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Nobelpreisträger kommt zu internationaler Konferenz

Veröffentlicht am 22. Februar 2018, 14:57 Uhr
Universität Bielefeld veranstaltet Konferenz zu optischer Nanoskopie (ICON)

Der US-amerikanische Nobelpreisträger Professor William E. Moerner sowie mehr als 150 Forschende und Unternehmen aus aller Welt kommen vom 27. Februar bis zum 2. März in Bielefeld zur internationalen Konferenz für Nanoskopie (ICON 2018) zusammen. Gemeinsam erörtern sie die neuesten Entwicklungen im Bereich der optischen Nanoskopie und deren Anwendung in Biologie und Biomedizin. Die Fakultät für Physik der Universität Bielefeld veranstaltet die Konferenz in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung des Forschungs- und Technologietransfers (GFT e.V.) und dem Unternehmen Bionano-Solutions in den Konferenzräumen der Fachhochschule Bielefeld.


Prof. William E. Moerner. Bild: Steve Gladfelter

Prof. William E. Moerner.
Foto: Steve Gladfelter

„Der Begriff ‚optische Nanoskopie‘ umfasst eine Reihe an Methoden, die seit den 1990er Jahren für klassische Mikroskope entwickelt werden. Durch diese Methoden können Mikroskope kleinste Details optisch abbilden“, erklärt Professor Dr. Thomas Huser von der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld, der die Konferenz mitorganisiert. Ein Durchbruch in diesem Forschungsgebiet gelang 2006 zwei US-amerikanischen und einem deutschen Physiker. Sie erhielten 2014 den Nobelpreis für Chemie. Professor William E. Moerner von der Stanford University in Kalifornien ist einer von ihnen. Er wird die Konferenz mit einem Plenarvortrag eröffnen.

Im Rahmen der Konferenz werden eingeladene Expertinnen und Experten aus Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Spanien, der Schweiz und den USA zu den neuesten Entwicklungen und Anwendungen im Bereich Mikroskopietechnik referieren. In zwei Diskussionsrunden debattieren die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer über die Zukunft der optischen Nanoskopie sowie ihre Chancen und Risiken. Zudem werden Exponate bekannter Mikroskopie- und Kameraherstellerinnen und -hersteller sowie rund 60 Forschungsposter ausgestellt.

Menschliche Zelle unter konventionellem Mikroskop (links) und hochauflösendem Mikroskop (rechts). Bild: Dr. Wolfgang Hübner
Menschliche Zelle unter konventionellem Mikroskop (links) und hochauflösendem Mikroskop (rechts). Foto: Dr. Wolfgang Hübner
Seit Beginn der Forschungsaktivitäten im Bereich Nanoskopie sind Physikerinnen und Physiker der Universität Bielefeld prominent vertreten. Sie entwickelten unter anderem einen Mechanismus, mit dem die Lichtemission fluoreszierender Moleküle gezielt zum Blinken gebracht werden kann. „Erst dadurch gelingt es Forschenden, unter dem Mikroskop einzelne Moleküle nachzuweisen und deren Position genau zu bestimmen“, so Huser.

2016 fand die ICON erstmalig in Basel statt. Mit Oxford steht bereits der Veranstaltungsort für 2020 fest.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung „Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität“ (24.04.2017):
https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/nanoskopie_auf_dem_chip_mikroskopie

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