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„Auf Augenhöhe - Zur Bedeutung der Menschenwürde in Medizin und Gesundheitswesen“

Veröffentlicht am 31. Mai 2016, 10:32 Uhr
Anmeldungen zur Jahrestagung ab sofort möglich

Können wir uns Menschenwürde im Krankenhausbetrieb überhaupt noch leisten? Dürfen wir demente Patienten anlügen, nur weil sie es nicht merken? Und wie müssen wir mit Embryonen umgehen, wenn wir davon ausgehen, dass sie eine Menschenwürde besitzen? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin vom 22. bis 24. September. Wer Vorträge dazu von Expertinnen und Experten aus der Schweiz, Dänemark, Norwegen, Japan und ganz Deutschland hören möchte, kann sich jetzt anmelden unter: http://uni-bielefeld.de/aem2016/anmeldung.html. Während die Vorträge kostenpflichtig sind, können Interessierte die Eröffnungsveranstaltung am 22. September mit einem Vortrag von Bundestagspräsidentin a. D. Professorin Dr. Rita Süssmuth kostenfrei und ohne Anmeldung besuchen. Ausgerichtet wird die Tagung unter dem Titel „Auf Augenhöhe – Zur Bedeutung der Menschenwürde in Medizin und Gesundheitswesen“ von der Fakultät für Philosophie der Universität Bielefeld. Die Tagungssprache ist Deutsch.

Wie können Ärzte auf Augenhöhe mit Patienten kommunizieren? Das wird auf der Jahresta-gung diskutiert. Foto: andreas130 – Fotolia.com
Wie können Ärzte auf Augenhöhe mit Patienten kommunizieren? Das wird auf der Jahrestagung diskutiert. Foto: andreas130 – Fotolia.com
Auf der Tagung wird das Thema Menschenwürde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: philosophisch, theologisch, rechtswissenschaftlich, medizinisch-praktisch und pflegerisch. „In den letzten Jahren gibt es ein stetig steigendes Interesse an Ethik und Ethikberatung in Krankenhäusern, Altenheimen und zunehmend auch in der ambulanten medizinischen Versorgung. Da tut sich momentan einiges. Wir möchten diese positive Entwicklung gerne mit vorantreiben“, sagt Professor Dr. Ralf Stoecker, der an der Universität Bielefeld zur Menschenwürde in der Philosophie und zur Ethik in der Medizin forscht. „Das Thema wird immer wichtiger, weil die Medizin immer mehr leisten kann und auch ethische Fragen zunehmend komplexer werden: Unter welchen Umständen ist welche Form der Behandlung für einen Patienten angemessen? Welche Umgangsformen zwischen professionell Handelnden und Betroffenen wollen wir pflegen? Wie gehen wir mit Menschen um, die keine Möglichkeit zur Einwilligung in eine Behandlung haben?“

Die Akademie für Ethik in der Medizin, um deren Jahrestagung es sich handelt, ist die deutsche Fachgesellschaft aller in der Medizinethik Tätigen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs über ethische Fragen in der Medizin, der Pflege und im Gesundheitswesen zu fördern. Die Tagung wird von der Universität Bielefeld in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Bielefeld und den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ausgerichtet.

Weitere Informationen im Internet:
Informationen zur Volxtheaterwerkstatt zum Thema „Menschen-würde“ am 7. Juni 2016: http://uni-bielefeld.de/aem2016/index.html

Tagungsprogramm: http://uni-bielefeld.de/aem2016/programm.html

Anmeldung: http://uni-bielefeld.de/aem2016/anmeldung.html

Anmeldung zum Präkonferenzsymposium „Künstliche Intelligenz in Pflege und Betreuung“ (für Studierende und Forschende von Universität und Fachhochschule Bielefeld kostenfrei): ethics@lists.cit-ec.uni-bielefeld.de

Präkonferenzsymposium: Menschenwürde bis zuletzt – Jüdische Positionen zur Sterbehilfe, ausgerichtet vom Klinikum Bielefeld

Homepage der Praktischen Philosophie der Universität Bielefeld: www.uni-bielefeld.de/philosophie/forschung/praktisch/
 
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