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Bielefelder erhält Akademiepreis für Physik

Veröffentlicht am 13. November 2014, 10:35 Uhr
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen zeichnet Dr. Andy Thomas aus

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ehrt den Privatdozenten Dr. Andy Thomas von der Universität Bielefeld für seine Forschung zu dem Elektronikbauteil Memristor: Für seine Arbeiten zu künstlichen Nervenzellen erhält Andy Thomas den Akademiepreis für Physik. Der Preis wird am kommenden Samstag (15.11.2014) auf der Akademie-Jahresfeier in der Universität Göttingen verliehen.

Privatdozent Dr. Andy Thomas von der Universität Bielefeld hat gezeigt, wie Memristoren als Synapsen funktionieren können. Foto: Universität Bielefeld
Privatdozent Dr. Andy Thomas von der Universität Bielefeld hat gezeigt, wie Memristoren als Synapsen funktionieren können. Foto: Universität Bielefeld
Der Physiker Andy Thomas nutzt die Eigenschaften von sehr dünnen Elektronikbauteilen, um künstliche nervenartige Strukturen zu schaffen. Er setzt ein neuartiges ultradünnes Bauteil, den Memristor, ein. Andy Thomas zeigte zum Beispiel, dass die von ihm eingesetzten Memristoren ähnlich auf Signalfolgen reagieren wie Nervenzellen. Er analysierte, wie stark der Strom sein und wann er fließen muss, damit der Memristor gestärkt oder geschwächt wird wie eine Synapse – die Verbindung, über die Nervenzellen in Kontakt treten.

Andy Thomas (Jahrgang 1975) lehrt und forscht an der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA, kehrte er 2005 nach Bielefeld zurück, wo er sich 2009 habilitierte und eine Nachwuchsforschergruppe leitet. Diese Nachwuchsforschergruppe mit ihrer hochaktuellen Thematik der Memristoren wurde von 2009 bis Oktober dieses Jahres mit einer Million Euro vom Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen gefördert.

Den Akademie-Preis für Physik verleiht die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen seit 1957. Sie ehrt damit hervorragende Arbeiten aus der Experimentalphysik, der theoretischen und der angewandten Physik. Die Arbeiten müssen in den vergangenen drei Jahren von Forschern unter 40 Jahren, die keinen planmäßigen Lehrstuhl an einer deutschen Universität oder technischen Hochschule innehaben, in Deutschland veröffentlicht worden sein. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.
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