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Technische Fakultät

Orientierungsstipendien für Master-Studentinnen

Veröffentlicht am 14. November 2018

An der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld ist die
Erhöhung des Frauenanteils ein zentrales Ziel. Handlungsbedarf
besteht insbesondere an der Schnittstelle zwischen Masterabschluss
und Berufseinstieg, um talentierte Absolventinnen für eine
wissenschaftliche Karriere zu gewinnen.

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Gesendet von SKonermann in Allgemein

Zusammenarbeit von ZB MED mit Bioinformatik-Netzwerk

Veröffentlicht am 26. Oktober 2018
Gemeinsame Entwicklung von Informationsdiensten für die Lebenswissenschaften geplant

Bereits seit einiger Zeit planen ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und de.NBI – Deutsches Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur eine strategische und inhaltliche Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Lebenswissenschaften. Die Geschäftsstelle des de.NBI-Netzwerks ist am Centrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld angesiedelt. Mit einem Kooperationsvertrag haben nun ZB MED und die Universität Bielefeld die Zusammenarbeit auf die Zukunft ausgerichtet. Ziel ist es, gemeinsam komplementäre Informationsdienste für die Lebenswissenschaften anzubieten. Zu diesem Zweck wird unter anderem die gemeinsame Berufung einer W3-Professur anvisiert.
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Gesendet von ALauterbach in Forschung

In 48 Stunden zum Technologie-Startup

Veröffentlicht am 25. Oktober 2018

Zum zweiten Mal Hackdays am Exzellenzcluster CITEC 

Ihre Themen reichen von Robotik über Spracherkennung bis hin zu Virtueller Realität: Rund 60 potenzielle Firmengründerinnen und -gründer kommen von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Oktober im CITEC-Gebäude auf dem Campus Nord in Bielefeld zusammen. Innerhalb von 48 Stunden entwickeln sie Konzepte für Technologie-Startups und greifen dafür auf neues Wissen aus der Forschung zurück. Für die „Hackdays“ kooperieren der Exzellenzcluster CITEC der Universität Bielefeld und die Founders Foundation, eine Initiative zur Förderung von Startup-Gründerinnen und Gründern. In einer öffentlichen Präsentation am Sonntag bewertet eine Jury die Ergebnisse. Das Gewinnerteam erhält Zugang zu Gründungsstipendien in Höhe von bis zu 40.000 Euro.

Zu den ersten Hackdays am Exzellenzcluster CITEC kamen im vergangenen Jahr 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Foto: Founders Foundation
Zu den ersten Hackdays am Exzellenzcluster CITEC kamen im vergangenen Jahr 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Foto: Founders Foundation
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus dem Exzellenzcluster CITEC, aus weiteren Einrichtungen der Universität Bielefeld und aus der Wirtschaft. Unter ihnen sind zum Beispiel Forschende aus Informatik, Psychologie und Mathematik, ebenso Fachleute für Software- und Hardware-Entwicklung, Grafikdesign und Betriebswirtschaft.[Weiterlesen]
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Kein neuer Exzellenzcluster für Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 28. September 2018
Rektor Sagerer: „Intelligente Systeme bleiben Forschungsschwerpunkt“

Der beantragte neue Exzellenzcluster der Universität Bielefeld hat sich in der finalen Runde der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder nicht durchgesetzt.


Im Wettbewerb zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland wurde der Bielefelder Antrag heute (27.09.2018) nicht bewilligt.  
Rektor Sagerer ist enttäuscht, blickt jedoch nach vorn: „Interaktive Intelligente Systeme sind und bleiben auch ohne die Exzellenzförderung ein zentraler Forschungsschwerpunkt der Universität Bielefeld. Noch mehr: Wir werden diesen Bereich – insbesondere im Kontext der Medizin – weiterentwickeln. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher gehören zu den herausragenden Vertreterinnen und Vertretern ihres Fachs. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Forschungsbereich zu einem der drittmittelstärksten der Universität Bielefeld entwickelt. Wir werden uns jetzt auf weitere Förderformate, wie zum Beispiel Sonderforschungsbereiche, fokussieren.“
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Gesendet von ALauterbach in Forschung

