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Abt. Geschichtswissenschaft

Abt. Geschichtswissenschaft - Kategorie allgemein

Claudia-Huerkamp-Preis 2020

Veröffentlicht am 30. November 2020

Die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie gratuliert den diesjährigen Preisträgerinnen des Claudia Huerkamp-Preises zu ihrer großartigen Leistung!

Claudia-Huerkamp-Preis für die beste Masterarbeit:

Mathilde Ackermann (Geschichtswissenschaft):

„Der Gérant zwischen Herren und Sklaven. Die Sozial- und Machtverhältnisse auf den Plantagen am Ende des 18. Jahrhunderts in Saint-Domingue“

 

Claudia-Huerkamp-Preis für die beste Bachelorarbeit:

 

Julia Harune Nennstiel (Philosophie):

„Analyzing Normative Language: Kratzer and Finlay on ‚must‘ and ‚ought‘“

 

Die Preisverleihung findet beim virtuellen Absolvent*innentag der Fakultät am Freitag, den 4. Dezember 2020, um 19 Uhr statt. Gäste sind herzlich willkommen; bitte wenden Sie sich an silke.becker@uni-bielefeld.de, um die Zugangsdaten für das Zoom-Meeting zu erhalten.

 

 

Für den Claudia-Huerkamp-Preis nominiert waren außerdem die folgenden Arbeiten:  

 

Bauer, Janine

(MA Bildungswiss./Ev. Theologie)

 

Religionsunterricht als Chance für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen – am Beispiel der Unterrichtseinheit zu Martin Luther

Fialik, Anna

(BA Geschichtswiss.)

 

Pompeianische Nachbarschaften. Tabernae im urbanen Kontext

Gerwin, Christine

(BA Geschichtswiss.)

 

Pilgerreisen in der Erzählung einer heiligen Frau – Statuskonstruktion und transformierende Reisen im „Book of Margery Kempe“ (ca. 1438)

Hadzik, Victoria

(M. Ed. Geschichtswiss.)

 

Historisches Lernen durch ‚digitale Bildungsreisen‘. Am Beispiel der Discovery Tour ‚Das antike Griechenland‘ in „Assassin’s Creed: Odyssey“

Hohmann, Sophia

(BA Philosophie)

 

Fiktive Interviews mit Philosoph*innen. Theoretische und praktische Perspektiven für einen inklusiveren Philosophieunterricht

König, Anna

(BA Geschichtswiss.)

 

Die sowjetischen Kriegsgefangenen im Stalag 326 (VI K) Senne und ihr Arbeitseinsatz im lippischen Forst

Niewöhner, Laura Maria

(MA Geschichtswiss.)

 

‚Kriegszitterer‘, ‚Kriegsneurotiker‘, ‚Kriegshysteriker‘: Medizinische Wahrnehmung psychischer Symptome von Soldaten im Ersten Weltkrieg

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Dissertationspreises des AKHFG für Jana Hoffmann

Veröffentlicht am 30. November 2020

Die Abteilung Geschichtswissenschaft gratuliert Jana Hoffmann zur Verleihung des Dissertationspreises des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG)! Ausgezeichnet wird sie für ihre 2019 abgeschlossene Dissertation "Die Sexualisierung der Religion – Diskurse um Sexualität, Familie und Geschlecht in der Methodistischen Kirche in den USA, 1950-1990". Jana Hoffmann untersucht am Beispiel der United Methodist Church, wie Sexualität zum Distinktionsmerkmal von Religionsgemeinschaften wurde und welche Folgen dies für Familien-, Ehe- und Geschlechtervorstellungen in den USA hatte.

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Virtuelles Kolloquium (SFB 1288) mit Matthew Specter (Berkley)

Veröffentlicht am 17. November 2020

Zoom lecture: "Atlantic Realism as Project of Comparison".

Wednesday, 9 December 2020, 4-6 p.m.

