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Pressemitteilung


Klarstellung: Berufung von Professor Kretschmer an die Universität Bielefeld (Nr. 37/2017)

Zur aktuellen Diskussion um die Berufung von Herrn Professor Dr. Bernhard Kretschmer, der von der Landesregierung als Gutachter im Fall „Anis Amri“ eingesetzt wurde, stellt die Universität Bielefeld klar:

Professor Dr. Bernhard Kretschmer hat am 14. Dezember 2016 einen Ruf an die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld erhalten. Ausgeschrieben wurde diese Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht und interdisziplinäre Rechtsforschung am 23. Dezember 2015, die Bewerbungsfrist endete am 20. Januar 2016. Tatsache ist: Herr Professor Kretschmer hatte bereits vor dem Terroranschlag in Berlin am 19. Dezember 2016 einen Ruf der Universität Bielefeld vorliegen.
Die Universität Bielefeld hat aber in einer Antwort auf eine Presseanfrage leider nicht korrekte Daten mitgeteilt – die Jahreszahlen für Ausschreibungstermin (falsch: 23. Dezember 2016) und Fristende (falsch: 20. Januar 2017) waren falsch. Die Universität Bielefeld bedauert sehr, mit ihren nicht korrekten Angaben zu Ausschreibungstermin und Fristende der Unterstellung, Professor Kretschmer sei im Fall „Anis Amri“ nicht neutral, unter Umständen Vorschub geleistet zu haben.

Darüber hinaus möchte die Universität Bielefeld darauf hinweisen: Anders als die Landtagsfraktion der CDU in NRW in ihrer Mitteilung vom 25. März behauptet hat, sind Professorinnen und Professoren in Nordrhein-Westfalen keine Landesbeamten. Sie werden von den Hochschulen autonom und nach Abschluss von strukturierten, teils sehr aufwändigen Berufungsverfahren eingestellt. Dienstherr ist die Rektorin/der Rektor bzw. die Präsidentin/der Präsident der Hochschule. Diese Regelungen sind in der Zeit des CDU-Ministerpräsidenten Rüttgers im Hochschulrecht verankert worden, um die Autonomie der Hochschulen zu stärken. Dies wurde durch das Hochschulzukunftsgesetz durch die aktuelle Regierung bestätigt.

Kontakt:
Ingo Lohuis, Pressesprecher und Referatsleiter Universität Bielefeld
Referat für Kommunikation
Telefon: 0521.106-41 45
E-Mail: pressestelle@uni-bielefeld.de

Kategorie: Universität & Campusleben Veröffentlicht am 27.03.2017
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