20 Jahre Biotechnologie an der Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 18. September 2018
Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) feiert Jubiläum

Die moderne Biotechnologie umfasst als interdisziplinäre Forschungsrichtung verschiedene naturwissenschaftliche Zweige sowie Bereiche der Informatik. Mit der Gründung des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) vor 20 Jahren hat die Universität Bielefeld ihre Forschungsaktivitäten in diesen Disziplinen gebündelt. Aus diesem Anlass feiert das CeBiTec am Montag, 24. September, ab 14.30 Uhr im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld sein Jubiläum.


Das Laborgebäude des CeBiTec. Foto: Universität Bielefeld
Das Laborgebäude des CeBiTec. Foto: Universität Bielefeld
Der Festakt bietet den geladenen Gästen aus Politik, Kultur und Wissenschaft nicht nur einen Rückblick auf die Gründung und Entwicklung des CeBiTec, sondern auch einen Ausblick auf künftige Perspektiven der Biotechnologie. Internationale und nationale Sprecherinnen und Sprecher tragen vor. Darüber hinaus führt das Theater Bielefeld Ausschnitte des Musicals „Das Molekül“ auf.
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Roboter zum Gernhaben

Veröffentlicht am 14. September 2018

Neues Projekt entwickelt sympathischen Roboter

Wie können Roboter das private Leben bereichern? Das untersucht ein Forschungsteam in dem neuen Projekt VIVA. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen einen ausdrucksstarken, sozialen Roboter entwickeln, der als vertrauensvoll und sympathisch wahrgenommen wird. In dem Projekt kooperieren Forschende aus dem Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld, der Universität Augsburg und der Fachhochschule Bielefeld mit drei Unternehmen aus der IT-Branche. In einer Auftaktkonferenz vom 19. bis zum 21. September im CITEC-Gebäude kommen die Projektbeteiligten zusammen, um sich wissenschaftlich auszutauschen.

Die Forschenden des Exzellenzclusters CITEC arbeiten in dem Projekt VIVA anfangs mit dem sozialen Roboter Pepper. Im Lauf des Projekts wollen sie einen eigenen Roboter entwickeln.Foto: Friso Gentsch/CITEC
Die Forschenden des Exzellenzclusters CITEC arbeiten in dem Projekt VIVA anfangs mit dem sozialen Roboter Pepper. Im Lauf des Projekts wollen sie einen eigenen Roboter entwickeln. Foto: Friso Gentsch/CITEC

„In der Industrie sind Roboter längst etabliert. Im privaten Bereich sieht es noch anders aus“, sagt Professorin Dr. Friederike Eyssel aus dem Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC). „Wir nutzen bereits viele technische Assistenten, die uns im Alltag helfen oder unser Sozialleben unterstützen. Mit wachsender Verbreitung dieser Systeme wird es immer zentraler, dass Menschen sie akzeptieren und ihnen vertrauen.“

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Gesendet von ALauterbach in Forschung

Studierende wollen Nanopartikel ohne Schadstoffe herstellen

Veröffentlicht am 17. August 2018
Bielefelder Projekt im internationalen iGEM-Wettbewerb in Boston (USA)

Nanopartikel gewinnen in der Medizin und der Forschung immer mehr an Bedeutung. Durch ihre geringe Größe kommen sie beispielweise bei der Behandlung von Tumoren zum Einsatz. Bisher wurden Nanopartikel oft durch chemische Methoden gewonnen. Auf diese Weise entstehen Verunreinigungen und Rückstände, weshalb sie nur bedingt an Menschen einsetzbar sind. Neun Studierende der Universität Bielefeld stellen sich dieser Herausforderung und arbeiten an einer biologischen Methode, um Nanopartikel zu gewinnen. Damit sollen die Partikel schadstofffrei sein und kein Gesundheitsrisiko mehr darstellen. Die Studierenden aus unterschiedlichen Studiengängen der Universität Bielefeld nehmen mit ihrem Vorhaben am diesjährigen iGEM-Wettbewerb in Boston teil. Sie treten als Team des CeBiTec (Centrum für Biotechnologie) an.


