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Universität im Planungsendspurt: Doppelter Abiturjahrgang kann kommen (Nr.24/2013)

Veröffentlicht am 14. Februar 2013, 15:48 Uhr
NRW-Wissenschaftsministerin Schulze überzeugt sich vor Ort

Im Jahr 2013 verlassen in Nordrhein-Westfalen durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre zwei Abiturjahrgänge die Schulen. „Die Universität Bielefeld übernimmt in dieser Situation Verantwortung“, so Rektor Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer. „Wir schaffen 2013 und 2014 insgesamt rund 1.900 zusätzliche Studienplätze. Bereits seit 2010 beschäftigt sich das Rektorat mit der Umsetzung dieses deutlichen Zuwachses an Studienanfängerinnen und -anfängern.“ Mittlerweile befindet sich die Universität Bielefeld im Planungsendspurt: Die letzten Abstimmungen mit den Fakultäten finden ihren Abschluss. Davon konnte sich heute NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze vor Ort in der Universität überzeugen.


Von links: Kristina Ising (SchülerInnen-Büro), Dr. Andrea Frank (Servicebereich „Beratung für Studium, Lehre und Karriere“), Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Rektor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer.
Von links: Dr. Andrea Frank (Servicebereich „Beratung für Studium, Lehre und Karriere“), Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Rektor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer.
Die Universität erhält aus dem Hochschulpakt II von Bund und Land Mittel, um die zusätzlichen Studienplätze realisieren zu können – im Zeitraum von 2013 bis 2017 insgesamt rund 9,7 Millionen Euro. Diese Mittel gehen zu mehr als zwei Dritteln – entsprechend der Verteilung der zusätzlichen Studienplätze – an die Fächer. Die Fakultäten setzen das Geld vor allem für zusätzliche Lehrende, die Aufstockung von Verträgen, mehr Lehraufträge und Tutorien ein. Ein Teil der Hochschulpaktmittel sind für zentrale Maßnahmen vorgesehen, beispielsweise für zusätzliches Personal im Studierendensekretariat, um den deutlichen Anstieg der Bewerbungen, Zusagen und Einschreibungen bewältigen zu können. Aber auch in den Prüfungsämtern einiger Fakultäten sowie in die Beratungsteams des Hochschulrechenzentrums und der Zentralen Studienberatung werden zusätzliche Mittel investiert. Schon seit Monaten hat das SchülerInnen-Büro der Universität die Beratungsangebote für Schülerinnen und Schülern sowie Lehrer deutlich ausgeweitet.

Die meisten zusätzlichen Studienplätze schaffen die Studienfächer Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik und Soziologie. Insgesamt sind jedoch alle Lehreinheiten und Fachdisziplinen am Studienplatzausbau beteiligt: zusätzliche Studienplätze entstehen in nahezu allen Fächern – sowohl in fachwissenschaftlichen als auch in lehramtbezogenen Studiengangsvarianten.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze informiert sich, wie sich die Universität Bielefeld auf den doppelten Abiturjahrgang vorbereitet hat. Von links: Kristina Ising (SchülerInnen-Büro), Dr. Andrea Frank (Servicebereich „Beratung für Studium, Lehre und Karriere“), Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Rektor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer.
NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze informiert sich, wie sich die Universität Bielefeld auf den doppelten Abiturjahrgang vorbereitet hat. Von links: Kristina Ising (SchülerInnen-Büro), Dr. Andrea Frank (Servicebereich „Beratung für Studium, Lehre und Karriere“), Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Rektor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer.
Eine wichtige Frage ist die nach Seminarräumen und Hörsälen. Die aktuellen Baumaßnahmen der Universität Bielefeld– so sie denn weiterhin nach Plan laufen – verschaffen hier Luft. Im Ersatzneubau, im Mobilbau neben der Universität (bis Frühjahr vom Exzellenzcluster CITEC genutzt) und in einem Bauteil, den die Fachhochschule Bielefeld zurzeit noch nutzt, stehen zusätzliche Seminarräume zur Verfügung. Bei einer effizienten Raumplanung ist damit das Problem der Seminarräume und Hörsäle ohne zusätzliche Anmietungen lösbar.

Das Thema „Doppelter Abiturjahrgang“ endet aber nicht an den Grenzen der Universität: Mit der Firma MoBiel, Betreiberin der Stadtbahnen und Busse, haben die Planer der Universität ebenfalls Gespräche geführt. Ergebnis: Die Taktung der Stadtbahnlinie 4 wird erhöht.

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