(Participants will read a paper in advance. Zoom-access via Dr. Andrea Bendlage: andrea.bendlage@uni-bielefeld.de )

Abstract: In this paper, Matthew Specter discusses a central finding of his book, The Atlantic Realist Century, 1880-1980. This work of transnational intellectual history focuses on the writings of six major intellectuals (Alfred Mahan, Friedrich Ratzel, Carl Schmitt, Karl Haushofer, Hans Morgenthau and Wilhelm Grewe) and a score of lesser-known figures. It argues that what is commonly known today as “realism” in Atlantic international relations theory, diplomatic practice, and public discourse on international affairs developed over the course of a century of German-American intellectual exchange. Specter provides an alternative account of the development of realism to histories that emphasize its descent from Bismarckian Realpolitik, or the liberal response to the rise of the Third Reich. Specter explains how and why he uses the term practice of comparison to illuminate the intellectual history of realism. Realism developed through a transnational practice of comparison. The categories of “great power” and “world power” were important categories that performed comparative work. In divergent political contexts, the fin de siècle, the interwar period, and in the postwar period, American and German intellectuals nonetheless found comparison of their nations an essential tool for describing the practices of empire and the prerogatives of nation-states. Specter’s account of the intertwined histories of German and American discourses on international affairs challenges narratives of American exceptionalism and of the German Sonderweg and provincializes an influential tradition in Western political thought.
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Trotz Corona im Ausland studieren – Wie geht das?

Veröffentlicht am 3. November 2020

 

Trotz Corona im Ausland studieren – Wie geht das?
Einladung zur ERASMUS-Infoveranstaltung der Fächer
Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte,
Philosophie und HEPS

Montag, 14.12.20, 16.15 – 17.45 Uhr

Online-Veranstaltung

Anmeldung: anke.schwengelbeck@uni-bielefeld.de

Mit Beiträgen von: Dr. Bettina Brandt (Geschichtswissenschaft, Kunstgschichte), Dr. Kinga Golus (Philosophie, HEPS), Hendrik Sundermann (IO), Julia Katharina Müller (Erasmus-Stipendiatin Geschichte) und Sarah Heide (Erasmsus-Stipendiatin Philosophie)
Gesendet von LDunkum in allgemein

Bielefelder Debatten zur Zeitgeschichte

Veröffentlicht am 30. Oktober 2020

"Vergangene Gegenwart: Deutschland und Europa seit 1990",  20.11.2020

Die Deutsche Einheit und die Transformation (Ost-) Deutschlands seit 1990 spielen in aktuellen historischen und politischen Diskursen eine wichtige Rolle. Bielefeld und der Raum Ostwestfalen-Lippe sind geografisch, politisch, wirtschaftlich und kulturell mindestens mittelbar mit der Geschichte und Nachgeschichte der Teilung verbunden, und die Transformation Ostdeutschlands wurde und wird häufig eher aus der Ferne verfolgt. Der 30. Jahrestag der Vereinigung Deutschlands und die Übernahme der Professor für Zeitgeschichte durch Christina Morina zum Wintersemester 2019/20 sind für den Arbeitsbereich Zeitgeschichte Anlass genug, das Thema sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus gesellschaftlicher Perspektive aufzugreifen. Am 20. November 2020 werden mit renommierten Gästen und (Nachwuchs-) Wissenschaftler*innen, mit Ausstellungen und viel Raum für Gespräche, einige zentrale Aspekte der "Vergangenen Gegenwart in Deutschland und Europa seit 1990" thematisiert und debattiert.

Mehr Informationen hier.

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Frauen in den Geisteswissenschaften oder: Warum „Gleichstellung“ auch 2020 noch Thema sein muss

Veröffentlicht am 12. Oktober 2020

Mittwoch, 28. Oktober 2020, 14.00-16.00 Uhr, Vortrag mit Diskussion an der Uni Bielefeld


Dr. Andrea Klonschinski, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

Frauen haben dieselben Rechte wie Männer; sie dürfen Hosen tragen, wählen, studieren und Professorin oder Bundeskanzlerin werden. Tatsächlich finden sich mittlerweile unter Abiturient*innen und Hochschulabsolvent*innen mehr Frauen als Männer. Die Rede von der „Gleichstellung“ mutet daher altmodisch und verstaubt an. Wenn überhaupt, muss man sich anscheinend eher um die Gleichstellung der Männer kümmern, von people of color oder Personen aus der LGBTQ-Community ganz zu schweigen. 

Auf der anderen Seite hat die #Metoo-Bewerbung zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen geführt, nehmen Diskussionen um Quotenregelungen für Frauen in Führungspositionen nicht ab und wird die Debatte um gendergerechte Sprache geradezu erbittert geführt. Der Auftrag, an den Universitäten auf die Gleichstellung von Männern und Frauen hinzuarbeiten, ist sogar gesetzlich verankert.