Irina Rais und Antonin Lenzen identifizieren mit UV-Licht DNA-Fragmente.
Irina Rais und Antonin Lenzen identifizieren mit UV-Licht DNA-Fragmente. Foto: Team iGEM Bielefeld-CeBiTec
Der Wettbewerb iGEM steht für „International Genetically Engineered Machine“ und ist der bedeutendste, nicht-kommerzielle Wettbewerb in der synthetischen Biologie. Vom 25. bis 28. Oktober treten über 340 Teams aus mehr als 40 Ländern mit den von ihnen entwickelten Projekten in ver-schiedenen Kategorien gegeneinander an. Eine internationale Jury bewertet die Projekte und zeichnet die besten Teams aus.[Weiterlesen]
Gesendet von ALauterbach in Forschung

Wie Roboter Kindern einen Bären aufbinden

Veröffentlicht am 16. August 2018
„Science Robotics“: Studie von CITEC-Forscherin und Partnern

Können Roboter den gleichen Gruppendruck ausüben wie Menschen? Eine neue Studie zeigt, dass Kinder eine falsche Behauptung übernehmen, wenn sie von einer Gruppe von Robotern geäußert wird. Die Studie der Informatikerin Dr. Anna-Lisa Vollmer vom Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld und ihrer Kollegen der englischen Plymouth University, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (Berlin) und der belgischen Ghent University ist nun im Fachmagazin „Science Robotics“ erschienen.

Wie wirkt sich die Anwesenheit von Ro-botern auf das menschliche Denken aus?
Wie wirkt sich die Anwesenheit von Robotern auf das menschliche Denken aus? Foto: Tony Belpaeme / Ghent University
Das Forschungsteam nutzte das „Konformitätsexperiment“, mit dem der Psychologe Salomon Asch in den 1950er Jahren bekannt wurde. Das Experiment zeigt, wie sehr eine Gruppe die Meinung eines Einzelnen beeinflussen kann. „Die Versuchspersonen müssen eine bildliche Darstellung beurteilen und hören dazu die falsche Einschätzung anderer Personen, die in das Experiment eingeweiht sind“, erklärt Anna-Lisa Vollmer von der Forschungsgruppe Angewandte Informatik, die zur Technischen Fakultät und dem Exzellenzcluster CITEC gehört und von Professorin Dr. Britta Wrede geleitet wird.
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Gesendet von ALauterbach in Forschung

Prof. Dr. Markus Nebel neuer Prodekan der Technischen Fakultät

Veröffentlicht am 20. Juli 2018

Prof. Dr. Markus Nebel wurde zum neuen Prodekan der Technischen Fakultät gewählt. Er unterstützt ab sofort den Dekan Prof. Dr. Philipp Cimiano.

Foto Prof. Dr. Markus NebelProf. Dr. Markus Nebel ist seit April 2016 an der Universität Bielefeld und leitet die Forschungsgruppe Algorithmik und Bioinformatik.
Seine Forschung adressiert Fragestellungen aus dem Bereich der Algorithmik. Sie untersucht die Effizienz von Algorithmen und Datenstrukturen mit dem Ziel, diese zu verbessern. Ein zweiter Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Bioinformatik. Hier beschäftigt sich die Forschungsgruppe insbesondere mit der Faltung von RNA Molekülen, deren algorithmischer Vorhersage, sowie mit Verfahren zum sog. Denoising großer Sequenzdatenmengen.

