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Empirische Religionsforschung: Theologen diskutieren "Religious Praxis" (Nr. 58/2004)

Veröffentlicht am 13. April 2004, 00:00 Uhr

Theologen aus aller Welt treffen sich in der Zeit vom 22. bis 24. April im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld zur 2. Konferenz der "International Society of Empirical Research in Theology" (ISERT). Das Thema der Tagung, die von Professor Heinz Streib, Abteilung Theologie der Universität Bielefeld, organisiert wird, lautet "Religious Praxis". Die Konferenz wird am Donnerstag, den 22. April, um 15.00 Uhr eröffnet. Bis Samstag diskutieren die Teilnehmer in Plenarveranstaltungen und zahlreichen Workshops unterschiedliche Aspekte des Hauptthemas, zum Beispiel Fragen der geeigneten methodischen Instrumente, Probleme der kulturellen und religiösen Vielfalt oder die Einbindung der empirischen Forschung in die Lehre.

"Empirische Erforschung von Religion, ihrer Bedeutung und Funktion auf individueller und gesellschaftlicher Ebene, ist angesichts von beschleunigtem Kulturwandel, zunehmender Pluralisierung und Individualisierung bei gleichzeitig fortschreitender Globalisierung eine dringende Notwendigkeit, wenn Politik, Öffentlichkeitsarbeit, Erziehung und nicht zuletzt kirchliche Praxis nicht von einem tra-ditionsgeleiteten Fixierbild bestimmt bleiben soll. In solchen wissenschaftlichen Anstrengungen im Bereich der empirischen Religionsforschung, die in der Tat nach wie vor von nationalen Traditionen geprägt sind, ist eine europäische Integration längst fällig, darüber hinaus jedoch eine transatlantische und globale Vernetzung. Und eben diese ist das Anliegen der ISERT", so beschreibt Professor Heinz Streib das Ziel der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Konferenz. "Im Blick auf die Forschungslandschaft in Deutschland in diesem Feld verspreche ich mir von dieser Konferenz deutliche Impulse zur Intensivierung, Profilierung und Vernetzung empirischer Religionsforschung."

Die im Begriff "empirische Theologie" realisierte Verbindung von empirischer Forschung und wissenschaftlicher Theologie ist eine innovative Bewegung in der theologischen Wissenschaft. Es ist nicht zuletzt das Werk von Professor Hans van der Ven (Nijmegen), dieser empirischen Orientierung theoretische und forschungspraktische Profilierung verliehen und schließlich die Initiative für eine Vernetzung der Forschung in diesem Bereich ergriffen zu haben. ISERT möchte eine Plattform für die Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Programmen und Projekten qualitativer und quantitativer empirischer Forschung im Bereich der Theologie darstellen, zur begrifflichen und methodologischen Klärung solcher Forschung beitragen und ein internationales Netzwerk für die Forschung in diesem Bereich etablieren.

Kontakt und weitere Informationen: Prof. Dr. Heinz Streib, Universität Bielefeld, Abteilung Theologie, Forschungsstelle biographische Religionsforschung, Telefon 0521/106 3377; Internet: www.uni-bielefeld.de/theologie/ISERT/.

Kurzmeldung

Theologen aus aller Welt treffen sich in der Zeit vom 22. bis 24. April im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld zur 2. Konferenz der "International Society of Empirical Research in Theology" (ISERT). Das Thema der Tagung, die von Professor Heinz Streib, Abteilung Theologie der Universität Bielefeld, organisiert wird, lautet "Religious Praxis".

Link: http://www.uni-bielefeld.de/theologie/ISERT/

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