Wie passen diese Beobachtungen zusammen? Und warum sollte Sie das vermeintlich verstaubte Thema Gleichstellung interessieren?

Eine Antwort auf die erste Frage möchte ich in meinem Vortrag skizzieren und mit Ihnen diskutieren. Die grundlegende These lautet, dass insbesondere aufgrund tiefsitzender und oft unbewusst wirkender Stereotype noch längst keine Chancengleichheit von Männern und Frauen besteht. Dies lässt sich besonders in der Wissenschaft beobachten. Denn während zwar insgesamt betrachtet mehr Frauen als Männer einen Abschluss erlangen, verkehrt sich dieses Geschlechterverhältnis umso weiter ins Gegenteil, je höher es die akademische Karriereleiter hinauf geht. Unter den Professor*innen für Philosophie finden sich etwa nur noch ca. 27% Frauen. Was genau passiert da „unterwegs“ von Studienbeginn bis zur Professur – oder der Beschäftigung auf einer Führungsposition außerhalb der Universität? Und was bedeutet das für Sie und Ihr Studium? Was kann Gleichstellungsarbeit hier leisten? Der Studienbeginn, und das ist die Antwort auf die zweite Frage, ist genau der richtige Zeitpunkt, um sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. 

 

Eine Veranstaltung der Gleichstellungskommission der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld, unterstützt durch SWIP Bielefeld.

 

Rückfragen an Prof. Dr. Michaela Rehm, mrehm@uni-bielefeld.de

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt.

 

Gesendet von LDunkum in allgemein

Verhaltensregeln für das digitale Miteinander

Veröffentlicht am 21. April 2020

Handreichung für Lehrende und Studierende zum E-Learning (PDF):

Verhaltensregeln für das digitale Miteinander

Gesendet von SGorißen in allgemein
Tags: e-learning

Informationen für Studierende zur Lehre im Sommersemester

Veröffentlicht am 27. März 2020
Wichtige Hinweise zur Durchführung der Lehrveranstaltungen der Abteilung Geschichtswissenschaft im Sommersemester[Weiterlesen]
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2019 Doctoral Researcher Desk Exchange - Report

Veröffentlicht am 19. November 2019

2019 Doctoral Researcher Desk Exchange

:: Lund / York / Bielefeld ::

Peter Eriksson and Cheng Li during the library tour. Photo Hannah Grüneberg (BGHS).

From November 4 to 15, 2019, the BGHS and the Department of History host two PhD students at the Desk Exchange with our partner universities Lund and York: Cheng Li from York and Peter Eriksson from the University of Malmö in cooperation with Lund University. In his dissertation project, Cheng Li is studying how Jeremy Bentham became the intellectual leader of British reformers. Peter Eriksson researches integration concepts for foreigners in 20th century Swedish society, focusing empirically on schools.

 

The participants of the colloquium. Photo Hannah Grüneberg (BGHS).

The theoretical framework and empirical peculiarities of the dissertation projects were discussed in depth in individual discussions with experienced scientists. The available discussion partners were Bettina Brandt, Lars Deile, Kay Junge, Martina Kessel, Jörg van Norden and Willibald Steinmetz. Also the discussions with doctoral students enriched the stay, especially the colloquium organized by the doctoral students Theresa Hornischer and Sisay Megersa, which took place on November 8th. Here, exciting perspectives on content and the methodological approach to the respective dissertation projects were discussed.

Accompanying leisure activities were not neglected either: One highlight was the Sparrenburg excursion on Sunday followed by dinner in a German brewery.

Peter Eriksson and Cheng Li in front of the Sparrenburg. Photo Theresa Hornischer (BGHS).

About the program:

The Desk Exchange is part of the trilateral cooperation between the Bielefeld Department of History and the BGHS with the National Graduate School of History at the University of Lund and the PhD Program in History at the University of York. It enables doctoral students from Lund, York and Bielefeld to get to know the other university over a longer period of time, to exchange ideas with local colleagues and to network internationally. During their stays in Lund, York and Bielefeld, participants have the opportunity to attend seminars and present their dissertation projects. In addition, they are given the opportunity to exchange ideas and ideas with teachers at their host university in one-on-one discussions.

The trilateral cooperation of Bielefeld History and BGHS with the National Graduate School of History at Lund University and the PhD Program in History at the University of York promotes the European networking of young scholars and the exchange of various research traditions and theoretical perspectives in history. Since 2016, the partners have also organized an annual International PhD Conference Lund/York/Bielefeld, which takes place alternately at one of the three universities.