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Dem Gehirn auf der Spur

Veröffentlicht am 17. Juli 2018
„Human Brain“-Projekt an der Universität Bielefeld für zwei Jahre verlängert

Professor Dr. Ulrich Rückert, Forscher am Exzellenzcluster CITEC und an der Technischen Fakultät, arbeitet daran, das menschliche Gehirn mit Hilfe von computerbasierten Modellen besser zu verstehen. Das Projekt läuft EU-weit und hat das Ziel, Erkenntnisse zum Gehirn zu sammeln und miteinander zu vernetzen.


Professor Dr-Ing. Ulrich Rückert ist mit seiner Forschungsgruppe an dem „Human Brain“-Projekt der Europäischen Union beteiligt. Foto: CITEC/Universität Bielefeld
Professor Dr. Ulrich Rückert arbeitet beim „Human Brain“-Projekt mit. Foto: CITEC / Universität Bielefeld
Es ist eigentlich gar nicht so groß, dafür aber unglaublich komplex: „Wir wissen bis heute nicht genau, wie das Gehirn eigentlich funktioniert“, sagt der Ingenieur und Informatiker Professor Dr. Ulrich Rückert. Er ist am „Human Brain“-Projekt (HBP) beteiligt, bei dem es darum geht, Erkenntnisse über das menschliche Gehirn zu sammeln. Verschiedene internationale Projektgruppen forschen dabei am Gehirn und wollen es nicht nur verstehen, sondern auch abstrakt nachbilden.

Insgesamt ist das HBP auf zehn Jahre angelegt und soll bis 2023 laufen. Dabei gliedert sich das Projekt in verschiedene Teilphasen. Die aktuell dritte Phase läuft von 2018 bis 2020, die vierte Phase ist von 2020 bis 2023 vorgesehen. Für jede Phase sind die Gruppen aufgefordert, einen Antrag auf Weiterförderung zu stellen. Das Projekt, in dem die Universität Bielefeld mitarbeitet, wurde als „sehr gut“ begutachtet. Insgesamt sind für das EU-Projekt 1,19 Milliarden Euro vorgesehen.[Weiterlesen]
Gesendet von SKonermann in Forschung

Tiere sind Prototypen für die Robotik

Veröffentlicht am 11. Juli 2018
Von Hummeln und Bewegungsdetektoren: Citec-Forschende präsentieren bei Europäischer Konferenz für Neurowissenschaften

Die Selbstverständlichkeit, mit der sich Lebewesen in ihrer Umgebung orientieren und bewegen, Hindernissen ausweichen, und wieder nach Hause finden ohne dass ihr Gehirn für diese komplexen Leistungen viel Energie verbraucht – das ist das Vorbild jener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auch Roboter mit solchen Fähigkeiten ausstatten wollen. Denn auf diesem Gebiet liegen noch immer Welten zwischen Hirn und Elektronik. Der Austausch zwischen Verhaltensneurologen und Wissenschaftlern aus der Robotik steht im Mittelpunkt eines Symposiums auf dem FENS Forum 2018 (07.-11.07.) in Berlin, der europäischen Tagung für Neurowissenschaften. Zwei Bielefelder Citec-Forschende präsentieren dort ihre Ergebnisse.


Hummeln haben zwar ein kleines Gehirn, doch damit kommen sie bei der Futtersuche ziemlich weit herum. Je nach Spezies beträgt ihr Radius bis zu drei Kilometer. Auf der Flugroute wimmelt es nicht nur von Feinden, sondern auch von Hindernissen. Wechselnde Windstärken und Windrichtungen kommen hinzu. Die Insekten müssen ihren Flug durch eine wechselhafte Umgebung steuern, großflächig navigieren und lernen, wie sie eine gute Futterquelle wiederfinden und heim ins Nest kommen.

