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Abt. Geschichtswissenschaft - Kategorie allgemein

Reinhart Koselleck und das Bild

Veröffentlicht am 15. Mai 2018

Eine Auflistung aller Termine kann auf der Veranstaltungswebseite abgerufen werden.

Alternativ steht das Begleitprogramm auch als Download (PDF) zur Verfügung.

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Reinhart Koselleck und das Bild, Eröffnung "Politische Sinnlichkeit"

Veröffentlicht am 9. April 2018

24. April 2018, 18 Uhr, ZiF: Reinhart Koselleck und das Bild, Eröffnung "Politische Sinnlichkeit"

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Reinhart Koselleck und das Bild, Eröffnung "Erinnerungsschleusen"

Veröffentlicht am 9. April 2018

21. April 2018, 19 Uhr im Bielefelder Kunstverein, Welle 61, 33602 Bielefeld: Reinhart Koselleck und das Bild,  Eröffnung "Erinnerungsschleusen"

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Reinhart Koselleck und das Bild, Auftaktveranstaltung und Eröffnung "Zeitschichten"

Veröffentlicht am 9. April 2018

18. April 2018, 18 Uhr, Universität, Gebäude X E0-001 und X-A2: Reinhart Koselleck und das Bild, Auftaktveranstaltung und Eröffnung "Zeitschichten"

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Nachruf: Prof. Dr. Lothar Albertin (1924–2018)

Veröffentlicht am 3. April 2018

Die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld trauert um ihr früheres Mitglied Prof. Dr. Lothar Albertin (1924–2018).
Seine Karriere kann emblematisch für Erfahrungen und Schlussfolgerungen von Angehörigen seines Jahrgangs stehen, die sich als Überlebende der Katastrophe ohne Machtgelüste und Neuerungssucht den intellektuellen wie pädagogischen Herausforderungen der Zeit stellten. Geboren 1924 im masurischen Ostpreußen kam Albertin nach Notabitur, Kriegsdienst an der Ostfront, Verwundung und kurzer Gefangenschaft nach Bad Meinberg. In Köln und Amsterdam studierte er Geschichte, Germanistik und Staatsphilosophie und schlug nach der Promotion bei Theodor Schieder bewusst die Schullaufbahn ein, um von unten her am Neuaufbau eines demokratischen Gemeinwesens mitzuwirken. Nach dem Referendariat am Gymnasium Leopoldinum in Detmold leitete er von 1957 bis 1960 im Jugendhof Vlotho Lehrgänge in staatsbürgerlicher Bildungsarbeit für Schüler und Geschichtslehrer. Von dort wechselte er an die Universität Marburg, später an die Universität Mannheim, wo er sich als Akademischer Oberrat habilitierte, und zwar für Zeitgeschichte sowie für Politische Wissenschaft. Die Habilitationsschrift erschien 1972 unter dem Titel „Liberalismus und Demokratie am Anfang der Weimarer Republik. Eine vergleichende Analyse der Deutschen Demokratischen Partei und der Deutschen Volkspartei“ im Druck. Schon ihr thematischer Zuschnitt zeigt, dass Albertin die Chancen der Weimarer Republik sowie demokratisch-liberaler Politik überhaupt in den Blick rückte.
Mit der Ernennung zum Wissenschaftlichen Rat und Privatdozenten waren die Weichen zur akademischen Laufbahn gestellt, die Albertin schließlich in seine zweite Heimat zurückführte: 1974 an die Pädagogische Hochschule in Bielefeld und 1979 an die damalige Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld. Hier lehrte er bis zu seiner Entpflichtung 1989 und diente der Fakultät auch als Dekan.
Seine wissenschaftlichen Arbeiten spiegeln Orientierungsbedürfnisse der Zeit; sie galten einerseits der Geschichte des Liberalismus und der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Die politische Neuorientierung der Bundesrepublik findet sich nicht weniger im zweiten Herzensthema Albertins: der Geschichte (West-)Europas und der europäischen Einigung. In den 1980er Jahren war er eine treibende Kraft im jährlich tagenden „Arbeitskreis deutsche Frankreichforschung“ am Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg. Für den Frankreichfreund Albertin mit regelmäßigen Gastprofessuren in Bordeaux und Paris war diese Liebe zu unserem Nachbarland immer Teil seines Europäertums. Mit seinen Bielefelder Studenten reiste er regelmäßig nach Straßburg, und der Spitzname „Lothar Europa“ kam nicht von ungefähr.
Doch Mikro- und Makroebene, Heimatliebe und Weltbürgertum waren für Albertin weder Gegensätze noch Objekte subtiler Distinktionen. Vielmehr hat er als Hochschullehrer in Bielefeld die Detmolder Archivlandschaft als Chance verstanden und sie viele Jahre lang als Bereicherung für die eigenen Arbeitsansätze genutzt. Von früh an förderte er das Interesse an Lokal- und Regionalgeschichte, die in seinem Verständnis nicht getrennt von der „großen Geschichte“ zu sehen waren. Auf seine Initiative sind u.a. wichtige Arbeiten zum Einsatz von Zwangsarbeitern in der lippischen Industrie entstanden, die auch im Zusammenhang mit den Entschädigungsleistungen eine wichtige Rolle spielten. Die ihm 2007 zugeeignete Festschrift trägt den Titel „Zeit-Geschichten aus Deutschland, Frankreich, Europa und der Welt“.

