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Newsletter Ausgabe Mai 2015 erschienen

Veröffentlicht am 9. Juni 2015, 13:09 Uhr

Mehr als 1.600 Flüchtlinge ertranken nach Schätzung des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (United Nations High Commissioner for Refugees) zwischen Januar und April 2015 im Mittelmeer. Dabei ist der Seeweg über das Mitteleer nur ein Beispiel für die oft lebensgefährlichen Routen nach Europa, die viele Schutzsuchende nehmen müssen. Die Menschen verlassen ihre Heimat, um der Bedrohung durch Gewalt, Naturkatastrophen oder katastrophalen Lebensumständen zu entkommen, und setzen dabei ihre Hoffnung auf eine sicherere Zukunft in einem für sie fremden Land. Die meist dramatischen Erlebnisse inmitten eines Kriegsgeschehens oder während der Migration, die Trennung von der Familie, Vertreibung, Verfolgung, Haft, Vergewaltigung oder Folter bergen für die Betroffenen, neben körperlichen Erkrankungen, ein deutlich erhöhtes Risiko für psychische Störungen: Das Verlassen der Heimat, verbunden mit den Herausforderungen, sich an neue Lebensumstände mit anderer Sprache und Kultur anzupassen und sich dabei möglicherweise ausgeschlossen zu fühlen, erhöhen die Vulnerabilität dafür.

Einigkeit besteht mittlerweile darüber, dass die Seenotrettung an den EU-Außengrenzen wieder erheblich verstärkt werden muss. Aber die EU-Staaten ohne „externe“ Außengrenzen müssen die südlichen Mitgliedsstaaten viel stärker durch Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen unterstützen. In Deutschland sind dabei zum einen medizinische und psychologische Versorgung gefragt, zum anderen die sozialarbeiterische Betreuung sowie Begleitmöglichkeiten im Alltag. In beiden Bereichen sind Kooperations-partner der Fakultät für Gesundheitswissenschaften seit Langem aktiv. In dieser Ausgabe des Newsletter möchten wir Ihnen zwei gemeinsame Projekte als Schwerpunktthema präsentieren.

Zum dritten müssen sich die Gesundheitswissenschaften noch stärker für die gesundheitliche Situation von Flüchtlingen einsetzen. Dazu gehören unter anderem die Verbesserung der Gesundheitsberichterstattung (die Datenlage zur Gesundheit der Flüchtlinge ist bislang völlig unzureichend) sowie Unterstützung bei der Entwicklung und Evaluierung einheitlicher und wirksamer Versorgungsstrategien in den Städten und Gemeinden.

Die Qualitätssicherung im Bereich der Gesundheitsförderung ist auch für andere Zielgruppen ein wichtiges Thema, ebenso wie die Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. In beiden Bereichen ist die Fakultät tätig, wie zwei weitere Artikel in dieser Ausgabe unseres Newsletters zeigen.

Gesendet von R. Samson in Neuerscheinungen
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