„Wenn Hummeln erstmals ihr Nest verlassen, unternehmen sie zunächst Lernflüge, um sich die Umgebung einzuprägen, damit sie wieder zurückfinden“, sagt Dr. Olivier Bertrand von der Abteilung für Neurobiologie der Universität Bielefeld. „Diese Flüge haben ein loop-artiges Muster, wobei das Muster von Tier zu Tier variiert, wie unsere Studien zeigen. Wir vermuten, dass die Hummeln dabei Momentaufnahmen von ihrer Umgebung im Gehirn abspeichern, deren Nützlichkeit bei nachfolgenden Flügen überprüft wird.“

Die Forschung von Professorin Dr. Elisabetta Chicca ebnet den Weg für die autonome Navigation.
Die Forschung von Professorin Dr. Elisabetta Chicca ebnet den Weg für die autonome Navigation.
Neuromorphe Systeme ähneln den neuronalen Netzwerken des Gehirns. Ihre Hardware ist hochspezialisiert und hochgradig vernetzt. Ein Team um Professorin Dr. Elisabetta Chicca von der Universität Bielefeld hat ein neuromorphes Modell entwickelt, das autonomen mobilen Systemen die Fähigkeit geben soll, in komplexen Umgebungen besser zu navigieren und Hindernissen auszuweichen. Die „Laseraugen“ (Laser-Distanzsensoren) selbstfahrender Autos erkennen zwar Hindernisse, sind jedoch trotz langjähriger Entwicklung sehr teuer. Sie verbrauchen viel Energie und – wie aktuelle Vorfälle gezeigt haben – kommt es zu Fehlinterpretationen in bestimmten Situationen. Hier könnte das System der Bielefelder Wissenschaftler Fortschritte bringen.

„Wir haben einen neuen elektronischen Bewegungsdetektor entwickelt, den „Spiking Elementary Motion Detector“, der die relative Bewegung von Objekten erfassen kann“, sagt Professorin Chicca. Was eine „relative Bewegung“ ist, kennt jeder Auto- oder Zugfahrer: Der Kirchturm in der Ferne gleitet langsam vorbei, während der Baum am Straßenrand sehr schnell vorbei rauscht. Insekten nutzten solche Informationen bei der Navigation im Gelände, um Kollisionen zu vermeiden.

Der neue Bewegungsdetektor, kurz sEMD genannt, ist eine technische Nervenzelle mit einer künstlichen Synapse. Er kann Signale aufnehmen und Signale produzieren, wenn zwei Impulse innerhalb einer bestimmten Zeit eintreffen– darum der Namenszusatz „spiking“. Ein Chip kann tausende dieser Detektoren tragen, je nach Experiment.

Ihren Input erhalten die Detektoren von innovativen neuromoprhen Kameras, produziert von einem Unternehmen in der Schweiz. Im Unterschied zu normalen Kameras produzieren die einzelnen Pixel der Sensoren in diesen Kameras eigenständig nur dann ein Signal, wenn sich etwas in ihrem „Blickfeld“ verändert. Diese Signale werden von rezeptiven Feldern des Bewegungsdetektors aufgefangen. Jeder Detektor besitzt zwei Rezeptive Felder, bei denen jeweils die Signale von neun Pixeln einlaufen. Wird mehr als die Hälfte der Pixel eines rezeptiven Feldes aktiviert, produziert das rezeptive Feld ein Signal, das vom Detektor weiterverarbeitet wird. Aus den zeitlichen Abständen zwischen den Signalen von zwei benachbarten Rezeptiven Feldern kann der Detektor die relative Geschwindigkeit berechnen, mit dem sich ein Gegenstand vor der Kamera bewegt. „Unsere Experimente zeigen, dass es möglich ist, Informationen für die Navigation von Robotern zu generieren, die Kollisionen vermeiden“, erklärt Professorin Chicca. „Unsere Ergebnisse ebnen den Weg zum Bau von Low-Power-Kompaktsystemen für die autonome Navigation. Zusätzlich ist der sEMD ein universell einsetzbares Element zur Berechnung von Zeitdifferenzen und kann darum auch für die Verarbeitung andere Sinnesreize genutzt werden, beispielsweise für die Ortung einer Schallquelle.
Gesendet von SKonermann in Forschung