Die Fakultät wird Lothar Albertin ein ehrendes Andenken bewahren.

Prof. Dr. Uwe Walter, Dekan

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Darf's ein bisschen mehr sein? Mittelalterliche Ablassurkunden aus Bielefeld und Schildesche

Veröffentlicht am 19. Februar 2018

Mit eindrucksvollen Urkunden versprachen Kirchen in Bielefeld und Schildesche ihren Besuchern Ablass. Durch Kirchenbesuch oder Spenden sollten Christen ihre Zeit im Fegefeuer verkürzen können. Die Ausstellung, die von einem Projektseminar an der Abteilung Geschichtwissenschaft konzipiert wurde, zeigt die Urkunden als Reproduktionen in Originalgröße. Ausstellungsort ist das Forum im Historischen Museum Bielefeld.

Flyer (PDF)

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Reinhart Koselleck und das Bild

Veröffentlicht am 29. Januar 2018
Pressemitteilung: Reinhart Koselleck und das Bild Pressemitteilung: Reinhart Koselleck und das Bild Pressemitteilung: Reinhart Koselleck und das Bild

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Nachruf: Georg G. Iggers (1926 – 2017)

Veröffentlicht am 12. Dezember 2017

Die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie an der Universität Bielefeld trauert um Georg G. Iggers. Der renommierte amerikanische Experte für die Geschichte der deutschen Geschichtsschreibung war zwar nie – trotz mannigfaltiger Besuche und Konferenzteilnahmen in der Stadt am Teutoburger Wald – „Bielefelder“ im Wortsinn. Aber er spielte eine Rolle bei der Etablierung und Verbreitung der Sozialgeschichte Bielefelder Spielart vor allem in der englischsprachigen Welt, deren Bedeutung kaum zu überschätzen ist.

Der in Hamburg geborene Iggers gehörte zu der Gruppe junger deutsch-jüdischer Emigranten (wenige Wochen vor dem Novemberpogrom 1938 zunächst nach London, ein Jahr darauf nach Richmond, Virginia), die im Nachkriegsdeutschland den Ursprüngen und der Geschichte des deutschen Wegs in die Barbarei nachgingen und zu diesem Zweck für ausgedehntere Zeiträume in das Land zurückkehrten, das sie einst ins Exil getrieben hatte. So führte er um 1960 persönliche Interviews mit damals einflussreichen Historikern der Generation eines Gerhard Ritter oder Hermann Heimpel, also dezidiert konservativen Verfechtern eines noch unangefochtenen Späthistorismus, den er in seinem bahnbrechenden Werk The German Conception of History. The National Tradition of Historical Thought from Herder to the Present (1968, deutsch als: Deutsche Geschichtswissenschaft. Eine Kritik der traditionellen Geschichtsauffassung von Herder bis zur Gegenwart, dtv 1971) so prägnant wie analytisch kühl kritisierte.

In diesem wirkmächtigen Buch sah er die eigentliche Grundkonstruktion des deutschen Historismus als eine Art geistige Weichenstellung auf dem Weg in die völkermordende Diktatur. Die einfühlsame Toleranz gegenüber allem Geschichtlichen, die unterschwellige Heroisierung der „großen“ Persönlichkeit und die nicht ganz heimliche Bewunderung staatlicher Machtentfaltung hätten ein Einfallstor für nationalsozialistische Allmachtsphantasien gebildet, aus der in der desillusionierten Duldungsstarre des Späthistorismus dann die exkulpatorischen Formeln der „Dämonie der Macht“ oder der „deutschen Tragik“ wurden.

