umsetzung bereits gefällt. Mit den weiteren Fakultäten sollen die Planungen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Für die Universität Bielefeld bedeutet UNIplus die größte Welle an Professorenberufungen seit ihrer Gründung 1969.

In den kommenden Jahren gehen in allen Fakultäten zirka 45 Professorinnen und Professo-ren planmäßig in den Ruhestand. Durch UNIplus wird ein großer Teil dieser Professuren jetzt vorgezogen zusätzlich zielgerichtet besetzt. Das verbessert die Betreuungssituation für die zusätzlichen Studierenden und stärkt das Forschungsprofil. Gleichzeitig nutzt die Uni den Zeithorizont, der sich ihr bietet: Für wenige Jahre kann mit dem zusätzlichen Geld fest geplant werden. Für die Zeit danach erhält man sich die Flexibilität, die Stellen entweder auf das alte Niveau zurückzubauen oder weitere Professorinnen und Professoren einzustellen, wenn die Mittel weiter fließen.
Hintergrund: Exzellenzstrategie und Studierendenzahlen

„Wir stehen in einem starken Wettbewerb mit anderen Universitäten um Budgets und Drittmittel sowie um gute Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gleichzeitig sind wir konfrontiert mit sehr stark gestiegenen Studierendenzahlen“, erklärt Professor Sagerer. „Mit UNIplus stellen wir uns für diesen Wettbewerb besser auf und gehen diese Herausforderungen konsequent an – eine große Chance für die Universität Bielefeld.“

Im Bereich Forschung ist der Wettbewerb aktuell geprägt von der nächsten Runde der Exzellenzinitiative: Die Exzellenzstrategie des Bundes soll ab 2019 die Weichen für die Positionierung im Hochschulsystem stellen. UNIplus wird die strategischen Schwerpunkte der Universität Bielefeld stärken: in Exzellenzclustern, Sonderforschungsbereichen, Verbundprojekten.

Im Bereich Lehre: Die Studierendenzahl lag im Sommersemester 2005 bei 16.900, im Sommersemester 2016 bereits bei 23.100: eine Steigerung um 6.200 Studierende beziehungsweise um 37 Prozent. Eine vergleichbare Entwicklung findet sich auch an den übrigen Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Die Prognose der Kultusministerkonferenz geht davon aus, dass die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger auch in den nächsten zehn Jahren deutlich über dem Niveau von 2005 bleiben und nur leicht zurückgehen wird. Die Universität Bielefeld hat aktuell 263 Professuren. 40 zusätzliche Professorinnen und Professoren bedeuten für die Studierenden bessere Betreuung und ein breiteres Lehrangebot.

Personaloffensive jetzt: Eine neue finanzielle Basis macht’s möglich

In der ersten Jahreshälfte 2016 wurde klar, wie sich die finanziellen Rahmenbedingungen für die Universitäten in Nordrhein-Westfalen bis mindestens 2021 darstellen werden. Die Finanzmittelsituation der Universität Bielefeld wird damit für diesen mittelfristigen Zeitraum prognostizierbar: Es werden bis mindestens 2021 erhebliche zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen.

Unter anderem werden die Sondermittel des Landes für die Lehrerbildung und die Integrierte Sonderpädagogik (LABG-Mittel und ISP-Mittel) verstetigt. Die Programme waren bislang befristet. Dennoch hatte die Universität Bielefeld daraus bereits dauerhafte Stellen geschaffen und besetzt künftig noch weitere.

Die Qualitätsverbesserungsmittel (Ersatz für die Studienbeiträge) werden ebenfalls in bisheriger Höhe weiter zur Verfügung stehen. Diese Mittel dienen ausdrücklich dazu, die Studienbedingungen und die Betreuungsrelation zu verbessern. Mit ihnen sollen keine zusätzlichen Studienplätze geschaffen werden. Sie sollen in den Fakultäten insbesondere für Dauerstellen mit hohem Lehranteil eingesetzt werden, um damit die Qualität der Lehre wirksam zu verbessern.

Die Mittel des Hochschulpakts (HSP) und des NRW-Masterprogramms stehen ebenfalls längerfristig zur Verfügung und bedeuten mittelfristig auch erhebliches zusätzliches Geld. Das HSP II-Programm läuft noch bis Ende 2018. HSP III läuft bis Ende 2023 und das Masterprogramm läuft bis Ende 2021.

Erste Beispiele: Rechtswissenschaften und Data Science

In der Fakultät für Rechtswissenschaft werden sechs zusätzliche Professuren geschaffen, mit denen Brücken zu Schwerpunktthemen der Universität geschlagen werden, zum Beispiel zum Exzellenzcluster CITEC. Im Bereich Wirtschaftswissenschaften werden zwei zusätzliche Professuren geschaffen, die den Schwerpunkt Data Science stärken. Dieser Schwerpunktbereich soll universitätsübergreifend in Forschung und Lehre ausgebaut werden. In diesem Kontext werden weitere Stellen eingerichtet.

Die Universität Bielefeld startet die größte Welle an Professorenberufungen seit ihrer Gründung 1969. Foto: Universität Bielefeld
Die Universität Bielefeld startet die größte Welle an Professorenberufungen seit ihrer Gründung 1969.
Foto: Universität Bielefeld
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