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Humboldt-Professor nimmt seine Arbeit in Bielefeld auf

Veröffentlicht am 21. Oktober 2016, 10:02 Uhr
Der englische Spitzenmathematiker William Crawley-Boevey forscht ab sofort an der Fakultät für Mathematik

Mit Beginn des Wintersemesters hat der Mathematiker Professor Dr. William Crawley-Boevey seine Humboldt-Professur an der Universität Bielefeld angetreten. Die Humboldt-Professur ist mit 3,5 Millionen Euro über fünf Jahre der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands. Die Universität Bielefeld hatte Crawley-Boevey nominiert. Der Wissenschaftler von der Universität Leeds gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet und pflegt bereits seit vielen Jahren enge Kontakte zu Bielefelder Kollegen.


Seit seiner Postdoc-Zeit war William Crawley-Boevey mehrfach an der Universität Bielefeld zu Gast. Von nun an forscht er hier als Humboldt-Professor. Foto: Universität Bielefeld
Seit seiner Postdoc-Zeit war William Crawley-Boevey mehrfach an der Universität Bielefeld zu Gast. Von nun an forscht er hier als Humboldt-Professor. Foto: Universität Bielefeld
„Für meine Forschung zählt die Universität Bielefeld weltweit zu den Top-Adressen“, sagt Crawley-Boevey. Gemeinsam mit Professor Dr. Henning Krause von der Fakultät für Mathematik beschäftigt er sich mit der Darstellungstheorie von Algebren. Dieser Bereich wurde bereits in den 1970er-Jahren an der Universität Bielefeld etabliert und hat hier einen hohen Stellenwert. „In den kommenden fünf Jahren werde ich hier gemeinsam mit meinen Kollegen, Postdocs und Doktoranden richtig gute Forschung machen – es gibt viele äußerst kniffelige Fragen, denen ich mich gerne widmen möchte“, so Crawley-Boevey.

Durch die Humboldt-Professur ist er in den kommenden fünf Jahren von der Lehre befreit. „Ich biete aber dennoch Vorlesungen und Seminare für interessierte Masterstudierende an. Mir gefällt der Austausch mit den Studierenden und ich freue mich, wenn ich meine Begeisterung für Mathematik mit ihnen teilen kann.“

Mit der Universität Bielefeld pflegt Crawley-Boevey eine enge Verbindung, seit er von 1988 bis 1990 als Postdoc im Team des inzwischen emeritierten Professors Dr. Claus Michael Ringel tätig war. „Deshalb freue ich mich besonders, mit seinem Nachfolger Henning Krause nun Seite an Seite in dieser exzellenten Gruppe zu forschen.“

William Crawley-Boevey, geboren 1960 in London, lehrte vor seiner Humboldt-Professur Reine Mathematik an der Universität Leeds. Nach seinem Studium in Cambridge wurde er 1985 promoviert. Anschließend folgten Stationen als Postdoc in Liverpool, Bielefeld, Oxford und Leeds. Er ist Fellow der American Mathematical Society.

Die Alexander von Humboldt-Professur wird seit 2008 von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Für theoretisch arbeitende Wissenschaftler wie Crawley-Boevey ist sie mit 3,5 Millionen Euro dotiert. Mit der Humboldt-Professur möchte die Stiftung deutschen Hochschulen ermöglichen, ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Dadurch geben sie Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten.

Weitere Informationen im Internet:
•    Informationen zur Humboldt-Professur: http://www.humboldt-professur.de/de/
•    Humboldt-Professur verliehen: „Exzellenter Mathematiker“ kommt nach Bielefeld (PM vom 04.05.2016): http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/humboldt_professur_verliehen_exzellenter_mathematiker
•    Mathematik: Universität Bielefeld erhält Humboldt-Professur (PM vom 26.10.2015): http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/mathematik_universit%C3%A4t_bielefeld_erh%C3%A4lt_humboldt


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