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Neue Ehrungen an der Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 6. September 2017, 14:13 Uhr
Kohse-Höinghaus, Goldbeck, Soufi und Hoyer werden ausgezeichnet

Vier Menschen, die sich um die Universität Bielefeld verdient gemacht haben, werden anlässlich des Jahresempfangs 2017 am 29. September geehrt. Die Universität führt zwei neue Ehrungskategorien ein: die Ehrennadel und die Ehrenmedaille. Ehrensenatoren und Ehrenbürger der Universität gibt es bereits. „Wir haben bisher ausschließlich die Gründergeneration geehrt. Doch jetzt wirft das 50. Jubiläum der Universität im Jahr 2019 seine Schatten voraus. Uns ist klar geworden, dass es an der Zeit ist, eine neue Generation von Menschen zu ehren, die sich über lange Zeit um die Universität verdient gemacht haben“, erklärt der Rektor, Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, und stellt gemeinsam mit Dr. Matthias Buschmeier, dem stellvertretenden Senatsvorsitzenden, diese Personen vor.

Ehrensenatorin: Geehrt werden Personen, die sich um die Universität in herausragender Weise verdient gemacht haben. Mit ihrem Wirken haben sie die Universität national und international sichtbar gemacht beziehungsweise Bedingungen geschaffen, die dies ermöglichen. Die Ehrung wird durch den Senat verliehen, in diesem Jahr erstmals an eine Frau.

Prof'in Dr. Katharina Kohse-Höinghaus. Foto: Universität Bielefeld
Foto: Universität Bielefeld
Die Botschafterin: Prof'in Dr. Katharina Kohse-Höinghaus
Begründung: Katharina Kohse-Höinghaus ist eine der herausragenden Wissenschaftlerinnen der Universität Bielefeld, der sie seit ihrer Berufung als Universitätsprofessorin für Physikalische Chemie 1994 die Treue gehalten hat. Für diese Universität hat sie sogar einen ehrenvollen Ruf nach Princeton/USA abgelehnt. Sie kann auf alle Qualitätsausweise erfolgreicher Forscherinnen verweisen: hohe Drittmitteleinwerbungen, Beteiligung an Verbundforschungsprojekten, hochrangige Publikationen, internationale Vernetzung. Ihre hohe internationale Reputation in ihrem Forschungsfeld Verbrennungschemie zeigen ihre Ehrungen, Gastprofessuren und Vortragseinladungen, die sich über die ganze Welt spannen. Im letzten Jahr wurde sie in China mit gleich drei hochrangigen Auszeichnungen gewürdigt. Katharina Kohse-Höinghaus hat seit Jahren die Anliegen der Wissenschaft engagiert auch in größeren Kontexten vertreten, so zum Beispiel in den Senaten der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft sowie als Präsidentin des internationalen Verbands der Verbrennungsforschung. 2012 wurde sie vom Bundespräsidenten in den Wissenschaftsrat berufen, sie ist Mitglied der Leopoldina, der acatech, der Göttinger und der Nordrhein-Westfälischen Akademien der Wissenschaften. Kohse-Höinghaus ist Gründerin des teutolabs (2000 in ihrem Fach Chemie) und hat damit den Anstoß für zahlreiche Mitmach- und Experimentierlabors für Schülerinnen und Schüler in Deutschland und darüber hinaus gegeben. Ihr wurde für diese Pionierleistung 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande durch den Bundespräsidenten verliehen.

Ortwin Goldbeck. Foto: Goldbeck GmbH
Foto: Goldbeck GmbH
Ehrenbürger: Geehrt werden Personen, die sich in herausragender Weise um die Universität Bielefeld verdient gemacht haben. Mit ihrem Wirken haben sie die Universität Bielefeld unterstützt, ihr Ansehen national und international als exzellenten Standort für Forschung und Lehre aufzubauen und zu stärken. Die Ehrung wird durch den Senat verliehen.

Der Brückenbauer zwischen Universität und Wirtschaft: Ortwin Goldbeck
Begründung: Ortwin Goldbeck – Diplom-Ingenieur und Gründer des gleichnamigen Bauunternehmens hat sich in den vergangenen 20 Jahren um die Universität Bielefeld und die Wissenschaftsstadt Bielefeld in herausragender Weise verdient gemacht. Am sichtbarsten war sein Engagement in den Jahren 2000 bis 2012 als Vorsitzender der Westfälisch-Lippischen-Universitätsgesellschaft (heute Universitätsgesellschaft Bielefeld) und als Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (2006 bis 2014). Ein funktionierender Transfer zwischen Universität und Unternehmen auf vielen Ebenen war sein zentrales Thema. Er stellte Fragen, warb auf beiden Seiten für Verständnis und vermittelte als „Übersetzer“ zwischen den „Welten“. Er sorgte in besonderem Maße für eine neue und intensive Sichtbarkeit der Stärken der Universität in Forschung und Lehre in weiten Kreisen der ostwestfälisch-lippischen Unternehmerschaft und Gesellschaft. Dies ist umso bemerkenswerter, als dass Stadt und Region lange Zeit mit der Universität fremdelten und sich mit dem stark grundlagenorientierten Profil schwer taten. Goldbecks Engagement war ein sehr wichtiger Baustein für ein grundsätzliches Vertrauensverhältnis, auf dem die Universität heute ihre vielfältigen Kontakte und Austauschformate mit Wirtschaft und Gesellschaft aufbauen kann. Im Jahre 2014 tat sich Goldbeck als erster Stifter und als Promoter für die Stiftungsprofessur „Führung von Familienunternehmen“ hervor. Ortwin Goldbeck ist Mitglied im Kuratorium der Stiftung Studienfonds OWL. Die Goldbeck GmbH ist einer von drei Corporate Partnern des Wissenschaftsbüros der Bielefeld Marketing GmbH.