Bielefelder Roboter gewinnt Weltmeisterschaft in Kanada

Veröffentlicht am 25. Juni 2018
Team vom Exzellenzcluster CITEC setzt sich im Finale des RoboCup durch

Ein Team von Studierenden und Forschenden des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld hat bei der RoboCup-Weltmeisterschaft in Montreal (Kanada) gewonnen. Der RoboCup ist der weltweit führende und größte Wettbewerb für intelligente Roboter. Das „Team of Bielefeld“ (ToBi) zeigte mit Roboter Pepper in der Haushaltsliga sein Können. Mehr als 400 Teams aus aller Welt traten vom 18. bis zum 22. Juni in verschiedenen Ligen gegeneinander an. Jetzt sind die Forschenden zurück in Bielefeld.

Das CITEC-Team erreichte mit Pepper bei der RoboCup-Weltmeisterschaft den ersten Platz in der Haushaltsliga. Foto: Universität Bielefeld/CITEC
Das CITEC-Team erreichte mit Pepper bei der RoboCup-Weltmeisterschaft den ersten Platz in der Haushaltsliga. Foto: Universität Bielefeld/CITEC
Dr. Sven Wachsmuth, Leiter des Zentrallabors am CITEC und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Florian Lier leiteten das Team zusammen mit dem Masterstudenten Johannes Kummert. „Es ist großartig zu sehen, wie sich die Studierenden von der ersten Vorbereitung bis zum Wettbewerb entwickelt haben“, sagt Wachsmuth. „Sie haben gelernt, mit komplexen Systemen wie Robotern umzugehen und eigenständig mit diesen zu arbeiten. Dass wir nun einen ersten Platz erzielen konnten, ist natürlich ein großartiger Erfolg.“

Lier ergänzt: „Das Team hat sich sehr gut darauf vorbereitet, auch mit Unwägbarkeiten umzugehen. Die Infrastruktur vor Ort ist anders als im Labor. Die Studierenden haben viel Arbeit reingesteckt, die Software so stabil wie möglich zu entwickeln und das ist ihnen perfekt gelungen.“  

Die Bielefelder Studierenden entwickelten die Software von Pepper weiter, sodass der Ro-boter wesentlich robuster auf sein Umfeld reagieren kann. Foto: CITEC/F. Gentsch
Die Bielefelder Studierenden entwickelten die Software von Pepper weiter, sodass der Ro-boter wesentlich robuster auf sein Umfeld reagieren kann. Foto: CITEC/F. Gentsch
In der Haushaltsliga musste ihr Roboter verschiedene Assistenten-Aufgaben möglichst präzise meistern, beispielsweise als Kellner agieren, Einkäufe ins Haus bringen, den Geschirrspüler einräumen, Besucherinnen und Besuchern eine Einführungstour in den RoboCup geben und sich in unbekannten Umgebungen zurechtfinden. Das CITEC-Team trat in der Social Standard Platform League (SSPL) an, einer Unterliga der Haushaltsliga. In der SSPL ist die Teilnahme nur mit dem von der Firma Softbank produzierten Roboter Pepper möglich. Platz zwei belegte das Team aus Australien, wo der nächste RoboCup stattfindet. Den dritten Platz erreichte die Gruppe aus Chile.  