The Participants and their Projects:

Peter Eriksson: "Social categories and the integration of foreigners in Swedish society during the 20th century with a particular focus on the link between governmental policy and school practice".

Cheng Li: "Jeremy Bentham and his lawyer friends in changing public attitude towards law reform, 1807-1832".

Other info:

About the Desk Exchange from the past year

Gesendet von LDunkum in allgemein

2019 Doctoral Researcher Desk Exchange

Veröffentlicht am 14. November 2019

2019 Doctoral Researcher Desk Exchange

:: Lund / York / Bielefeld ::

Peter Eriksson und Cheng Li bei der Bibliotheksführung. Foto Hannah Grüneberg (BGHS).

Vom 4. bis 15. November 2019 haben wir in der BGHS und in der Abteilung Geschichtswissenschaft zwei Promovierende im Rahmen des Desk Exchange mit unseren Partneruniversitäten Lund und York zu Gast: Cheng Li aus York und Peter Eriksson von der Universität Malmö in Kooperation mit der Lund University. Cheng Li untersucht in seinem Dissertationsprojekt, wie Jeremy Bentham zur intellektuellen Leitfigur der britischen Reformer wurde. Peter Eriksson forscht zu Integrationskonzepten für "Fremde" in der schwedischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts, wobei er seinen empirischen Schwerpunkt auf Schulen legt.

Die Teilnehmenden des Kolloquiums. Foto Hannah Grüneberg (BGHS).

In Einzelgesprächen mit erfahrenen Wissenschaftler*innen wurden der Theorierahmen und empirische Besonderheiten der Dissertationsprojekte vertieft besprochen. Als Gesprächspartner*innen zur Verfügung standen Bettina Brandt, Lars Deile, Kay Junge, Martina Kessel, Jörg van Norden und Willibald Steinmetz. Auch die Gespräche mit Promovierenden bereicherten den Aufenthalt, insbesondere das von den Doktoranden Theresa Hornischer und Sisay Megersa organisierte Kolloquium, welches am 8. November stattgefunden hat. Hier konnten spannende inhaltliche Perspektiven sowie das methodische Herangehen an die jeweiligen Dissertationsprojekte diskutiert werden.

Begleitende Freizeitaktivitäten kamen ebenfalls nicht zu kurz: Ein Highlight war die Sparrenburg-Exkursion am Sonntag mit anschließendem Abendessen in einem deutschen Brauhaus.

Peter Eriksson und Cheng Li vor der Sparrenburg. Foto Theresa Hornischer (BGHS).

Über das Programm:

Der Desk-Exchange ist ein Programmpunkt der trilateralen Kooperation der Bielefelder Geschichtswissenschaft und der BGHS mit der National Graduate School of History an der Universität Lund und dem PhD Programm in History an der University of York. Er ermöglicht es Promovierenden aus Lund, York und Bielefeld, die jeweils andere Universität über einen längeren Zeitraum kennenzulernen, sich mit Kolleg*innen vor Ort auszutauschen und sich international zu vernetzen. Die Teilnehmenden haben während ihrer Aufenthalte in Lund, York und Bielefeld die Möglichkeit, Seminare zu besuchen und ihre Dissertationsprojekte zu präsentieren. Zudem wird ihnen die Chance geboten, sich in Einzelgesprächen mit Lehrenden ihrer Gastgeberuniversität auszutauschen.

Die Kooperation der Bielefelder Geschichtswissenschaft und der BGHS mit der National Graduate School of History an der Lund University und dem PhD Program in History an der University of York fördert die europäische Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses und den Austausch über diverse Forschungstraditionen und Theorieperspektiven in der Geschichtswissenschaft. Die Partner veranstalten außerdem seit 2016 eine jährliche International PhD Conference Lund/York/Bielefeld, die abwechselnd an einer der drei Universitäten stattfindet.

Die Teilnehmer und ihre Projekte:

Peter Eriksson: “Social categories and the integration of foreigners in Swedish society during the 20th century with a particular focus on the link between governmental policy and school practice”.

Cheng Li: “Jeremy Bentham and his lawyer friends in changing public attitude towards law reform, 1807-1832”.

