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BGHS veranstaltet Tagung zur Zukunft von Graduiertenschulen

Veröffentlicht am 16. März 2016, 15:14 Uhr
Thema in Bielefeld ist die Promotionsausbildung nach 2017

Die Bielefelder Graduiertenschule für Geschichtswissenschaft und Soziologie (BGHS) veranstaltet heute und morgen, 16. und 17. März 2016, die Tagung „Perspektive 2017+“. Dabei geht es um die Zukunft der Graduiertenschulen in Deutschland, die zurzeit noch im Rahmen der Exzellenzinitiative finanziert werden. Angemeldet haben sich Kolleginnen und Kollegen von über 20 Graduiertenschulen bundesweit, die Graduiertenschule Chemische Biologie der Universität Konstanz nimmt ebenso teil wie die Graduate School of Analytical Sciences Adlershof (SALSA) der Humboldt-Universität zu Berlin oder die Bremen International Graduate School of Social Sciences der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen (BIGSSS).


Prorektor Prof. Dr. Martin Egelhaaf (5. v.l.) mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der BGHS-Konferenz. Thema ist die Zukunft der Graduiertenschulen. Foto: Thomas Abel/BGHS
Prorektor Prof. Dr. Martin Egelhaaf (5. v.l.) mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der BGHS-Konferenz. Thema ist die Zukunft der Graduiertenschulen. Foto: Thomas Abel/BGHS
Im Oktober 2017 endet die zweite Phase der Exzellenzinitiative, mit der Bund und Länder Spitzenforschung an deutschen Universitäten fördern. Ende Januar 2016 hat die Imboden-Kommission ihren Evaluationsbericht zur Exzellenzinitiative vorgelegt. Sie sieht die Exzellenzinitiative als erfolgreiches Programm zur Verbesserung von Qualität und internationaler Wettbewerbsfähigkeit an deutschen Hochschulen und empfiehlt, das Programm auch nach 2017 weiterzuführen. Wie genau die weitere Förderung aussehen soll, darüber gehen die Meinungen in Politik und Wissenschaft weit auseinander.

Wenn es nach der Imboden-Kommission geht, wird es nach 2017 für die Graduiertenschulen, die seit 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichtet wurden, keine weitere Förderung mehr geben, da sich in den vergangenen Jahren strukturierte Promotionsprogramme an den meisten Universitäten und Disziplinen etabliert hätten. Die Nachhaltigkeit einer strukturierten Graduiertenförderung liege jetzt in der Verantwortung der Universitäten, während mit den Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) weiterhin Fördermöglichkeiten für thematisch fokussierte Promotionsprogramme zur Verfügung stünden.

Die BGHS, die seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert wird und an der derzeit rund 120 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Bereichen Geschichtswissenschaft und Soziologie forschen, möchte sich aktiv an der Debatte um die Zukunft der Graduiertenschulen beteiligen. „Gut anderthalb Jahre vor dem Ende der zweiten Förderphase der Exzellenzinitiative hat die BGHS bereits ein Zukunftskonzept entwickelt“, so Professor Dr. Thomas Welskopp, Direktor der BGHS. Ganz ohne eine zusätzliche Förderung durch Drittmittel sei die Fortführung in der mittlerweile erreichten Qualität aber schwierig.

Beim Treffen in Bielefeld sollen daher gemeinsam Empfehlungen zur Zukunft der Graduiertenschulen an deutschen Hochschulen erarbeitet werden, um die erfolgreich etablierten Strukturen zu verstetigen und weitere Bereiche der Hochschulen einzubeziehen. Damit wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz Argumentationshilfen für Entscheidungsprozesse auf Länder- und Bundesebene und in Politik, Wissenschaft und Hochschulpolitik zur Verfügung stellen. Sie wollen deutlich machen, wie wichtig Graduiertenschulen als Institutionen wissenschaftlicher Nachwuchsforschung und -förderung an Universitäten heute sind und für eine weitere Förderung werben. Aus ihrer Sicht tragen Graduiertenschulen in hohem Maße zur Qualität und zur Attraktivität des deutschen Wissenschaftssystems und deutscher Hochschulen bei. Als Orte der Interdisziplinarität, Innovation, Mobilität und Internationalität sind sie attraktive Zentren für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus der ganzen Welt.

Zitate:
Professor Dr. Martin Egelhaaf, Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung an der Universität Bielefeld:
„Die Idee einer gemeinsamen, themenoffenen und internationalen Graduiertenschule zwischen Geschichtswissenschaft und Soziologie an der Universität Bielefeld hat sich bewährt. Seit 2008 ist die BGHS ein zentraler Ort des Austauschs, Dialogs und Miteinanders zwischen den Disziplinen. Und was auf der Ebene der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler schon jetzt erfolgreich praktiziert wird, könnte in Zukunft auch ein Vorbild für eine intensivere Kooperation zwischen den etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sein.“

Professor Dr. Thomas Welskopp, Direktor der Bielefelder Graduiertenschule für Soziologie und Geschichtswissenschaft:
„Im Mittelpunkt der BGHS stehen die Promovierenden. Ihnen möchte die Graduiertenschule exzellente Bedingungen zur Durchführung ihrer Forschungsprojekte bieten und Freiräume eröffnen, sich zu selbstbestimmten Forscherpersönlichkeiten zu entwickeln. Denn die Doktorandinnen und Doktoranden sind es, die den lebendigen Austausch zwischen den Disziplinen entscheidend befördern und mittragen. Es sind diese jungen, kreativen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die den ,BGHS spirit‘ leben und die dafür sorgen, dass innovative Forschungsfragen gestellt werden.“  

Dr. Sabine Schäfer, Geschäftsführerin der Bielefelder Graduiertenschule für Soziologie und Geschichtswissenschaft:
„Wir von der BGHS-Geschäftsstelle gehen in der Ausgestaltung unseres Programms auf die Wünsche unserer Promovierenden ein. Und wir verfolgen dabei das inhaltliche Konzept der BGHS, das Interdisziplinarität, Internationalität und Mitbestimmung der Promovierenden einschließt, ganz einfach, weil es wirklich gut ist. Und natürlich lernen wir durch den Austausch mit den Promovierenden und internen und externen Partnern im Sinne eine ,learning community‘ ständig dazu. Das fördert Innovationen.“

Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/bghs/


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