Studentin Janneke Simmering aus dem Team nahm das erste Mal an der Roboter-Weltmeisterschaft teil: „Spannend war die Frage: Macht der Roboter, was er soll? Wir haben viele Wochen an der Software programmiert und versucht, uns auf so viele Faktoren und Eventualitäten wie möglich vorzubereiten. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn sich die Arbeit gelohnt hat. Das feiern wir nun.“

Dr. Sven Wachsmuth koordiniert das RoboCup-Team. Foto: CITEC / F. Gentsch
Dr. Sven Wachsmuth koordiniert das RoboCup-Team. Foto: CITEC / F. Gentsch
Die Mitglieder des diesjährigen Teams sind: Robert Feldhans, Felix Friese, Kai Konen, David Leins, Jan Patrick Nülle, Sarah Schröder, Janneke Simmering, Philipp von Neumann-Cosel, Johannes Kummert, Florian Lier und Sven Wachsmuth. Die Vorbereitung des RoboCups ist eingebettet in eine Lehrveranstaltung – jedes Jahr arbeiten andere Studierende in dem Team mit. Seit 2009 ist der Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) beim RoboCup dabei. 2016 gelang es dem Team das erste Mal den Weltmeistertitel zu holen, dreimal schaffte es das Team auf Spitzenplätze: 2012 in Mexiko, 2015 in China und 2017 in Japan jeweils auf Platz drei.

Der Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld ist einer von 43 Exzellenzclustern in Deutschland und der einzige Cluster mit einem Schwerpunkt in Robotik. CITEC arbeitet daran, technische Systeme intuitiv bedienbar zu machen. Sein interdisziplinärer Ansatz verbindet Kognitionsforschung und Technik. CITEC wird seit 2007 als Teil der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert. Rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen am Cluster.

Weitere Informationen:
•    Weltmeisterschaft: www.robocup2018.org
•    Pressemitteilung vom 1.6.2018: https://bit.ly/2Ioxjaa
Gesendet von SKonermann in Forschung

Pilot-Projekt: Studienbegleitendes Mentoring für BA-Studentinnen

Veröffentlicht am 9. März 2018

Die neue Programmlinie „Gemeinsam zum Studienerfolg!“ des Mentoring-Programms movement richtet sich studiengangsübergreifend an Bachelor-Studentinnen der Technischen Fakultät, die ihr Studium erfolgreich gestalten möchten und dabei von einem strukturierten Programm profitieren wollen. Die Programmlaufzeit geht von September 2018 bis März 2019, Bewerbungsschluss ist der 22. Juni 2018. Mehr Informationen finden Sie hier!

Gesendet von CWiljes in Allgemein

19.03.2018 | 12. CeBiTec Symposium: Big Data in Medicine and Biotechnology

Veröffentlicht am 26. Februar 2018
Das Zentrum für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld, das Bielefelder Zentrum für Datenverarbeitung ( BiCDaS ) sowie das Deutsche Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur ( de.NBI ) laden Sie herzlich zur Teilnahme am 12. CeBiTec Symposium Big Data in Medizin und Biotechnologie ein. Mehr ...
Gesendet von CWiljes in Forschung

09.03.2018 | Jubiläum "10 Jahre Forschung für geistreiche Technik"

Veröffentlicht am 9. Februar 2018

Seit nun einem Jahrzehnt arbeiten wir in dem Exzellenzcluster CITEC daran, mit unserer Forschung zur Kognitiven Interaktionstechnologie bessere Brücken zwischen Mensch und Technik zu schlagen. In diesen Jahren wurde viel erreicht – dazu gehören Innovationen made in Bielefeld wie der soziale Roboterkopf Flobi, die virtuelle Trainingsumgebung ICSpace und ein fürsorgliches Apartment. Das kraftvolle Partnernetzwerk begleitet und unterstützt mit wichtigen Impulsen unsere Forschung. Und für mehr als 200 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler war Bielefeld ein Sprungbrett für Karrieren in und außerhalb der Wissenschaft. Wir möchten mit Ihnen unser Jubiläum feiern und laden Sie herzlich zu unserem Festprogramm am Freitag, 9. März 2018, ein. Rückfragen bitte an kommunikation@cit-ec.uni-bielefeld.de

Internal Event
Date: 09. März 2018
Begin time: 15
End time: 19
Room: CITEC Foyer

 

Gesendet von CWiljes in Allgemein

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