Weitere Infos:

Über den Desk Exchange aus dem vergangenen Jahr

Gesendet von LDunkum in allgemein

Zum Tod von Prof. Dr. Jochen Hoock

Veröffentlicht am 15. Oktober 2019

Die Fakultät trauert um Prof. Dr. Jochen Hoock (1939-2019), Mitglied der Fakultät 1976 bis 1986. Ein Nachruf von Neithard Bulst:

 

Am 21. Mai ist Jochen Hoock im Alter von 80 Jahren in Kerguévarec (Bretagne) gestorben. Beruflich und familiär war er „ein Wanderer zwischen zwei Welten“. In seiner Todesanzeige heißt es: „Als überzeugter Europäer hat er sich sein Leben lang für die deutsch-französischen Beziehungen eingesetzt“. Dieses Engagement führte ihn auch nach Bielefeld. In der Anfangsphase der Reformuniversität hat er hier prägende Jahre erlebt.

Nach einem juristischen Staatsexamen in Münster studierte Hoock am Institut d’Études politiques in Paris (Sciences Po) und promovierte dort. Auf Assistentenzeiten in Bochum und Heidelberg folgte schließlich 1976 Bielefeld. Schon 1969 war er im Gefolge Reinhart Kosellecks als Vertreter der Assistenten Mitglied der „Kommission Geschichtswissenschaften des Gründungsausschusses der Universität Bielefeld“ (bis 1973) geworden. Bielefeld war auch der Ausgangspunkt seiner lebenslangen sehr erfolgreichen Bemühungen einen disziplinären und interdisziplinären Dialog zwischen deutschen und französischen Kollegen, aber keineswegs auf sie beschränkt, zu initiieren und zu verstetigen. Eine Reihe von publizierten internationalen und interdisziplinären Tagungen am Bielefelder ZiF und in Paris ist ihr sichtbares Ergebnis. Hinter dem Kooperationsabkommen, das ab 1979 die Bielefelder Fakultät für Geschichtswissenschaft mit dem Centre de Recherches historiques der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) verbindet, war er die treibende Kraft. Dieser Kooperation schloss sich zuerst die Fakultät für Soziologie an, bevor 1988 ein Vertrag zwischen der Universität und der EHESS abgeschlossen wurde.

Auf Bielefeld folgte ein Ruf nach Paderborn auf den Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit (1986) und 1992 ein Ruf nach Paris VII, eine Neugründung mit einem zu Bielefeld vergleichbaren interdisziplinären Reformanspruch, wo er bis zu seiner Emeritierung 2007 lehrte. Als Prorektor für Forschung (1998–2002) setzte er sich auch hier für ein Kooperationsabkommen zwischen ‚seinen‘ Universitäten ein, das 2001 in Bielefeld anlässlich einer vom ihm mitinitiierten Aufsehen erregenden ZiF-Tagung „Welt und Wissen. Über die Konstruktion wissenschaftlicher Erkenntnisse“ von den beiden Rektoren unterzeichnet wurde. Mit seinem Bielefelder Kollegen Neithard Bulst gründete er als begeisterter und begeisternder Lehrender 1998 das „Deutsch-Französische Studienprogramm Geschichte – Bielefeld-Paris VII“. Dessen Fortgang hat er auch nach seiner Emeritierung mit großem Interesse verfolgt. Er ließ es sich daher nicht nehmen, 2018 die weite Reise nach Bielefeld anzutreten, um an der Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Studienprogramms teilzunehmen.

Hoocks wissenschaftliches Œuvre ist thematisch und chronologisch weit gestreut. Es reicht von der Rechtssoziologie und Rechtsphilosophie zur lippischen Regionalgeschichte, von der Kaufmannschaft Rouens im 17. und 18. Jahrhundert zur Staatsreform der französischen Dritten Republik und von der historischen Statistik zur bundesrepublikanischen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Mit Sicherheit bleibend und für die Wirtschaftsgeschichte in Zukunft unverzichtbar ist die von ihm und seinem Pariser Kollegen Pierre Jeannin konzipierte und herausgegebene analytische Bibliographie „Ars Mercatoria. Handbücher und Traktate für den Gebrauch des Kaufmanns 1470-1820“. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, den Druck der im Manuskript vorliegenden zwei Teilbände des 4. Bandes zum 18. Jahrhundert mit seiner abschließenden Analyse zu erleben.

