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Wie der Zufall in Physik und Mathematik weiterhilft (Nr. 135/2019)

Veröffentlicht am 2. Dezember 2019, 10:44 Uhr
15. Brunel-Bielefeld-Workshop am Zentrum für interdisziplinäre Forschung

Welche Merkmale hat der Zufall? Das erforschen Mathematikerinnen und Mathematiker gemeinsam mit Physikerinnen und Physikern auf dem 15. Brunel-Bielefeld-Workshop „Zufallsmatrixtheorie und Anwendungen“ vom 5. bis zum 7. Dezember. Zufallsmatrizen sind Anordnungen von Zahlen oder anderen mathematischen Objekten in Tabellenform, deren Werte zufällig gewählt sind. Sie helfen dabei, wichtige mathematische Probleme zu lösen oder physikalische Systeme besser zu verstehen. Finanziert wird der Workshop vom Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) und vom Sonderforschungsbereich „Unsicherheit beherrschen und Zufall sowie Unordnung nutzen in Analysis, Stochastik und deren Anwendungen“ (SFB 1283). Professor Dr. Gernot Akemann von der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld organisiert den Workshop zusammen mit Wissenschaftlern von der Brunel University und dem Imperial College London (Großbritannien). 


Prof. Dr. Gernot Akemann organisiert den  15. Brunel-Bielefeld-Workshop. Foto: Universität Bielefeld/A. Polina
Prof. Dr. Gernot Akemann organisiert den 15. Brunel-Bielefeld-Workshop. Foto: Universität Bielefeld/A. Polina
„Die Zufallsmatrixtheorie ist sowohl in der Mathematik als auch in der Physik relevant“, sagt Akemann. Ihre Anwendung ist zum Beispiel für die Riemannsche Vermutung wichtig, die seit mehr als 100 Jahren zu den bedeutendsten ungelösten Problemen der Mathematik zählt. Physikerinnen und Physiker nutzen die Zufallsmatrixtheorie, um chaotische Quantensysteme oder Bereiche der statistischen Mechanik zu verstehen. „Die Idee hinter der Zufallsmatrixtheorie ist, zufällig bestückte Matrizen zu betrachten und ihr charakteristisches Spektrum zu berechnen“, so Akemann. „Oft ist es nicht möglich, dieses in Anwendungen zu berechnen. Dann kann man auf Zufallsmatrizen zurückgreifen.“

Der Brunel-Bielefeld-Workshop wird seit 2005 jährlich veranstaltet, jeweils abwechselnd an der Universität Bielefeld und an der Brunel University London. In diesem Jahr werden etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. „Der Workshop bietet Forschenden aus verschiedenen inner- und außereuropäischen Universitäten und Disziplinen die Möglichkeit, sich auszutauschen – vor allem auch jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die dort ihre Arbeit präsentieren können“, sagt Akemann. Nach einer Postersession am Donnerstag folgen am Freitag und Samstag Vorträge von internationalen Forschenden.

Neben dem ZiF, das den Workshop hauptsächlich finanziert, ist auch der SFB „Unsicherheit beherrschen und Zufall sowie Unordnung nutzen in Analysis, Stochastik und deren Anwendungen“ beteiligt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den SFB bis 2021 mit jährlich 2,5 Millionen Euro.

Der Brunel-Bielefeld-Workshop findet vom 5. bis zum 7. Dezember im ZiF, Methoden 1, 33615 Bielefeld, statt. Medienvertreterinnen und –vertreter sind herzlich eingeladen, von der Veranstaltung zu berichten.

Weitere Informationen:
• Webseite der Konferenz
• Webseite des SFB 1283

Kontakt:
Professor Dr. Gernot Akemann, Universität Bielefeld
Fakultät für Physik 
Telefon: 0521 106-6202
E-Mail: akemann@physik.uni-bielefeld.de
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