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Kein Platz für Vorurteile, Menschenfeindlichkeit und Nazis (Nr. 170/2013)

Veröffentlicht am 14. Oktober 2013, 13:30 Uhr
Kampagne der Universität für einen respektvollen Umgang, Toleranz und Zivilcourage 

Der Start des Wintersemesters 2013/2014 bildet zugleich den Auftakt für eine gemeinsame Kampagne des Rektorats der Universität Bielefeld und des Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG). Ziel ist es, sich deutlich gegen die Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung von Gruppen zu wenden. Die Kampagne umfasst die Verteilung von Postkarten und Buttons – insbesondere an Studienanfängerinnen und Studienanfänger - , Ringvorlesungen sowie eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrende und Studierende, die zusammen mit dem Arbeitsbereich „Lehren & Lernen“ und dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) angeboten wird.

Rektor Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer: „Die Universität Bielefeld ist eine weltoffene und vielfältige Hochschule – darauf sind wir stolz. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, mit und ohne Behinderungen bereichern unsere Universität. Hier ist kein Platz für Vorurteile und Menschenfeindlichkeit. Mit dieser Kampagne setzen wir ein deutliches Zeichen für Toleranz, Zivilcourage und respektvollen Umgang miteinander an der Universität Bielefeld.“

Die Postkarten weisen mit Zitaten von Sophie Scholl, Sir Peter Ustinov und Albert Einstein auf Vorurteile und ihre Gefahren hin. Sie finden sich – neben einem abnehmbaren Button mit der Aufschrift „Uni ohne Nazis“ – in der Tasche, die die Erstsemester zur Begrüßung erhalten, sowie im Infopunkt in der zentralen Uni-Halle. Postkarten und Buttons wurden von der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft (WLUG) finanziert.

Die Kampagne ist in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld entstanden. Dessen Leiter Professor Dr. Andreas Zick sagt: „Am Institut beschäftigen wir uns aus wissenschaftlicher Perspektive mit Menschenfeindlichkeit. Gleichzeitig sind wir aber auch in der praktischen Prävention und Bekämpfung aktiv. Dabei ist Rechtsextremismus nur eine spezifische Form der Menschenfeindlichkeit. Auch die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung oder Personen mit Migrationshintergrund zählt zum Beispiel dazu. Wenn wir uns nicht mit der Menschenfeindlichkeit beschäftigen, dann ist die Gefahr groß, dass sie sich auch in der Universität einschleicht.“

Das IKG organisiert in Kooperation mit dem Rektorat eine Ringvorlesung, die sich beispielsweise mit Rechtsextremismus im Internet oder der Asylthematik befasst. Die Auftaktveranstaltung mit einer Podiumsdiskussion findet am 28. November um 18 Uhr statt. Die weiteren Termine sind der 12. Dezember 2013 und der 14. Januar 2014. Eine weitere Veranstaltung soll im Sommersemester 2014 folgen. Die Detailinformationen finden sich auf der Internetseite www.uni-bielefeld.de/ohne-vorurteile.

Für Lehrende und Studierende findet im Wintersemester unter dem Titel „Zivilcourage – Argumentieren gegen Diskriminierung im universitären Kontext“ eine erste Fortbildungsveranstaltung zum Umgang mit Menschenfeindlichkeit statt. In dem Kurzworkshop möchten die Referenten Katharina Vorderbrügge und Dr. Karsten Wilke von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin bestärken, derartige Situationen nicht zu übergehen, sondern aufzugreifen und demokratische Positionen entgegenzusetzen. Das Ziel besteht darin, einen bewussten und möglichst konstruktiven Umgang mit diskriminierenden und ausgrenzenden Verhaltensweisen in Seminaren (und anderen Situationen im universitären Kontext) zu entwickeln. Diese Veranstaltung wird angeboten von dem Arbeitsbereich „Lehren & Lernen“, dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) und dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG). Eine Fortsetzung ist geplant.

Weitere Informationen und Termine im Internet:

www.uni-bielefeld.de/ohne-vorurteile

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