 

 

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BiBoG: Neue Ausschreibungen für MA Double Degree-Programm Bielefeld/Bologna

Veröffentlicht am 31. Juli 2019

 Binationales Masterprogramm "Geschichtswissenschaft Bielefeld - Bologna (BiBoG)"

Die Studierenden des Masterprogramms verbringen jeweils ein Studienjahr an der Universität Bielefeld und eines an der Università di Bologna. AbsolventInnen verfassen am Ende des Studiums ihre Masterarbeit unter Betreuung jeweils eines/einer deutschen und italienischen Lehrenden (Cotutelle-Verfahren) und erwerben den Masterabschluss beider Universitäten. Studierende des Programms können sich für die Mobilitätsphase von 10 Monaten in Bologna für ein monatliches Stipendium in Höhe von 825,- EUR zzgl. einer Reisekostenpauschale in Höhe von einmalig 250,- EUR und einem Zuschuss zu monatlichen Versicherungskosten bewerben.
Bewerbungsschluss für das Wintersemester 2019/2020 ist der 10. September 2019. Bewerbungen (tabellarischer Lebenslauf, Bachelorzeugnis, Motivationsschreiben, BA-Abschlussarbeit mit Gutachten) sind zu richten an bibog@uni-bielefeld.de.

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Gesendet von SGorißen in allgemein

GLOC: New advertisements for MA Double Degree-Program Bielefeld/Bologna

Veröffentlicht am 31. Juli 2019

Double MA Degree "Global Cultures - GLOC" (Univ. Bielefeld / Univ. Bologna)

Starting with the winter term 2019/2020, an English-language curriculum with the profile “Global Cultures” (GLOC) will be introduced. Enrolled students spend one academic year in at Bielefeld University and at the University of Bologna. Graduates receive MA degrees from both universities upon concluding their studies. The German Academic Exchange Service (DAAD) offers scholarships in support of this binational program. Students participating in the program can apply for a monthly grant of EUR 825 while studying abroad in Bologna plus the reimbursement of travel expenses (fixed rate of EUR 250) and insurance charges. Applications can be submitted in Bielefeld or Bologna. For Bielefeld, applications (résumé, bachelor certificate, cover letter/statement of purpose, bachelor's thesis evaluation) must be sent to gloc@uni-bielefeld.de until September 10 for the respective following academic year.

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Report: Lund-York Conference

Veröffentlicht am 4. Juli 2019


Participants of the conference. Photo: Greta Darkow

Lund York Bielefeld - Conference report:

At the BGHS there are many possibilities for transnational work. An example of this is the Bielefeld-Lund-York conference, which took place this year from 11 to 13 June. Here you can read what it is all about and how participants experienced the conference.

Since 2016 the Department of History and the BGHS cooperate with the National Graduate School of History at Lund University, Sweden, and the PhD Program in History at the University of York, United Kingdom, in doctoral training. A joint PhD conference is held every year and hosted by the partner institutions in turn.

Within the conference the partners aim to support PhD students in creating and sustaining cross-border networks, and to foster commu-nication between young researchers in Europe. The goal of the conference is to practice the short and precise oral presentation of projects in English.

Mehran Haji Mohammadian tells us how he remembers the conference:

"The conference was great! Absolutely! As a student of sociology, I was really excited by the numerous details that historians discussed. The doctoral projects that for at least three years focus on Medals, Intarsia or under the microscope in the seventeenth century! Research about sleep! Or Social Networks in an Early Modern Town. All of them! Before the conference, I had thought historians and sociologists do the same research. But not actually! We normally do not go into this level of details. Many thanks historians."

Maja-Lisa Müller reports positive impressions as well:

"The PhD-Conference Lund/York/Bielefeld has been an overall great experience. As a PhD student in the newly established study programme "Image theory and Art History" it was exciting to connect with other doctoral students in the field and learn about differences and similarities in academic culture. I have profited a lot from the exchange of ideas among the students as well as the valuable advice given by the professors and I'm looking forward to future projects with our partner universities Lund and York."

And Anastasia Zaplatina adds:

"The conference exceeded all my expectations. I have learned a lot from each panel and received a lot of inspiration from each presentation. In particular, I want to notice the workshop prepared by Dr. Chris Renwick which was dedicated to the interdisciplinary approach in social sciences. During the workshop we discussed the ongoing process of changing of borders between disciplines, the impact of interdisciplinary approach on publishing and searching for funding. I am very grateful to all the organizers and participants for the amazing experience."

We thank everyone for joining!

Further Information:

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