Die Verbindung zur Sozialgeschichte vor allem Bielefelder Prägung ergab sich aus Iggers‘ dezidiertem Plädoyer für eine „Verwestlichung“ (Jürgen Kocka) der deutschen Historiografie, die er in den neueren Ansätzen in der deutschen Geschichtslandschaft, die sich radikal vom Historismus abgrenzten und den Aufbruch in ein auch politisch deutlich anders akzentuiertes Zeitalter postulierten und praktizierten, verkörpert sah. Iggers begleitete und popularisierte diese Neuansätze – nicht unkritisch, aber voller Sympathie –, und ohne seine breit rezipierten Publikationen, darunter vor allem auch New Directions in European Historiography (1975), hätte sich der Bekanntheitsgrad der „Bielefeld School of History“ sehr viel länger in sehr viel engeren Grenzen gehalten.

Seit 1965 lehrte Georg G. Iggers in Buffalo, New York, wo er zusammen mit seiner Ehefrau und politischer wie wissenschaftlicher Partnerin Wilma während des Vietnamkriegs eine Beratungsstelle für Wehrdienstverweigerer betrieb. Bereits zuvor waren beide, die seit 1950 zunächst an einem „schwarzen“ College in Little Rock, Arkansas, angestellt waren, kontinuierlich und engagiert in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung aktiv. Dabei hatte ihm das FBI anlässlich seiner Einbürgerung 1953 trotz ausführlicher Befragungen ungenannter Informanten im Geist der McCarthy-Jahre keine „subversiven Neigungen“ nachweisen können.

Iggers war ohnehin eher ein Verfechter der Versöhnung und des Ausgleichs. Während der Jahreshälften, die die beiden regelmäßig in der Bundesrepublik verbrachten, knüpften sie Kontakte zur Geschichtswissenschaft der DDR und versuchten, das Fachgespräch zwischen den Parteien des Kalten Krieges in Gang zu bringen. Nach 1990 war er eine wichtige Figur im Prozess der Zusammenführung der Fächer.

Wir vermissen einen Historiker der Geschichtsschreibung mit so weitreichenden Visionen wie Georg G. Iggers. Und man würde heute auch nur zehn Prozent seines humanistischen und politischen Engagements geradezu als revolutionären Ausbruch aus dem Elfenbeinturm unserer Zunft begrüßen.

10.12.2017 Thomas Welskopp

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Desk Exchange Part 2: From Bielefeld to Lund

Veröffentlicht am 24. November 2017

From left to right: Cleovi Mosuela (BGHS), Florence Mok (University of York), José Villareal (BGHS) und Susan Krause (BGHS).

While Ida Jansson from Lund University and Joshua Ravenhill from the University of York were guests in Bielefeld, three members of the BGHS, Cleovi Mosuela, José Villareal and Susan Krause went for two weeks for the Desk Exchange to Lund in Sweden.

Within the Desk Exchange in Lund the three young researchers from Bielefeld and their colleague Florence Monk from the University of York had the opportunity to get an insight into the academic system abroad, to come in contact with colleagues and researchers and to create international networks. During their stay the participants had also the chance to take part in the study programme present their dissertation projects and meet with professors.

More information about the BGHS researchers

Cleovi Mosuela is sociologist. Her research project is on Assembling Circulation: Governing the mobility of health professionals from the Philippines to Germany.

The PhD project of José Villareal is located in the field of historical sociology and focuses on the relation between Insurgent Citizenship, State Power and Regional Differences in Ecuador.

Susan Krause is historian and works with visually impaired pupils, their imaginations of the past and new concepts of inclusive schooling.

More about the Desk-Exchange:

About our guests from Lund and York

About the Desk Exchange from last year

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Job advertisement: Professorship (W 2) in General History with Special Emphasis on Contemporary History (20th/21st Centuries)

Veröffentlicht am 14. November 2017
The Faculty of History, Philosophy and Theology, Department of History at Bielefeld University seeks to fill by the soonest possible date the position of a:
Professorship (W 2)
in

General History with Special Emphasis on Contemporary History (20th/21st Centuries)


