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Massenmigration: Die Welt aus den Fugen?

Veröffentlicht am 8. April 2016, 14:30 Uhr
Forum offene Wissenschaft beleuchtet Thema aus verschiedenen Perspektiven

Der Streit um die richtige Flüchtlingspolitik hat die Gesellschaft tief gespalten. Ziel der Ringvorlesung Forum Offene Wissenschaft (FOW) im Sommersemester 2016 ist es deshalb, zum Thema Massenmigration die Probleme und Chancen in einem größeren historischen und globalen Kontext zu reflektieren. Professor Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück, eröffnet das Forum am Montag, 11. April, um 18 Uhr im Hörsaal 7. Sein Vortragsthema lautet „Migration und Flucht: Die Geschichte der Gegenwart.“ Professorin Dr. Angelika Epple, Prorektorin für Internationales und Diversität wird in die Vorlesungsreihe einführen: „Migrationsziel Bielefeld? Wie sich die Universität für geflüchtete Studieninteressierte engagiert.“


Befürchtungen greifen um sich, dass die Gesellschaft, dass sogar die Europäische Union durch anhaltende Massenmigration aus den Fugen geraten könnte. Die aufgeheizte Stimmung erzeugt weithin Unwillen, sich mit den Argumenten der jeweils anderen Seite ernsthaft auseinanderzusetzen. In dieser Situation bietet das Forum Offene Wissenschaft eine Gelegenheit, aus wissenschaftlicher Distanz die Streitpunkte zu versachlichen, politische Positionen kritisch zu hinterfragen und im Prozess öffentlicher Meinungsbildung Perspektivenwechsel anzuregen.

Ziel des Forums zum Thema Massenmigration ist es, die Probleme zu reflektieren. Die Grundlagen in Menschenrechten und Völkerrecht, europäischem und nationalem Recht sollen deutlich gemacht werden. Die wirtschaftlichen Ursachen und Folgen der Migration – nicht nur für die aufnehmenden Länder, sondern auch für die Herkunftsländer der Migranten – sollen analysiert werden. Vor allem wollen die Organisatoren dazu beitragen, die grundsätzlichen Schwierigkeiten, aber auch die Chancen der Integration zu verstehen. In den geplanten Vorträgen geht es daher um Analysen der Spannung zwischen Asylrecht und Einwanderungspolitik, der konflikthaften Beziehungen zwischen den Kulturen, besonders den Religionen, der Ursachen von Rechtspopulismus und Hass oder der möglichen Veränderungen in unseren Städten. Genauso wichtig ist die Suche nach Wegen, die Probleme zu bewältigen: nach konzeptionellen Formen der Integration, nach Initiativen und Hilfen für Flüchtlinge vor Ort, aber auch nach Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern. „Die Zukunft der Migration: Wie wird und wie sollte sich unsere Gesellschaft verändern?“ – diese Frage des Abschlussvortrages durchzieht die ganze Vortragsreihe.

Das Forum offene Wissenschaft, das seit mehr als 20 Jahren von einer fächerübergreifenden Arbeitsgruppe organisiert wird, wendet sich sowohl an Studierende aus allen Fächern und Semestern als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt und Umgebung. Der Eintritt ist frei. Das Forum wird durch die Bielefelder Universitätsgesellschaft gefördert und in Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle Wissenschaftliche Weiterbildung organisiert. Die Vorträge finden jeweils montags um 18 Uhr im Hörsaal 7 statt. Alle Vorträge werden durch das Campusradio Hertz 87.9 aufgezeichnet und am folgenden Sonntag in der Rubrik „Der Hörsaal“ gesendet.

Das Programm:

www.uni-bielefeld.de/forum/veranst.html

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