© Universität Bielefeld

Informationen für das wissenschaftliche Personal der Universität Bielefeld

Feinabstimmung für das Campusmanagement-System

Veröffentlicht am 7. Februar 2014, 11:09 Uhr

Aktueller Stand und Umsetzungsphasen des Campusmanagement-Systems

Interview mit Dr. Christiane Büchter, Projektleiterin der Gesamtinitiative Digitaler Campus.

Was ist ein Campusmanagement-System?
Büchter: Ein Campusmanagement-System unterstützt webbasiert unterschiedliche Geschäftsprozesse einer Universität von der Studieninformation über Bewerbung, Rückmeldung, Veranstaltungs- und Prüfungsmanagement bis hin zur Zeugniserstellung für Studierende.

Warum braucht die Universität Bielefeld solch ein System?

Bislang arbeitet die Universität Bielefeld in diesem Bereich mit mehreren Einzellösungen, die nicht integrierbar sind und zum Teil nicht mehr weiterentwickelt werden können. Sie werden heutigen und zukünftigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Dringender Handlungsbedarf besteht insbesondere in den Bereichen Bewerber- und Studierendenmanagement. Das neue System bietet die integrierte IT-Unterstützung aller Prozesse rund um Studium und Lehre und wird zukünftig von Studierenden, Lehrenden und Verwaltung gemeinsam genutzt werden. Ein Vorteil des neuen Systems ist, dass alle Anwendungen auf die gleichen Daten zugreifen. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Studierendendaten, die im Bewerbermanagement aufgenommen werden, identisch sind mit denen, die für die Einschreibung oder in der Prüfungsverwaltung verwendet werden. Dadurch werden die Daten nur an einer Stelle gepflegt, Fehler und Doppelarbeit werden vermieden.

Wie ist das Projekt bislang verlaufen?
Zu Beginn stand die Frage, wie die Universität Bielefeld in Zukunft  Studium und Lehre organisieren will und welche Anforderungen ein entsprechendes technisches System erfüllen muss. Dafür haben wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Fakultäten und der Verwaltung für einzelne Arbeitsbereiche ein Sollkonzept erarbeitet. Auf dieser Grundlage konnten wir mit dem Ausschreibungsverfahren beginnen und haben uns schließlich für die Software CAS Campus entschieden. Im Oktober 2013 haben wir dann den Vertrag mit dem Anbieter unterzeichnet.

An welchem Punkt steht das Projekt aktuell?

Im November vergangenen Jahres haben wir die konkrete Umsetzung des Projekts geplant und dabei sieben Teilprojekte identifiziert: Bewerbung und Zulassung, Zugangsprüfung Fakultäten, Studierenden- und Gebührenmanagement, Studiengangmanagement, Veranstaltungsmanagement, Lehrraummanagement und Prüfungsmanagement. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Teilprojekten arbeiten derzeit an Feinkonzepten, das heißt die einzelnen Gruppen überlegen, was genau in ihrem Bereich mit dem Campusmanagement-System gemacht werden soll. Dabei knüpfen sie an das Sollkonzept aus dem ersten Projekt an und schauen, an welchen Stellen Änderungs- oder Anpassungsbedarf besteht.

Was sind die nächsten Schritte?
Aktuell in der Feinkonzeptphase überlegen wir, was gemacht werden soll. Konkret heißt das zum Beispiel, dass es möglich sein soll, mit dem System Lehrveranstaltungen anzulegen und Verteilverfahren durchzuführen. Im nächsten Schritt, in der Feinspezifikation wird es dann darum gehen, wie diese Anforderungen in CAS Campus umgesetzt werden. Dann wird definiert, wie die Benutzeroberflächen für die einzelnen Anwendungsbereiche aussehen sollen und wie Funktionen konkret umgesetzt werden.

Wann werden Studierende, Wissenschaftler und Mitarbeiter selbst mit dem neuen System in Berührung kommen?
Vorneweg: Obwohl die breite Masse der Universitätsangehörigen noch nichts von dem System hört oder sieht, wird die ganze Zeit über intensiv an der Ausarbeitung und Einführung gearbeitet. Viele Menschen bekommen voraussichtlich im November dieses Jahres direkt mit, dass in der Hinsicht etwas passiert. Der vorläufige Zeitplan sieht vor, dass dann das Bewerber- und das Studierendenmanagement in Betrieb gehen sollen. Das betrifft vor allem die Studierenden und das Studierendensekretariat. Für jene Bereiche, die für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine übergeordnete Rolle spielen, sprich das Veranstaltungs- und Prüfungsmanagement, ist mehr Vorarbeit nötig. Deshalb kommt das System in diesen Bereichen erst später zum Einsatz.

Wann wird das Campusmanagement-System vollständig nutzbar sein?
Zeitlicher Zielpunkt ist derzeit das Sommersemester 2016. Dann soll auch das Prüfungs- und Veranstaltungsmanagement laufen. Lehrende und Studierende können dann all ihre Aktivitäten über das zentrale Campusmanagement-System steuern.

Weitere Informationen im Internet: www.uni-bielefeld.de/bis3null

Gesendet von NLangohr in Allgemein
Kommentare:

Senden Sie einen Kommentar:
Kommentare sind ausgeschaltet.

Kalender

« Oktober 2020
MoDiMiDoFrSaSo
   
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
       
Heute