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Hans-Ulrich Wehler erhält den Lessing-Preis für Kritik

Veröffentlicht am 8. Mai 2014, 10:09 Uhr
Jury lobt Wehlers Anstöße für eine gesellschaftskritische Debatte

Den Lessing-Preis für Kritik 2014 erhält am 11. Mai der Bielefelder Historiker Professor Dr. Hans-Ulrich Wehler. Den Förderpreis des Lessing-Preises hat Wehler dem Publizisten Albrecht von Lucke zuerkannt. Der Preis wird am Sonntag in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel übergeben. Die Laudatio hält der Hamburger Historiker Dr. Volker Ullrich.


Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler
Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler
Die Jury begründet die Preisverleihung an Wehler unter anderem damit, dass der Historiker Hans-Ulrich Wehler weit über die Grenzen des Fachs hinaus seit vielen Jahren wichtige gesellschaftskritische Debatten in der Bundesrepublik angestoßen, begleitet und weitergeführt hat. Die Jury zeichnet Hans-Ulrich Wehler nicht nur für seine Maßstäbe setzende wissenschaftliche Arbeit aus – beispielhaft das fünfbändige, die Zeit von 1700 bis zur Wiedervereinigung behandelnde Standardwerk Deutsche Gesellschaftsgeschichte (1987-2005) –, sondern auch für seinen Rang im öffentlichen Diskurs, den er auf zahlreichen Gebieten befruchtet hat. Wehler habe, mit dem Mut sich angreifbar zu machen, stets Position bezogen, seine Standpunkte entschieden, leidenschaftlich und polemisch vorgetragen.

Der Lessing-Preis für Kritik wird seit dem Jahr 2000 gemeinsam von der Lessing-Akademie Wolfenbüttel und der Braunschweigischen Stiftung Nord/LB ∙ Öffentliche verliehen. Mit ihm wird, nach dem Vorbild Lessings, Kritik in einem elementaren, fachübergreifenden, auch gesellschaftlich wirksamen Sinn ausgezeichnet: Kritik als bedeutende, geistig und institutionell unabhängige, risikofreudige Leistung. Er ist mit 15.000 Euro dotiert. Zur Besonderheit des alle zwei Jahre vergebenen Preises zählt, dass der Preisträger einen Förderpreisträger eigener Wahl bestimmt. Dieser erhält 5.000 Euro.

Der Bielefelder Historiker Hans-Ulrich Wehler war von 1971 bis zu seiner Emeritierung 1996 Professor für Allgemeine Geschichte mit besonderer Berücksichtigung des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Bielefeld und hat mit seinem sozialwissenschaftlich fundierten Forschungsansatz die Geschichtswissenschaft der Bundesrepublik Deutschland entscheidend beeinflusst. Sein Renommee hat entscheidend zum internationalen Ruf der Universität Bielefeld beigetragen, deren Ehrensenator er seit 2004 ist.

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