The successful candidate will be required to represent the area of contemporary history (20th/21st centuries, including the period of National Socialism) accross its full spectrum in teaching and research. The Bielefeld model asks for a theoretically oriented approach to the study of history. In order to facilitate a close cooperation with other fields of historical study as pursued in the department of history in Bielefeld and by other disciplines at Bielefeld University candidates should be able to prove competent in the application of hermeneutic as well as social scientific and culturalist methods both in teaching and research.
Initiative and experiences in the acquisition of third party funding are expected. Furthermore, the successful candidate should be committed to engage in interdisciplinary cooperation with other research focuses internally and in other disciplines such as sociology, literary studies, and the Center for the Study of Conflict and Violence. In addition, the department of history requires active participation in various international study and exchange programmes, and in its major joint research projects such as the Bielefeld Graduate School in History and Sociology, the collaborative research centre SFB 1288 ‚Practices of Comparing‘, and projected research training groups.
The faculty considers gender equality of men and women as an important goal and expects the successful candidate to contribute to its furthering.
Necessary requirements for an appointment to an unlimited W2 professorship are a completed university degree, teaching experience, a doctoral degree, and additional academic achievements. The concordance of these with the criteria as established by the department of history will be judged by the search and finding committee (§ 36 HG).
Applications from abroad are welcome. Applicants for which German is not a first language are obliged to be able to lecture in German – in addition to lectures in the English language.
Applications from applicants with major physical handicaps, or equivalent, are explicitly encouraged.
Bielefeld University has been repeatedly awarded for its achievements in promoting gender equality and is a certified "family friendly university". Applications by women are strongly encouraged, both in the academic domain and in the areas of technology, IT, and practical services. Applications will be dealt with in strict accordance with state laws.
Applications including the usual documents (cv, list of publications, including a statement highlighting the ten most important publications, two-page concepts for research and teaching respectively, list of courses taught, copies of academic diplomas) should be sent by e-mail in a single PDF document by Dec. 2nd 2017, to:


bewerbung-gephth@uni-bielefeld.de
or by postal mail to:
Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
- Der Dekan -
Postfach 10 01 31
D-33501 Bielefeld

Please do not send any originals, as the received documents will be destroyed at the end of the proceedings.

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Tags: jobs

Desk Exchange: Guests from Lund and York at the BGHS

Veröffentlicht am 14. November 2017


Ida Jannsson (Lund University) und Joshua Ravenhill (University of York). Photo by Thomas Abel

From 6 November till 17 November Ida Jansson (University of Lund) and Joshua Ravenhill (University of York) are guests at the BGHS. Their visit is part of the desk exchange Lund-York-Bielefeld program.

Joshua Ravenhill is historian and works in his PhD thesis on migrants experiences in late medieval England. “It is interesting, that the decisions they made are comparable to the decisions migrants have to do today”, he explains.

Ida Jansson, also historian, examines the development of minority rights and minority protection from the First World War until today. Her case study are the Åland Islands, as part of the Swedish-speaking minority in Finland.

Desk Exchange-Programme

The Desk Exchange-Programme offers an opportunity for doctoral researchers from Lund, York and Bielefeld University to gain an insight into the academic system abroad, to come in contact with colleagues and researchers and to create international networks. During their stays the participants have the opportunity to take part in the study programmes of the graduate schools in Lund, York and Bielefeld, present their dissertation projects and meet with professors.

An report about the BGHS doctoral researchers who are in Lund we will we published next week.

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Prüfungsamt krankheitsbedingt derzeit nicht besetzt

Veröffentlicht am 17. August 2017

Das Prüfungsamt der Fakultät ist derzeit nicht besetzt, da Frau Oldenburg bis voraussichtlich bis Freitag, 25.8.2017 erkrankt ist. Für dringende Terminangelegenheiten ist Frau Schilling in der kommenden Woche im Prüfungsamt (X-A2-100) zu folgenden Zeiten anwesend:

Di, 22.8.2017, 14-15 Uhr und
Do, 24.8.2017, 10:30-11:30 Uhr.

Für Beratungsfragen wenden Sie sich bitte an die studentische Studienberatung oder an die akademische Studienberatung durch Claus Kröger, Dr. Friederike Neumann oder Dr. Stefan Gorißen.

Wir bitten um Verständnis.
Gesendet von SGorißen in allgemein

Die Fakultät trauert um Prof. Dr. Heinrich Rüthing (5.8.1937-26.7.2017)

Veröffentlicht am 31. Juli 2017

Nachruf auf Prof. Dr. Heinrich Rüthing

Mit großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass Prof. Dr. Heinrich Rüthing nach längerer Krankheit am 26. Juli 2017 verstorben ist.

