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Bericht zur Antrittsvorlesung von Holger Straßheim (Korrigierte Fassung)

Veröffentlicht am 3. Juni 2019, 13:07 Uhr

Obwohl er bereits im vergangenen Jahr seinen Dienst antrat, ist Holger Straßheim seit dem 29. Mai nun auch ganz offiziell Mitglied der soziologischen Fakultät. Im Rahmen seiner Antrittsvorlesung „Politik und Wissenschaft in der Weltgesellschaft“ verlor zunächst die Dekanin einige einleitende Worte über den Professor für Politische Soziologie. Sie sei sich sicher, dass es sich bei Holger Straßheim um einen Kollegen handle „mit dem es uns thematisch sicherlich nicht schnell langweilig werden wird“. Holger Straßheim verwertete die humoristische Vorlage seiner Kollegin souverän und sorgte seinerseits für einiges Kichern, als er die Gliederung seines Vortrages auf die Wand warf: Diese setzte sich lediglich aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Fazit zusammen. 

Holger Straßheim neben der Dekanin Joanna Pfaff Holger Straßheim neben der Dekanin Joanna Pfaff Czarnecka

Den Anwesenden präsentierte er die Weltgesellschaft als Ausdruck eines langfristigen historischen Prozesses, der bereits in der frühen Neuzeit seinen Anfang nahm. Für weitere Lacher sorgte dann wenig später  sein Verweis auf das Universalgenie Gottfried Wilhelm Leibniz, der – man könnte sagen – eine Art Vorgängermodell des berüchtigten Zettelkastens von Niklas Luhmann für die Sammlung und Archivierung seiner Einfälle nutze. Im Folgenden widmete sich Holger Straßheim dem Aspekt verhaltenspolitischer Strategien wie dem „Nudging“, dass sich Eindrücke zu Nutzen macht, die auf kognitiven Verzerrungen beruhen. Eine Reihe anschaulicher Beispiele und Grafiken für solche Strategien, wie sie beispielsweise in der Energie- oder Rentenpolitik genutzt werden, folgte diesen Ausführungen.

Holger Straßheim während seiner Antrittsvorlesung Die Antrittvorlesung fand in X-E0-001 vor KollegInnen, MitarbeiterInnen und Studierenden statt

Die Verbindung zum Vortragstitel wurde spätestens zu dem Zeitpunkt deutlich, am dem Holger Straßheim eine Grafik präsentierte, die bestehende Beratungsnetzwerke zwischen Wissenschaft, Unternehmen und Politik abbildete. Interessant war hier die Erkenntnis, dass die (unternehmerischen) Akteure in diesen Netzwerken nicht nach verhaltenspolitischen Problemlösungen Ausschau halten, sondern vielmehr nach Problemen selbst. Der Grafik liegt eigene Forschung zugrunde, die Holger Straßheim in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und der National University of Singapore betrieb.

Holger Straßheim spricht über ein Besipiel für das sogenannte "Nudging"Holger Straßheim spricht über ein Besipiel für das sogenannte "Nudging"

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Anmerkung: Die ursprüngliche Fassung enthielt einige Fehler, die in dieser Version ersetzt wurden.

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