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Auszeichnung von Absolventinnen durch die Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention

Veröffentlicht am 2. Dezember 2015, 09:24 Uhr

Frau Lara Weber und Frau Dr. Gesine Bär wurden in diesem Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) für ihre herausragenden Abschlussarbeiten in den konsekutiven Studiengängen Master of Public Health und dem Promotionsstudiengang der Fakultät für Gesundheitswissenschaften auszeichnet.

Der Masterarbeitspreis der DGSMP erhielt Frau Lara Weber für ihre Arbeit „Netzwerkevaluation in der kommunalen Gesundheitsförderung“. Netzwerke sind eine wichtige Umsetzungsstrategie für erfolgreiche Gesundheitsförderung im Setting Kommune, da sie den Aufbau gesundheitsförderlicher Angebote in den Lebensräumen der Menschen fördern und so in der Kommune eine institutionen- sowie sektorenübergreifende Vernetzung von verschiedenen Akteuren geschaffen werden kann. Erfolgreiche Arbeit im Netzwerk entsteht erst durch das Zusammenwirken verschiedener fördernder Faktoren: Zielvorstellungen, Win-win-Situationen, Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit, interne Kommunikation, Vertrauen und Ressourcen. Frau Weber arbeitet diese Faktoren in einer qualitativen Analyse des Programms „Länger besser leben“ heraus. Die vorliegenden Ergebnisse der Netzwerkevaluation führen zu Handlungsempfehlungen, die zum Ausbau und zur Verbesserung der Netzwerkarbeit dienen.

Der Dissertationspreis wurde an Dr. Gesine Bär verliehen. Die Jury zeichnet damit eine Studie aus, die die Interventionspraxis der gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung in den Mittelpunkt stellt. Es wird zum einen an einer ausführlichen Literaturübersicht gezeigt, dass sich aus gesundheitswissenschaftlichen wie stadtsoziologischen Analysen noch kein schlüssiges Modell ableiten lässt, das den Zusammenhang von Raum und Gesundheit befriedigend erklären könnte. Zum zweiten werden drei Fallstudienverläufe nachgezeichnet und mit den Kodierverfahren der Grounded Theory analysiert. Die herausgearbeiteten Prozesse räumlicher Strukturierung belegen, dass Gesundheitsförderung durch lokale Eigendynamiken gekennzeichnet ist und dass sich erst in der Vernetzung verschiedener Raumebenen Veränderungen längerfristig stabilisieren lassen. Die Arbeit ist 2015 unter dem Titel "Gesundheitsförderung lokal verorten. Räumliche Dimensionen und zeitliche Verläufe des WHO-Setting-Ansatzes im Quartier" im Springer VS-Verlag erschienen.

Gesendet von R. Samson in Allgemein
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