Mit Heinrich Rüthing verliert die Universität Bielefeld, die Region Ostwestfalen und die Geschichtswissenschaft einen ihrer prägenden Forscher und Lehrer. Rüthing, am Rande des Paderborner Landes in Lichtenau aufgewachsen, studierte in Münster, Konstanz und Erlangen unter anderem bei Herbert Grundmann und Arno Borst. Als Assistent von Kaspar Elm gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Fakultät für Geschichtswissenschaft an der neu eröffneten Universität Bielefeld. Seine Dissertation über den Karthäuser Heinrich Egher von Kalkar, die Habilitation über „Höxter um 1500“ und seine Arbeiten zu den Böddeker Augustiner-Chorherren setzten Maßstäbe. Gleichzeitig markieren sie drei Forschungsfelder, die Heinrich Rüthing sein Leben lang fesselten und auf die er mit unterschiedlichen Fragestellungen und zeitlichen Fokussierungen immer wieder zurückkam: die monastische Welt des Mittelalters und der frühen Neuzeit, die Geschichte der vormodernen Stadt und die Region Westfalen.

Dass Geschichtswissenschaft nicht nur im universitären Elfenbeinturm stattfinden darf, sondern die historische Bildung und das historische Argument auch und gerade ihren Platz in der Öffentlichkeit haben, war Rüthing ein wichtiges Anliegen. Das schlug sich in seinem Engagement in den historischen Vereinen der Region, in der Erwachsenenbildung und in Fragen der regionalen Kulturpolitik nieder. Für seine Fakultät wurde er zunehmend zu einer tragenden Säule des akademischen Betriebs. Reinhart Koselleck charakterisierte Heinrich Rüthing im Geleitwort zu seiner Festschrift in Anlehnung an ein Amt im Bielefelder Marienstift einmal als den stucturarius der Fakultät für Geschichtswissenschaft. Er spielte damit auf Rüthings jahrzehntelange Arbeit in Gremien wie der Bibliothekskommission oder den Lehrausschüssen an.

Heinrich Rüthing bleibt über alle wissenschaftlichen Meriten hinaus besonders auch als Mann des gesprochenen Wortes in Erinnerung. In Vorlesungen und Seminaren (in der Prä-Power-Point-Ära durch Ausgabe sorgfältig zusammengeklebter und kopierter „Faszikel“ unterstützt), während aufwendig vorbereiteter Exkursionen, in der Sprechstunde, aber auch im persönlichen Gespräch (etwa während einer Raucherpause mit dem für ihn typischen Zigarillo) gelang es Rüthing immer wieder, Geschichte lebendig werden zu lassen. Er begeisterte und faszinierte, ohne dabei die analytischen und methodischen Ansprüche seiner Zunft zu mindern. Manch einer wurde erst durch ihn zur mittelalterlichen Geschichte bekehrt, fast jedem dürfte die eine oder andere Sentenz des von ihm edierten und ausgiebig auf mittelniederdeutsch zitierten „Bruder Göbel“ im Ohr klingen.

Generationen von Kolleginnen und Kollegen, Studentinnen und Studenten schätzten die Nahbarkeit und Großzügigkeit Rüthings, seine stete Diskussions- und Hilfsbereitschaft, seine Ratschläge oder Hinweise zu historischen Problemen aller Art und nicht zuletzt seine Bereitschaft, auch über Persönliches zu sprechen. Die Abteilung Geschichtswissenschaft wird Heinrich Rüthing wegen all dieser großen und kleinen Dinge in dankbarer Erinnerung behalten.

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Small Arms – Big Business. Trading Small Arms: Political, Cultural and Ethical Dimensions

Veröffentlicht am 5. Juni 2017

Veranstaltungscover 8-10 June 2017, Conference "Small Arms – Big Business. Trading Small Arms: Political, Cultural and Ethical Dimensions in Historical and Global Perspective" am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZIF) Bielefeld, Organizer: Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock (Dresden), Prof. Dr. Angelika Epple (Bielefeld), Dr. Felix Brahm (London)

Plakatankündigung
Flyer
Programm


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Newsarchiv

Veröffentlicht am 10. April 2017

Alle News, die vor dem Wechsel auf das BIS Blogs System veröffentlicht wurden, können weiterhin im Newsarchiv der Abteilung Geschichtswissenschaft abgerufen werden.

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