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Muscheln, Meer und Marineindustrie (Nr. 91/2016)

Sonderedition des Journals „Marine Genomics“ mit Bielefelder Beteiligung

Austern, Mies- und Jakobsmuscheln – die Muschel-Industrie macht einen geschätzten Jahresumsatz von 526 Millionen Euro. Jetzt ist eine Sonderedition des Journals „Marine Genomics“ erschienen. Darin untersuchen Bielefelder und internationale Nachwuchswissenschaftler in einem Marie-Curie-Netzwerk die Herausforderungen der Industrie: Welche Auswirkungen haben Klimawandel und Versauerung der Meere auf die Tiere?


Die zweischalige Muschel leuchtet in hellgrün, weil sie mit einem glimmenden Farbstoff namens Calcein gefärbt ist. Foto: S. Dupont
Die zweischalige Muschel leuchtet in hellgrün, weil sie mit einem glimmenden Farbstoff namens Calcein gefärbt ist. Foto: S. Dupont
„Unsere Meere verändern sich, sie werden wärmer und säurehaltiger. Die Muscheln sind wirtschaftlich so wichtig. Deshalb ist es essentiell zu wissen, wie sich die Meere in der Zukunft entwickeln werden“, sagt Dr. Melody Clark vom British Antarctic Survey (BAS). Sie ist Koordinatorin des Forschungsnetzwerks und Co-Autorin der Publikation, die „From Cells to Shells“ (Von Zellen zu Muscheln) heißt. „Unsere Ergebnisse sollten in einem nächsten Schritt helfen, dass die Populationen dieser Tiere besser geschützt und gemanagt werden”, erklärt David Vendrami, Co-Autor der Veröffentlichung. Er forscht an der Universität Bielefeld am Lehrstuhl für Verhaltensforschung der Fakultät für Biologie.

Die Autorinnen und Autoren sind Nachwuchswissenschaftler und Teil des Marie-Curie-Netzwerks Calcium in a Changing Environment (Kalzium in einer sich ändernden Umwelt). Darin untersuchen zehn Doktoranden aus ganz Europa in verschiedenen Disziplinen Europas kommerziell wichtigste Muschel-Arten. Das Netzwerk wird von der Europäischen Union gefördert. Die Marie-Curie-Netzwerke sind ein Teil des Rahmenprogramms für exzellente Forschung und Innovation der Europäischen Union.

Link zur Original-Publikation: www.sciencedirect.com/science/journal/18747787
Mehr Informationen im Internet: www.cache-itn.eu/

Kontakt:
David Vendrami, Universität Bielefeld
Lehrstuhl für Verhaltensforschung
Telefon: 0521 106-2725   
E-Mail: david.vendrami@student.unife.it

Kategorie: Personalien Veröffentlicht am 14.06.2016
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