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Bielefelder Studentinnen erfolgreich bei „Visionen 2025“

Veröffentlicht am 15. Dezember 2009, 15:21 Uhr

NRW-Minister Laschet zeichnet Projektseminar aus

Die drei Studentinnen im Master Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld Miriam Djabbari, Saskia Fischer und Mareike Gronich haben beim nordrhein-westfälischen Studierendenwettbewerb „Vision 2025: Wie gewinnen wir kreative Köpfe für das Land?“ mit ihrem Modellkonzept eines studentischen Projektseminares den zweiten Platz erreicht. Der Jugendminister des Landes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet überreichte am Freitag, dem 27. November den Studentinnen den mit 1000 Euro dotierten Preis in Düsseldorf.

Miriam Djabbari, Saskia Fischer und Minister Armin Laschet bei der Preisvergabe in Düsseldorf (v.l.) Es fehlt Mareike Gronich, die zur Zeit ein Auslandssemester am King's College in London absolviert.
Miriam Djabbari, Saskia Fischer und Minister Armin Laschet bei der Preisvergabe in Düsseldorf (v.l.) Es fehlt Mareike Gronich, die zur Zeit ein Auslandssemester am King's College in London absolviert.

Die zur Zeit breit geführten Debatten um die Zukunft der Bildung und die „Bildungsrepublik Deutschland“ zeigen deutlich, so die Studentinnen in ihrem Wettbewerbsbeitrag, dass Innovation und Engagement der Studierenden auch an der Basis, also direkt im Lehrbetrieb der Universitäten, gestärkt werden müssen. An die aktuellen Diskussionen anknüpfend, haben sie einen spezifischen Seminar-Typus entwickelt, der einen unmittelbaren Beitrag zur Verbesserung der Hochschullehre leisten soll und der transferfähig ist.

Entwickelt haben die Studentinnen ihr Konzept am Beispiel der Veranstaltung zur Prosa Katharina Hackers, die sie im Sommersemester 2009 organisiert haben. Im Rahmen des Semi-nars fand auch ein Tagesworkshop mit der Autorin statt – gefördert vom Deutschen Literaturfonds und der Literarischen Gesellschaft OWL. Unterstützt wurden die Studentinnen zudem von dem Bielefelder Literaturwissenschaftler Professor Dr. Wolfgang Braungart als Mentor und seiner gesamten Arbeitsgruppe.

Das Konzept des studentischen Projektseminares bezeichnet eine von Studierenden eigenständig inhaltlich geplante und durchgeführte Veranstaltung, die universitär eingebettet ist und durch einen Lehrenden der jeweiligen Fakultät mentoriert wird. Das studentische Projektseminar ist nicht nur an die aktuelle Forschung des wissenschaftlichen Umfeldes angebunden, sondern zugleich praxisorientiert und interdisziplinär ausgerichtet. Durch die Veranstaltung soll der Kontakt von Studierenden zu lokal, regional und landesweit angesiedelten Arbeitsfeldern wie etwa Kultur- und Bildungseinrichtungen, aber auch zu Künstlern, Wissenschaftlern und Vertretern der Wirtschaft hergestellt werden.

„Ziel ist, dass die Studierenden eigeninitiativ und auf hohem wissenschaftlichen Niveau ein Netzwerk aus Kultur, Kunst oder Wirtschaft aufbauen. Die Verknüpfung mit Praktika im universitären Rahmen eröffnet den Studierenden schon frühzeitig und nicht erst in der Phase des Übergangs vom Studium in den Beruf verschiedene Perspektiven in ihrer Region und in NRW“, erläutert Saskia Fischer die Intention des Projektseminars.

Das studentische Projektseminar schafft einen produktiven Raum, in dem Studierende im gegenseitigen Austausch mit professionellen Kulturschaffenden ihr kreatives Potential entfalten können. Die Veranstaltungsform ist eine innovative Mischung aus ‚peer-learning‘ (Studierende lernen von Studierenden) sowie intensiver praktischer Erfahrung. Sie stellt eben deshalb eine Neuerung zur Vertiefung und Erweiterung der akademischen Lehre und Forschung dar. Durch ein nach den eigenen Interessen gestaltetes studentisches Projektseminar tragen die Studierenden selbst zur Verbesserung ihrer Studienbedingungen bei. Das erhöht nicht nur die Freude am Lernen, sondern führt vor allem zu einer höheren Identifikation mit der eigenen Fakultät und Universität.


 

 

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