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Neue Professorinnen und Professoren

Veröffentlicht am 24. Juli 2013, 11:04 Uhr

Acht Ernennungen an der Universität Bielefeld

In diesem Studienjahr sind acht Professorinnen und Professoren neu an die Universität Bielefeld berufen worden. Unter ihnen auch viele Rückkehrer, die in Bielefeld ihre wissenschaftliche Laufbahn als Studierende oder Doktoranden begonnen haben, und jetzt als Professorin oder Professor ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben. Sie lehren und forschen in den Fakultäten Psychologie und Sportwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Soziologie, Mathematik, Rechtswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie sowie der Technischen Fakultät.


Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
Professorin Dr. Valerie Kastrup

Prof'in Dr. Valerie Kastrup
Prof'in Dr. Valerie Kastrup
Dr. Valerie Kastrup ist als neue Professorin für Sportpädagogik und Sportdidaktik verantwortlich für das Studium der angehenden Sportlehrkräfte. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist das Thema Sportlehrergesundheit. Sie erforscht die Belastungsfaktoren und Ressourcen der Sportlehrertätigkeit und untersucht präventive Maßnahmen für Sportlehrerinnen und -lehrer als Aufgabe des schulischen Gesundheitsmanagements. Weitere Schwerpunkte liegen in der Professionalisierung des Sportlehrerberufs und in der empirischen Unterrichtsforschung, zum Beispiel zur Lehrer-Schüler-Kommunikation im Sportunterricht.

Valerie Kastrup, Jahrgang 1977, hat an der Universität Bielefeld Sportwissenschaft und Latein für das Lehramt sowie Sportwissenschaft im Diplomstudiengang mit dem Schwerpunkt Prävention und Rehabilitation studiert. Anschließend war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Sport und Erziehung tätig und unter anderem an der Konzeption der Bachelor- und Masterstudiengänge beteiligt. 2008 erfolgte die Promotion an der Universität Bielefeld. Anschließend absolvierte Valerie Kastrup ihr Referendariat an Gymnasien und Gesamtschulen in Detmold. Seit 2010 war sie Juniorprofessorin in Bielefeld und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Fakultät für Erziehungswissenschaft
Professorin Dr. Helga Kelle
Prof'in Dr. Helga Kelle
Prof'in Dr. Helga Kelle
Die Phase des Schuleintritts steht aktuell im Zentrum der Forschung von Dr. Helga Kelle, die zur Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft berufen wurde. Sie analysiert sowohl Einschu-lungsverfahren und Eingangsdiagnostiken in der Schule als auch die medizinischen Vorsorge- und Schuleingangsuntersuchungen. Ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre sind Kindheits-, Geschlechter- und Schulforschung, Theorien der Erziehung, Bildung, Kindheit und generationalen Ordnung, qualitative Methoden der Sozialforschung, ethnographische Methoden und Methodologie sowie Praxis- und Kulturanalyse von Entwicklungsbeobachtung und -diagnostik.

Helga Kelle, Jahrgang 1961, hat Diplompädagogik mit den Nebenfächern Psychologie und Soziologie sowie dem Zusatzfach Sport an der Universität Bielefeld studiert und hier auch 1991 promoviert. Sie war als Wissenschaftlerin in Bielefeld und Potsdam tätig. 2001 erfolgte die Habilitation in Potsdam. Nach Lehrstuhlvertretungen unter anderem in Duisburg, Göttingen und München arbeitete Kelle von 2004 bis 2013 als Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt schulische und außerschulische Bildungsprozesse von Kindern im Grundschulalter an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.


Fakultät für Soziologie
Professorin Dr. Tomke König
Prof'in Dr. Tomke König
Prof'in Dr. Tomke König
Dr. Tomke König, Jahrgang 1966, wurde zur Professorin für Geschlechtersoziologie ernannt. Zu ihren Lehr- und Forschungsschwerpunkten gehören Geschlechterforschung, Familie und Arbeitsteilung, soziale Ungleichheit sowie Eliten.

Nach dem Studium der Kulturanthropologie und Soziologie an der Johann-Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt war sie dort von 1993 bis 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, 1999 promovierte sie. Im Anschluss daran arbeitete sie in einem von der Europäischen Union geförderten internationalen Forschungsprojekt zu sozialen Ausschließungsprozessen. 2001 beendete sie eine Zusatzausbildung zur Supervisorin an der Universität/Gesamthochschule Kassel. Von 2002 bis 2010 war sie Assistentin in verschiedenen Forschungsprojekten am Zentrum Gender Studies der Universität Basel. Dort habilitierte sie 2012 an der Historisch-Philosophischen Fakultät. Im Studienjahr 2011/2012 hat sie an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld bereits die Professur für Sozialwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung vertreten.

Fakultät für Mathematik
Professorin Dr. Miriam M. Lüken
Prof'in Dr. Miriam M. Lüken
Prof'in Dr. Miriam M. Lüken
Dr. Miriam M. Lüken wurde zur Professorin für Didaktik der Mathematik ernannt. Ihr Lehrschwerpunkt liegt in der didaktischen Ausbildung zukünftiger Mathematiklehrerinnen und -lehrer in der Primarstufe. In ihrer Forschung fokussiert sie auf die frühe mathematische Entwicklung, insbesondere auf die Erforschung des mathematischen Struktursinns bei jungen Kindern.

