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Universität Bielefeld für Publikumsverkehr geschlossen und in reduzierten Basisbetrieb versetzt (Nr. 14/2020)

Veröffentlicht am 24. März 2020, 17:56 Uhr
Aufgrund der Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus wurde die Universität Bielefeld am Montag, 23. März 2020, in den reduzierten Basisbetrieb versetzt. Sie ist nun unter anderem für Publikumsverkehr geschlossen und darf nur noch von Studierenden, Beschäftigten oder Lehrbeauftragten sowie Honorarkräften betreten werden, die noch vor Ort arbeiten müssen oder Medien in der Bibliothek ausleihen. Geöffnet sind der Haupteingang des Hauptgebäudes und der Eingang am Wachlokal zum Gebäude X (von 8 bis 18 Uhr). Alle Arbeitsplätze für Studierende sind gesperrt.

„Wir übernehmen einerseits gesamtgesellschaftlich Verantwortung und versuchen mit möglichst weitreichenden Maßnahmen das Übertragungsrisiko des Virus zu reduzieren“, so Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld. „Andererseits verstehen wir es als unseren Auftrag sicherzustellen, dass der Universitätsbetrieb im notwendigen Umfang weitergeführt werden kann. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese Krise sehr wahrscheinlich länger dauern wird.“

Bereits seit Ende Januar hat die Universität Bielefeld den Betrieb sukzessive umgestellt und zurückgefahren. Ziel war und ist es, eine komplette Schließung der Universität, die den Erfolg von wissenschaftlichen Arbeiten und Projekten in einem sehr großen Umfang gefährden würde, wenn möglich zu vermeiden. Um dies unter den gegebenen Umständen vertreten zu können, sind weitreichende Regelungen getroffen worden.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Semesterstart verschoben, Präsenzveranstaltungen und Klausuren sind derzeit bis zum 19. April 2020 abgesagt, mündliche Prüfungen können nur in Härtefällen stattfinden. Es ist das Ziel der Universität Bielefeld, den Studierenden auch in dieser Zeit bei Verzicht auf Präsenzveranstaltungen Angebote zu machen, damit das Semester möglichst nicht vollständig verloren ist. Rektor Sagerer hat die Lehrenden aufgerufen, die Möglichkeiten des E-Learning zu nutzen.

Wissenschaftler*innen arbeiten, wenn es nicht absolut notwendig ist, nicht auf dem Campus. Der Standardarbeitsplatz der Beschäftigten in den Serviceeinheiten ist das Home-Office. Wo es betriebsbedingt notwendig ist oder die technischen Voraussetzungen fehlen, wird noch in der Universität gearbeitet, dann allerdings in Einzelbüros.

Für Bereiche, die nur begrenzt in der Lage sind zuhause zu arbeiten (beispielsweise Arbeiten in den Laboren), gelten besondere Regelungen. Die sozialen Kontakte werden minimiert und die Hygiene- und Abstandsregeln sind zu beachten.

Die Bibliothek ist ebenfalls auf einen reduzierten Basisdienst nur für die Studierenden, Beschäftigten, Lehrbeauftragten sowie Honorarkräfte der Universität Bielefeld umgestellt. Die reduzierten Öffnungszeiten sind: montags bis freitags: 10.00 bis 16.00 Uhr; samstags und sonntags ist geschlossen. Es können Medien ausgeliehen werden, die für die individuellen Forschungstätigkeiten oder für das Studium unabdingbar sind, soweit sie nicht elektronisch zur Verfügung stehen. Eine persönliche Beratung findet nur noch elektronisch statt (per Mail, Chat oder Telefon). Die Lesesäle sind bereits seit dem 13. März geschlossen.

Sämtliche Serviceeinheiten der Universität sind bereits seit einer Woche nur noch per E-Mail oder telefonisch erreichbar. Die Angebote des Hochsports sind seit dem 13. März abgesagt.

Das Studierendenwerk hat seine gastronomischen Angebote am 18. März eingestellt.

Weitere Informationen
https://uni-bielefeld.de/themen/coronavirus

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