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Ausgezeichnete Universitätsabschlüsse 2016

Veröffentlicht am 8. Dezember 2016, 13:15 Uhr
Themen von Adoption bis Bürostuhl, von Chemie bis Geschichte

Am Absolvententag der Universität Bielefeld erhielten Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2016 für herausragende Leistungen Auszeichnungen und Preise.


Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie: Claudia-Huerkamp-Preis

Die Preisträgerinnen Stella Pölkemann (l.) und Janine Potthast. Foto Universität Bielefeld
Die Preisträgerinnen Stella Pölkemann (l.) und Janine Potthast. Foto: Universität Bielefeld
Den Claudia-Huerkamp-Preis 2016 in der Kategorie Bachelorarbeit erhielt Janine Potthast, geb. Goos für ihre Arbeit zum Thema „Die Verbindung von Historizität und Fiktionalität – Der Einsatz des historischen Jugendromans im wissenschaftsorientierten Geschichtsunterricht“. Sie untersucht in ihrer Bachelorarbeit die Möglichkeit, historische Jugendromane im Geschichtsunterricht einzusetzen. Sie zeigt daran, wie sich Historizität und Fiktionalität so verbinden lassen, dass der Unterricht dadurch bereichert wird.

Die beste Masterarbeit hat Stella Pölkemann angefertigt, ihr Thema: „Der Bürostuhl – ein Objekt der Moderne. Zwischen Ästhetisierung, Ergonomisierung und Rationalisierung“. Am Bürostuhl lassen sich wandelbare Vorstellungen von Arbeit, Körper und Ästhetik ablesen. In ihm manifestieren sich Ideen von Fortschritt, Modernisierung und Rationalisierung. Die mit der Masterarbeit gelegte Materialbasis wird derzeitig im Rahmen eines durch die Heinrich-Böll-Stiftung geförderten Dissertationsprojektes durch explorierende Recherchen erweitert und als Promotionsthema vertieft.

Bereits zum zehnten Mal vergibt die Fakultät den Absolventinnenpreis, vorgeschlagen von der Forschungs- und Gleichstellungskommission. Der Preis erinnert an die vor 17 Jahren ver-storbene Wissenschaftlerin der Fakultät, Claudia Huerkamp, und soll die wissenschaftliche Karriere von Frauen fördern. Huerkamp war von 1976 bis zu ihrem frühen Tod Mitarbeiterin der Fakultät und beschäftigte sich thematisch unter anderem mit Frauen- und Geschlechtergeschichte.

Fakultät für Gesundheitswissenschaften: AOK-Förderpreise

Preisverleihung des AOK-Förderpreises (v.l.): Prof. Dr. Ralf E. Ulrich, Linda Hartmann, Dr. Christoph Dockweiler, Stella Leonie Duwendag, Sarah Zimmer, Judith Wenner und Ludger Gochermann (AOK NordWest). Foto: Universität Bielefeld
Preisverleihung des AOK-Förderpreises (v.l.): Prof. Dr. Ralf E. Ulrich, Linda Hartmann, Dr. Christoph Dockweiler, Stella Leonie Duwendag, Sarah Zimmer, Judith Wenner und Ludger Gochermann (AOK NordWest). Foto: Universität Bielefeld
Die AOK NordWest ehrte vier Absolventinnen und einen Absolventen der Fakultät für Gesundheitswissenschaften für die besten Abschlussarbeiten im Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengang. Die Arbeiten zeichnen sich zum einen durch die herausragende Leistung aus und zum anderen durch ihre Bedeutung für das Gesundheitswesen.

Im Bachelorstudiengang Health Communication wurden zwei Absolventinnen ausgezeichnet: Stella Leonie Duwendag (Die Bedeutung von Health Literacy in der Palliativversorgung) und Linda Hartmann (Rauch- und Trinkverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen - Wie wird das Risikoverhalten in der Jugendphase beeinflusst?).