Miriam M. Lüken, geboren 1977, studierte Lehramt für Grund-, Haupt- und Realschulen in Osnabrück und Manchester, Großbritannien. Nach ihrem zweiten Staatsexamen in den Fächern Mathematik, Musik und Englisch in Hannover arbeitete sie acht Jahre als Grundschullehrerin. Sie leitete Lehrerfortbildungen zur frühen mathematischen Kompetenzentwicklung und bildete Erzieherinnen in diesem Bereich fort. Von 2006 bis 2011 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbei-terin an der Fakultät für Mathematik der Leibniz Universität Hannover, wo sie 2011 ihre Promotion mit einer Arbeit über mathematische Mustererkennungs- und Strukturierungsfähigkeiten am Schulanfang abschloss. In Bielefeld hatte Lüken zuvor 2012 eine Professurvertretung übernommen.


Technische Fakultät
Professor Dr. Kristian Müller
Prof. Dr. Kristian Müller
Prof. Dr. Kristian Müller
Auf die Professur Zelluläre und Molekulare Biotechnologie ist Dr. Kristian Müller berufen worden. In seinem Forschungsgebiet befasste er sich unter anderem mit der Herstellung und Anwendung multivalenter (mehrwertiger) und bispezifischer Antikörper sowie neuer Methoden zur gerichteten Evolution von Enzymen und deren Optimierung. In den letzten Jahren forschte er zudem im Bereich der synthetischen Biologie und im Bereich der DNA-Nanostrukturen. Aktuell arbeitet Müller an der Herstellung und Manipulation von Antikörpern in eukaryontischen Zelllinien. Unter Eukaryonten versteht man Lebewesen, deren Zellen einen Zellkern besitzen.

Kristian Müller, Jahrgang 1968, studierte Chemie und Biochemie in Hannover und absolvierte auswertigen Praktika beispielsweise in den USA. Seine Diplomarbeit fertigte er am Max-Planck -Institut für Biochemie in Martinsried an. Die Promotion erfolgte am Biochemischen Institut der Universität Zürich (Schweiz). Als Postdoc wechselte er an die University of California in Berkeley (USA). Im Jahr 2000 wurde er Gruppenleiter an der Universität Freiburg und 2003 Juniorprofessor.


Fakultät für Rechtswissenschaft
Professor Dr. Johannes Saurer
Prof. Dr. Johannes Sauer
Prof. Dr. Johannes Sauer
Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Europarecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung, insbesondere Verwaltungsrechtsvergleichung sind die Interessenschwerpunkte von Professor Dr. Johannes Saurer, der den Lehrstuhl für Öffentliches Recht übernommen hat.

Johannes Saurer, geboren 1975, studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen und an der Yale University (USA). Die Promotion erfolgte 2004 an der Universität Bayreuth, der Master of Laws an der Yale University Law School 2008. Anschließend arbeitete Saurer als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Allgemeine und Vergleichende Staatslehre der Universität Bayreuth. Die Habilitation an der Universität Bayreuth erfolgte 2011. Er erhielt die Lehrbefugnis für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsphilosophie. Es folgten Lehrstuhlvertretungen an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Gießen und an der Universität Bielefeld.


Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
Professor Dr. Ralf Stoecker
Professor Dr. Ralf Stoecker
Prof. Dr. Ralf Stoecker
Hochaktuelle Fragestellungen aus dem Bereich der angewandten Ethik beschäftigen Professor Dr. Ralf Stoecker. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der medizinischen Ethik, der Menschwürde und der philosophischen Handlungstheorie. Bei Stoecker steht der Mensch im Mittelpunkt der Forschung. Er befasst sich unter anderem mit der Hirntodproblematik, dem Thema Tod und Sterben, aber auch der Patientenautonomie. Gemeinsam mit anderen Dozenten möchte er die Master- und Doktorandenausbildung stärker verzahnen und insgesamt die Graduiertenausbildung flexibler strukturieren.

Für Stoecker, Jahrgang 1956, ist die Berufung nach Bielefeld auch ein wenig Heimkehr. Nach seinem Studium der Philosophie in Hamburg und Heidelberg kam er als Doktorand an die Bielefelder Universität und promovierte (1990) und habilitierte (1998) hier. Danach war er in Erlangen tätig und hatte Gastprofessuren in Hamburg und Magdeburg. 2005 bis 2013 arbeitete er als Professor für angewandte Ethik in Potsdam. Stoecker ist Vorstandsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin und gehört der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung (ZES) an.


Fakultät für Soziologie
Professorin Dr. Bettina Zurstrassen
Professorin Dr. Bettina Zurstrassen
Prof'in Dr. Bettina Zurstrassen
Auf die Professur Didaktik der Sozialwissenschaften ist Dr. Bettina Zurstrassen berufen worden. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Diagnostik des sozialwissenschaftlichen Lernens, sozialwissenschaftliches Lernen in der beruflichen Bildung (insbesondere von „Bildungsbenachteiligten“) sowie Theorie und Praxis der sozioökonomischen Bildung. Im Rahmen ihrer Tätigkeit an der Universität Bielefeld möchte sie eine „Didaktik der Soziologie“ entwickeln.
Bettina Zurstrassen hat an den Universitäten Bonn und Siegen Sozialwissenschaften und Geschichte studiert. Danach arbeitete sie mehr als zehn Jahre an verschiedenen Schulen in Nordrhein-Westfalen. Es folgten ein Forschungsaufenthalt in Westafrika und eine wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität Siegen. Berufsbegleitend promovierte sie an der Universität der Bundeswehr München zu einem historisch-soziologischen Thema über die soziale und verwaltungspolitische Kontrolle von kolonialen Verwaltungen am Beispiel der Kolonie Togo. 2007 erhielt Bettina Zurstrassen einen Ruf auf eine Juniorprofessur für Didaktik der Sozialwissenschaft an die Ruhr-Universität Bochum. Nach positiver Zwischenevaluation wurde sie dort 2010 auf eine Professur für die Fachdidaktik der Sozialwissenschaften berufen.

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