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Deutsch-Chinesisches Graduiertenkolleg wird weiter gefördert

Veröffentlicht am 23. August 2010, 15:46 Uhr

DFG sagt finanzielle Unterstützung für weitere viereinhalb Jahre zu

Das Graduiertenkolleg "Stochastik und Modellierung Realer Systeme", ein gemeinsames Projekt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Bielefeld mit Kolleginnen und Kollegen von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking, wird ab sofort für weitere viereinhalb Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt.

Kern des Projektes ist die gemeinsame Ausbildung von Nachwuchsforscherinnen und -forschern im Rahmen eines strukturierten Promotionsstudienganges. So werden ab Herbst diesen Jahres 15 Doktorandinnen und Doktoranden in Bielefeld und 20 bis 25 in Peking gemeinsam in Stochastik und ihren Anwendungen ausgebildet und von chinesischen und deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gemeinsam bei ihren Promotionsvorhaben betreut. Bisher haben über 30 junge Forscherinnen und Forscher im Rahmen dieses Projektes, das ein deutsch-chinesisches Austauschprogramm umfasst, ihre Promotion abgeschlossen. Viele von ihnen arbeiten nun weiter an ihrer wissenschaftlichen Karriere, in Europa ebenso wie in China.

„Wir freuen uns besonders, dass uns die DFG auf der Basis unseres Antrags ein Budget von ca. 2,5 Millionen Euro für die nächsten viereinhalb Jahre bewilligt hat -  das sind knapp eine Million Euro mehr als für die erste Periode. So können wir unsere Doktorandenausbildung weiter verbessern und den jungen Leuten noch stärker helfen, ihr individuelles Potential optimal auszuschöpfen“, erklärt Professor Dr. Michael Röckner, Sprecher des Graduiertenkollegs. „Wir sichten im Moment 120 Bewerbungen aus aller Welt auf die sieben derzeitig ausgeschriebenen Stipendien. Besonders bemerkenswert ist, dass trotz der starken internationalen Konkurrenz unsere Bielefelder Studenten durchaus mithalten können. In der letzten Periode gingen acht der insgesamt 18 Drei-Jahres-Stipendien an Studierende aus Bielefeld.“

Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer zeigte sich über die Weiterförderung außerordentlich erfreut: „Damit wird erneut unterstrichen, dass die Bielefelder Mathematik ein Global Player mit international herausragenden Wissenschaftlern ist. Die Kooperation mit Physikern und Wirtschaftswissenschaftlern zeigt zugleich auch hier, dass das Gründungskonzept der Interdisziplinarität eine der ganz großen Stärken der Universität Bielefeld bleibt.“

Das Internationale Graduiertenkolleg „Stochastics and Real World Models“ (IGK; Sprecher: Prof. Dr. Michael Röckner, Bielefeld, Prof. Dr. Zhi-Ming Ma, Peking) ist ein gemeinsames Projekt der Universität Bielefeld und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Es baut auf einer mehr als zwanzigjährigen Zusammenarbeit der beteiligten Mathematiker und Physiker im Rahmen des Forschungszentrums BiBoS (Bielefeld-Bonn Stochastics) auf, die durch Wissenschaftler aus dem IMW (Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung) verstärkt werden. Finanziert wird das IGK durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Graduiertenkolleg kann dadurch 15 Doktoranden mit Stipendien fördern, regelmäßig Gastvorlesungen von Spezialisten aus aller Welt organisieren und seinen Studenten ein Austauschprogramm mit den Partnern in Peking anbieten.
Das IGK ist eine interdisziplinäre Einrichtung, in der die Ausbildung der Promovenden zu Spezialisten in der Wahrscheinlichkeitstheorie mit deren Anwendungen in Physik und Wirtschaftswissenschaften verknüpft wird.


Weitere Informationen im Internet:
http://igk.math.uni-bielefeld.de/index.html

Kontakt:
Professor Dr. Michael Röckner, Universität Bielefeld
Fakultät für Mathematik
Telefon: 0521 106-4774
Email: roeckner@math.uni-bielefeld.de
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