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Bielefelder Nachwuchswissenschaftler erfolgreich

Veröffentlicht am 19. Juni 2012, 16:06 Uhr
Preise für hervorragende Doktor- und Masterarbeiten

Gleich drei Nachwuchswissenschaftler der Universität Bielefeld haben in den letzten Wochen Preise für ihre hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten erhalten. Ihre Arbeiten kommen aus den Bereichen Biochemie, Chemie und Rechtswissenschaft.


Marcel Frese hat erfolgreich Biochemie studiert.
Marcel Frese hat erfolgreich Biochemie studiert.
Zwei mit 3.000 Euro dotierte Förderpreise hat die Bielefelder Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung für hervorragende Masterarbeiten an Absolventen der Universität Bielefeld vergeben: Marcel Frese (Masterstudiengang Biochemie) und Till Westermann (Masterstudiengang Chemie).
Marcel Frese, geboren 1985, hat Biochemie an der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld studiert und fertigte seine Masterarbeit in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Karsten Niehaus an. In seiner Arbeit widmete er sich dem Bakterium Xanthomonas campestris, welches in der industriellen Biotechnologie zur Produktion des Verdickungsmittels Xanthan verwendet wird. Seit Dezember 2011 promoviert Marcel Frese in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Norbert Sewald an der Universität Bielefeld. Das Ziel ist es, mit Hilfe einer bislang biotechnologisch nicht genutzten Klasse von Enzymen (Biokatalysatoren), den Halogenasen, gezielt Eiweißbausteine (Aminosäuren) zu verändern, um so neue, anders schwerer zugängliche Substanzen herstellen zu können.
Till Westermann untersucht den Zerfall von Molekülen.
Till Westermann untersucht den Zerfall von Molekülen.
Till Westermann, Jahrgang 1985, hat Chemie an der Universität Bielefeld und der Universität Helsinki, Finnland, studiert. Er fertigte seine Masterarbeit in der Arbeitsgruppe Theoretische Chemie bei Professor Dr. Uwe Manthe an. In seiner Arbeit untersuchte Westermann, wie sich ein kleines Molekül in einem molekularen Käfig verhält, wenn es mit Licht bestrahlt wird. Untersuchungen dieser Art sollen helfen, komplexe Alltagsprozesse zu verstehen, zum Beispiel wenn Sonnenstrahlen nach einiger Zeit die Farben verblassen lassen. Wird das kleine farbge-bende Molekül nun mit Licht bestrahlt, zerfällt es und die Farbe bleicht aus. In seiner Arbeit hat Till Westermann aufgrund mathematisch-theoretischer Überlegungen und Rechnungen untersucht, inwiefern ein solcher Zerfall von seiner Umgebung beeinflusst wird. Till Westermann führt die in seiner Masterarbeit begonnenen Untersuchungen derzeit in seiner Doktorarbeit fort.  

Patrick Richters promovierte zu Internationalem Privatversicherungsrecht.
Patrick Richters promovierte zu Internationalem Privatversicherungsrecht.
Der Bielefelder Rechtswissenschaftler Dr. Patrick Richters hat den Hamburger Promotionspreis für Versicherungswissenschaft erhalten. Ausgezeichnet wurde seine im Wintersemester 2011/2012 bei Professor Dr. Ansgar Staudinger, Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld, abgeschlossene Dissertation mit dem Titel „Dienstleistungsfreiheit als Schranke des Internationalen Privatversicherungsrechts“. Darin untersucht Richters die Frage, ob sich die gegenwärtigen Regeln über die internationale Zuständigkeit sowie das anwendbare Recht in Versicherungsstreitigkeiten mit den rechtlichen Anforderungen eines europäischen Binnenmarkts für Versicherungsprodukte vereinbaren lassen. Mit dem interdisziplinären Hamburger Promotionspreis für Versicherungswissenschaft werden jährlich herausragende Dissertationen mit 2.000 Euro prämiert, Stifter sind der Verein zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Hamburg und das Hamburger Zentrum für Versicherungswissenschaft. Dr. Patrick Richters absolviert zurzeit sein juristisches Referendariat im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Edinburgh, Schottland.

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