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Bundesministerium fördert Forschungsprojekt zur Biotechnologie mit insgesamt 2,5 Millionen Euro

Veröffentlicht am 27. Juni 2011, 11:23 Uhr

Für die Verbesserung der Produktionsprozesse in der industriellen Biotechnologie werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultät für Biologie und des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld gemeinsam mit ihren Partnern vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert. Die Universität Bielefeld erhält rund 630.000 Euro. Das Projekt „Genomreduktion von Corynebakterium“ wird von Professor Dr. Volker F. Wendisch koordiniert und hat das Ziel, einen „Katalysator ohne Ballast“ zu entwickeln. Professor Wendisch leitet den Lehrstuhl für Genetik der Prokaryoten der Fakultät Biologie und ist Sprecher des Institute for Genome Research and Systems Biology (IGS) des CeBiTec.

„Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wollen wir zunächst verstehen, welche Bereiche des Genoms von Corynebacterium glutamicum, einem in der Biotechnologie genutzten Bodenbakterium, für sein Überleben wichtig sind und welche für zusätzliche Funktionen relevant sind. Das gewonnene Wissen wollen wir dann anwenden, um bakterielle Produktionsstämme mit erhöhter genetischer Stabilität und gesteigerter Produktivität zu entwickeln“, erläuterten Professor Dr. Volker F. Wendisch und Dr. Jörn Kalinowski, Leiter "Technology Platform Genomics" am CeBiTec. Somit kann dazu beigetragen werden, dass die chemische Industrie nachwachsende Rohstoffe wie Zucker anstelle von Erdöl als Ausgangsbasis für ihre Produkte nutzen kann. „Diese Arbeiten bereiten auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise vor“, so Wendisch weiter, „wie sie im Rahmen der Bioökonomie in mehreren Projekten der Fakultät Biologie und des CeBiTec verfolgt werden.“

Die Biotechnologie steht im Zentrum der Forschungsarbeiten des Centrums für Biotechnologie, der größten zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der Universität Bielefeld. „Insbesondere auf den Gebieten der Genomforschung mit Mikroorganismen und der Bioinformatik haben Forschungsarbeiten dem CeBiTec ein international sichtbares Profil verliehen“, betont Professor Dr. Thomas Noll, der wissenschaftliche Direktor des Centrums für Biotechnologie.

Neben Bielefeld sind die Universität zu Köln, die Evonik Degussa GmbH, die Insilico Biotechnology AG und das Forschungszentrum Jülich weitere Partner. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel überreichte am Dienstag (21. Juni) den Projektpartnern in Jülich einen entsprechenden Bewilligungsbescheid. „Je mehr wir in der Lage sein werden, die Bausteine und Baupläne von biologischen Systemen in ihrer Komplexität zu beschreiben, zu verstehen sowie ihre Reaktion auf äußere Einflüsse vorherzusagen, desto mehr werden wir sie auch zum Vorteil von Mensch und Umwelt technisch nutzen können“, sagte Thomas Rachel. „Deutschland kann auf dem Gebiet der industriellen Biotechnologie auf große Expertise und eine lange Tradition verweisen.“

Weitere Informationen im Internet:
www.cebitec.uni-bielefeld.de

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