Die besten Abschlussarbeiten im Masterstudiengang Public Health schrieben Sarah Zimmer und Judith Wenner. Zimmer beschäftigte sich mit Verkehrsunfällen mit Fußgängern und Radfahrern in der Stadt Bielefeld. Wenner befasste sich bei ihrer Masterarbeit in englischer Sprache mit dem Gesundheitszustand und der Inanspruchnahme gesundheitlicher Versorgung von Kindern mit unsicherem rechtlichen Aufenthaltsstatus in Deutschland.

Als beste Doktorarbeit wurde die Dissertation von Dr. Christoph Dockweiler zum Thema „Adoption und Akzeptanz telemedizinischer Leistungen aus Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer“ geehrt.


Fakultät für Chemie: Förderpreis der Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung für hervorragende Masterarbeiten und Masterpreis der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie

Auf Vorschlag der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld hat die Bielefelder Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung die beiden Masterabsolventinnen Isabell Kemker (Biochemie) und Carina Dargel (Chemie) für ihre hervorragenden Masterabschlüsse im Jahr 2016 mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Preisträgerin Isabell Kemker. Foto: Universität Bielefeld
Preisträgerin Isabell Kemker.
Foto: Universität Bielefeld
Isabell Kemker fertigte ihre Masterarbeit zum Thema RGD-Peptide in der Arbeitsgruppe Organische und Bioorganische Chemie von Professor Dr. Norbert Sewald. RGD-Peptide bestehen aus Aminosäuren und können über ihre Sequenz an Zelloberflächenproteine binden. Die medizinische Konsequenz daraus ist: RGD-beschichtete Implantate können besser im Körper integriert werden und RGD-Wirkstoffe können als Krebsmedikament eingesetzt werden. Seit März 2016 promoviert Kemker in der Arbeitsgruppe von Sewald und führt die Thematik fort.

 

Preisträgerin Carina Dargel, Foto: Universität Bielefeld
Preisträgerin Carina Dargel.
Foto: Universität Bielefeld

Carina Dargel untersuchte in ihrer Masterarbeit in der Arbeitsgruppe Physikalische und Biophysikalische Chemie von Professor Dr. Thomas Hellweg das Saponin Escin. Escin ist ein Extrakt aus der Rosskastanie und zeigt Wechselwirkungen mit Zellmembranen, die zum Beispiel in Rosskastanienpräparaten bei Venenleiden ihre Verwendung finden. 

Die Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung wurde in Erinnerung an den 1993 verstorbenen Bielefelder Apotheker und Lebensmittelchemiker Friedrich Wilhelm Helweg ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist es, förderungswürdige Examensarbeiten aus dem naturwissen-schaftlichen Bereich der Universität Bielefeld zu prämieren.

Preisträger Tobias Krüger, Foto: Universität Bielefeld
Preisträger Tobias Krüger.
Foto: Universität Bielefeld
Den Masterpreis der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) erhielt Tobias Krüger (Biochemie) für seine Arbeit zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten. Hierbei bearbeitete er ein gemeinschaftlich von der Arbeitsgruppe Organische und Bioorganische Chemie (Leitung Professor Dr. Norbert Sewald) und der Arbeitsgruppe Biochemie I (Leitung Professor Dr. Thomas Dierks) eingeworbenes Drittmittelprojekt. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate werden in der Medizin genutzt, um zum Beispiel bei einer Chemotherapie die Wirkstoffe gezielt dem Tumorgewebe zuzuführen. Seit Februar 2016 promoviert Krüger in der Arbeitsgruppe von Sewald und führt das Kooperationsprojekt fort.

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) ist mit 6.000 Mitgliedern aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Industrie die größte biowissenschaftliche Fachgesellschaft Deutschlands. Ihre Aufgabe ist die Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Biochemie und in den molekularen Biowissenschaften.

Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/absolvententag

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