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Pressemitteilung


Internationale Schulgruppen forschen gemeinsam (Nr. 137/2017)
Abschluss von Projekt zu Biotechnologie, Pressetermin am 11. Oktober 

Das Schülerlabor teutolab-biotechnologie der Universität Bielefeld blickt auf zwei Jahre eines internationalen Projekts mit Schülerinnen und Schülern aus sechs europäischen Ländern zurück. Im Oktober beginnt der dritte und letzte Durchgang des internationalen Biotechnologie-Projektes, bei dem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen und forschen. Am Mittwoch, 11. Oktober, können Medienvertreterinnen und Medienvertreter die Schülerinnen und Schüler im Labor begleiten und mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie den internationalen Lehrerinnen und Lehrern über das Projekt sprechen.

Zum dritten Mal forschen Schülerinnen und Schüler in einer internationalen Gruppe gemeinsam zum Thema Biotechnologie. Foto: Universität Bielefeld
Zum dritten Mal forschen Schülerinnen und Schüler in einer internationalen Gruppe gemeinsam zum Thema Biotechnologie. Foto: Universität Bielefeld
Das Projekt „biotechnology in our life“ (Biotechnologie in unserem Leben) bringt Schulen mit Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. „Die teilnehmenden Jugendlichen erlangen fundierte Kenntnisse zum Thema Biotechnologie“, sagt Dr. Maren Panhorst vom teutolab-biotechnologie. „Biotechnologie ist für unseren Alltag relevant, zum Beispiel bei der Abwasserreinigung, der Herstellung von Medikamenten, Chemikalien und Waschmittelenzymen oder bei der medizinischen Diagnostik. Außerdem birgt sie ein hohes Potential für zukünftige Herausforderungen an unsere Gesellschaft in Form von Bioplastik, Biokraftstoffen und Biomedizin.“

Das teutolab-biotechnologie der Universität Bielefeld koordiniert die Zusammenarbeit zwischen sechs Schulen aus sechs europäischen Ländern. Zum dritten Mal besuchen 24 Schülerinnen und Schüler und die begleitenden Lehrkräfte für eine Woche das Centrum für Biotechnologie (CeBiTec), in dem das Experimentierlabor teutolab-biotechnologie angesiedelt ist.  Die 16- bis 18-Jährigen besuchen Expertenvorträge, besichtigen biotechnologische Unternehmen, nehmen an Workshops teil, experimentieren im Labor, diskutieren mit Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft und der Politik und forschen in internationalen Kleingruppen an einem biotechnologischen Thema.

Die jungen Forschenden untersuchen zum Beispiel Proben auf die Gegenwart von Viren. Foto: Universität Bielefeld
Die jungen Forschenden untersuchen zum Beispiel Proben auf die Gegenwart von Viren. Foto: Universität Bielefeld
Die Teilnehmenden sind nicht nur bei der Projektwoche in Bielefeld dabei, sie reisen auch zu zwei weiteren Projektwochen in die Partnerländer. Die zwei bisherigen Gruppen besuchten dabei unter anderem das Photosynthese-Labor an der Universität in Verona (Italien), das Museum für Mikroorganismen Micropia in Amsterdam (Niederlande), das Pembroke-College in Cambridge (Großbritannien) und die Firma Life Sequencing in Valencia (Spanien). Eine von den Schülerinnen und Schülern organisierte öffentliche Ausstellung mit Poster-Session, Präsentationen und Diskussionsforen rundet jedes Projektjahr ab. Bislang gab es Ausstellungen im Tylers-Museum in Haarlem (Niederlande) oder im Casa di Cultura in Xativa (Spanien), die von hunderten Gästen besucht wurden.

Die Europäische Union fördert das Projekt für drei Jahre mit 260.000 Euro. Zum Ende des aktuellen Schuljahres läuft diese Förderung aus. In einer Evaluation bescheinigte die Abteilung Biologiedidaktik dem Projekt einen großen Erfolg (Spaß, interkultureller Austausch, Lernerfolg). „Die Schülerinnen und Schüler aus den vergangenen zwei Projektjahren haben Freundschaften geschlossen. Bei einigen ehemaligen Teilnehmenden konnten die Kontakte den universitären oder beruflichen Einstieg erleichtern“, sagt Panhorst. „Auch die Projektpartner wollen die aufgebauten Freundschaften und Kooperationen zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen pflegen. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen nach dem Projektschluss. Im aktuellen Schuljahr wird es zunächst aber noch zwei weitere Projekttreffen in Haarlem, Niederlande sowie in Pärnu, Estland geben.“

Das teutolab-biotechnologie ist ein Mitmach- und Experimentierlabor, in dem Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe durch Projektwochen, Forschungsprojekte oder Experimentierkurse die Biotechnologie erleben können. Neben dem teutolab-biotechnologie gibt es an der Universität Bielefeld weitere teutolabs in den Bereichen Robotik, Mathematik, Chemie und Physik.

Koordinator:
teutolab-biotechnologie, Universität Bielefeld

Partnerschulen:
Öffentlich-stiftisches Gymnasium Bethel, Bielefeld, Deutschland
Koidula Gymnasium, Pärnu, Estland
St. Neots Learning Partnership, St. Neots, England
Coornhert Lyceum, Haarlem, Niederlande
Ies Jose de Ribera, Xativa, Spanien
Liceo Galilei, Verona, Italien

Der Pressetermin:

Datum: Mittwoch, 11. Oktober
Ort: Universität Bielefeld, Labor des teutolab-biotechnologie, G01-118
Zeit: 11 bis ca. 12 Uhr
Fotos: Während dieser Zeit ist es möglich, die Schülerinnen und Schüler im Labor zu fotografieren.

Weitere Informationen:
www.uni-bielefeld.de/teutolab/fachorientiert/biotechnologie/Aktionen/2016%20Erasmus.html

Kontakt:
Dr. Maren Panhorst, Universität Bielefeld
Centrum für Biotechnologie - CeBiTec / teutolab-biotechnologie
Telefon: 0521 106-67189  
E-Mail: maren.panhorst@cebitec.uni-bielefeld.de
Kategorie: SchülerInnen & Studieninteressierte Veröffentlicht am 04.10.2017
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