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BGHS-Jahrestagung: Der Nationalstaat in der Diskussion

Veröffentlicht am 6. Juli 2017, 09:08 Uhr
Bielefeld Graduate School in History and Sociology der Universität Bielefeld

Nicht nur Mauern und Schlagbäume schaffen Grenzen. Auch im akademischen Diskurs ist der Nationalstaat nach wie vor ein wichtiges Eingrenzungskriterium und verstellt dabei manchmal den Blick auf das große Ganze. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) organisieren vom 13. bis 15. Juli die 9. internationale Jahrestagung der BGHS, um die „Grenzen in den Köpfen“ von Soziologen und Historikern zu enttarnen und aufzubrechen.
 
Die Organisatorinnen und Organisatoren des Annual Seminars (v. l.): Sebastian Matthias Schlerka, Pinar Sarigöl, Britta Dostert, Julia Engelschalt und Lasse Bjoern Lassen.
Die Organisatorinnen und Organisatoren des Annual Seminars (v. l.): Sebastian Matthias Schlerka, Pinar Sarigöl, Britta Dostert, Julia Engelschalt und Lasse Bjoern Lassen. Foto: BGHS, T. Abel 
In den einzelnen Panel-Sitzungen präsentieren die Forschenden ihre Zugänge und Erkenntnisse zur globalen Dimension von Geschichte und Soziologie anhand ihrer eigenen Themen und Doktorarbeiten. Die Panels sind thematisch geordnet und beschäftigen sich beispielsweise mit der globalen Dimension multilateraler Konflikte, weltweiter Migration oder dem Erbe kolonialer Imperien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hinterfragen im Austausch, ob und inwieweit sich die Kategorie des Nationalstaats - auch in der Forschungspraxis - überwinden lässt.

Neben den 17 BGHS-Promovierenden präsentieren zwei namhafte Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin Keynotes zu Themen globaler Verflechtung: Professorin Dr. Saskia Sassen von der Columbia University New York, Dr. Drew Thompson vom Bard College aus dem Bundesstaat New York (beide USA) und Professor Dr. Ahmet Öncü von der Sabanci-Universität Istanbul (Türkei). Abgerundet wird das Programm von einem Vortrag der Künstlerin Karina Smigla Bobinski über ihre Installation „ADA“, die gleichzeitig das zentrale Bildmotiv der Konferenz darstellt.

Die dreitägige BGHS-Tagung findet im X-Gebäude der Universität Bielefeld statt. Noch vor dem eigentlichen Beginn findet am Mittwoch, 12. Juli um 18 Uhr in X-B2-103 der First Interdisciplinary Dialogue („Erster Interdisziplinärer Dialog“) statt, bei dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld wie Professorin Dr. Ursula Mense-Petermann, Professorin Dr. Angelika Epple, Professorin Dr. Eleonora Rohland sowie Gastprofessor Dr. Alan Lessoff das Konfe-renzthema aus interdisziplinärer Perspektive diskutieren werden. Die Konferenzsprache ist Englisch, die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren. Für die Veranstaltung am Mittwochabend bitten die Organisatorinnen und Organisatoren um Anmeldung bei der BGHS-Geschäftsstelle (bghs@uni-bielefeld.de).

Die BGHS ist eine Einrichtung zur strukturierten Promotionsausbildung in der Geschichtswissenschaft und der Soziologie an der Universität Bielefeld. Sie ist international, thematisch offen für die inhaltliche Bandbreite der beteiligten Fächer und lebt vom interdisziplinären Austausch. Sie wird seit 2007 als Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Derzeit läuft die zweite Förderphase bis 2017. Ab November 2017 erhalten alle Graduiertenschulen, so auch die BGHS, eine zweijährige Anschlussfinanzierung im Rahmen der auslaufenden Exzellenzinitiative.

Weitere Informationen:
Tagung und Programm unter: http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/2017.html

Kontakt:
Lasse Bjoern Lassen, Universität Bielefeld
Bielefeld Graduate School in History and Sociology
Tel. 0521 106-6519 
E-Mail: lasse_bjoern.lassen@uni-bielefeld.de 

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