Ehrennadel: Geehrt werden Personen, die sich in besonderer Weise um die Universität verdient gemacht haben. Ihre Leistung geht dabei deutlich über die in der jeweiligen Position zu erwartende hinaus. Die Ehrung wird durch das Rektorat verliehen.

Foto: Universität Bielefeld
Foto: Universität Bielefeld
Die Vorsitzende des Personalrats (1992 bis 2015): Johanna Soufi
Begründung: Johanna Soufi begann 1979 als Chemie-Ingenieurin an der Fakultät für Chemie und engagierte sich früh für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zunächst in der ÖTV-Betriebsgruppe (heute verdi) und ab 1987 als Mitglied im Personalrat. Von 1992 bis 2015 kümmerte sie sich als Vorsitzende hauptamtlich um die Belange der Beschäftigten in Technik und Verwaltung. Ihre Arbeit war durch ihre außerordentlich hohe Identifikation mit der Universität Bielefeld geprägt. Sie fühlte sich dem Wohl der Beschäftigten und dem Wohl der gesamten Universität gleichermaßen verpflichtet und nahm diese Verantwortung mit großer Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit wahr. Ihre persönliche Integrität und fachliche Kompetenz waren allseits anerkannt, so dass sie vielen Universitätsangehörigen Vertrauensperson war. Die Universitätsleitung schätzte sie für die konstruktive Zusammenarbeit und die Beharrlichkeit, mit der sie in komplexen Situationen Klarheit schuf und Lösungen fand.

Ehrenmedaille: Geehrt werden Personen, die sich in besonderer Weise um die Universität verdient gemacht haben. Durch ihr Wirken wurden Brücken zwischen der Universität und der Gesellschaft gebaut, oder Forschung und Lehre in besonderem Maße unterstützt. Die Ehrung wird durch das Rektorat verliehen.

Dr. Michael Hoyer. Foto: Markus Paulussen Fotografie
Foto: Markus Paulußen Fotografie
Der Leiter des Universitätsorchesters: Dr. Michael Hoyer
Begründung: Dr. Michael Hoyer übernahm 1980 die Leitung des Hochschulorchesters Bielefeld (jetzt Universitätsorchester Bielefeld) zunächst ehrenamtlich und seit 1989 im Rahmen eines Lehrauftrags. Als professionell ausgebildetem Dirigenten und Musikwissenschaftler gelingt es ihm seit Jahrzehnten, musikalische Laien an große Werke der Musikgeschichte heranzuführen. Gleichzeitig engagiert er sich bei seiner Arbeit mit dem Orchester auch für Musik jenseits des Mainstream-Repertoires. Aus dem kulturellen Leben der Universität Bielefeld ist das Orchester längst nicht mehr wegzudenken, und seine regelmäßigen Konzerte locken jedes Mal auch zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer von außerhalb der Universität an. Letzteres gilt auch für die Kammermusikreihe. Hier treten – ermöglicht durch Hoyers Kontakte in die Musikwelt – vor allem begabte Nachwuchsmusikerinnen und -musiker auf. Das Geheimnis von Michael Hoyers Erfolg ist neben seinem handwerklichen Können und seiner musikwissenschaftlichen Expertise vor allem sein Enthusiasmus und sein ansteckender Optimismus, der auch vor übermächtig scheinenden Herausforderungen nicht zurückweicht: Er führte mittlerweile drei große Opern mit geringsten finanziellen Mitteln auf. Durch sein für alle sofort erkennbares vorbildliches Engagement gelingt es Michael Hoyer bei solchen Gelegenheiten, die Mitwirkenden nicht nur von der Musik zu begeistern, sondern mit allen gemeinsam auch die erhebliche organisatorische Arbeit zu meistern. Michael Hoyers Arbeit ist von einem jahrzehntelangen Idealismus geprägt, der seinesgleichen sucht.

Weitere Informationen: Alle bisherigen Ehrungen der Universität Bielefeld auf einen Blick: www.uni-bielefeld.de/(de)/profil/geschichte-und-ehrungen/ehrungen/Ehrenbuerger_insert.html

 

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