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Becherstapeln – wissenschaftlich betrachtet

Veröffentlicht am 8. Juli 2013, 15:54 Uhr
Bielefelder Wissenschaftlerin erhält Dissertationspreis der deutschen Gesellschaft für Psychologie

„Speed stacking“ ist ein Geschicklichkeitssport aus den USA. Die Teilnehmenden müssen möglichst schnell mit speziellen Plastikbechern vorgegebene Anordnungen auf- und wieder abstapeln. Eine Herausforderung für Auge, Hirn und Hände zugleich. Wie das zu bewältigen ist, hat Dr. Rebecca Förster von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft der Universität Bielefeld in ihrer Dissertation untersucht – und damit Ende Juni den dritten Platz beim Dissertationswettbewerb der Fachgruppe Allgemeine Psychologie der deutschen Gesellschaft für Psychologie belegt.


Beim „speed stacking“ ist Tempo gefragt.
Beim „speed stacking“ ist Tempo gefragt.
Die ausgezeichnete Dissertation trägt den Titel „Eye movements, attention, and memory processes during sensorimotor learning and automatization“ (Augenbewegungen, Aufmerksamkeit und Gedächtnisprozesse während sensomotorischem Lernen und Automatisieren). Hinter dem sachlichen Titel steht eine spannende empirische Forschung, in der Rebecca Förster psychologische Automatisierungstheorien beim Erlernen des „speed stacking“ untersuchte. Im Vordergrund standen besonders folgende Fragen: Wie nutzen wir unsere Augen, um komplexe Bewegungen blitzschnell auszuführen? Welche Information berücksichtigen wir, um unsere Aufmerksamkeit und unsere Augen zu steuern und wie verändern sich diese kognitiven Prozesse im Verlauf des Lernens und Automatisierens der Bewegung?

Die Finalistinnen und Finalisten beim Dissertationspreis der deutschen Gesellschaft für Psychologie, darunter die Bielefelderin Dr. Rebecca Förster (vorne rechts).
Die Finalistinnen und Finalisten beim Dissertationspreis der deutschen Gesellschaft für Psychologie, darunter die Bielefelderin Dr. Rebecca Förster (vorne rechts).
Mit ihrer Präsentation konnte sich Rebecca Förster in einem Feld von zehn zur Endausscheidung nach Dresden eingeladenen Kandidatinnen und Kandidaten behaupten. Insgesamt gab es 22 Bewerbungen von 15 verschiedenen Universitäten. Teilnahmeberechtigt waren in den Jahren 2011 bis 2013 an deutschsprachigen Universitäten abgeschlossene Arbeiten. Rebecca Förster hat bei Professor Dr. Werner Schneider im Bereich Neurokognitive Psychologie der Universität Bielefeld promoviert. Unterstützt wurde sie dabei durch ein Stipendium des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (Cognitive Interaction Technology – CITEC).

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