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Abt. Geschichtswissenschaft

Abt. Geschichtswissenschaft - Kategorie allgemein

Vorstellungsvorträge im Rahmen der Besetzung einer Juniorprofessur für Historische Bildwissenschaft/Kunstgeschichte

Veröffentlicht am 9. Februar 2021

Montag, 22. Februar 2021  | Zoom

Mehr Informationen (PDF)

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Bielefeld-York Austausch goes digital

Veröffentlicht am 22. Januar 2021

Image of the participants 

Kurz vor Weihnachten haben sich Mitglieder der BGHS mit Promovierenden aus York zu einem digitalen Coffee-Talk getroffen. Sie haben sich dabei über die aktuelle Pandemiesituation in den jeweiligen Universitäten ausgetauscht sowie über allgemeine studienbezogene Eigentümlichkeiten. Nach einem munteren Austausch waren sich alle einig, weitere Treffen folgen zu lassen.


Bielefeld-York Exchange goes digital
Shortly before Christmas, members of the BGHS met with doctoral students from York for a digital coffee talk. They exchanged information about the current pandemic situation in their respective universities and about general study-related peculiarities. After a lively exchange, everyone agreed to follow up with further meetings.
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Fakultätskolloquium am 3.2.21

Veröffentlicht am 14. Januar 2021

18-20 Uhr

 

Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg zu Berlin): Akademisches Selbstmarketing. Frühneuzeitliche Perspektiven auf ein aktuelles Thema

Den Zoom-zugang erhält man bei Anke Schwengelbeck.

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Claudia-Huerkamp-Preis 2020

Veröffentlicht am 30. November 2020

Die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie gratuliert den diesjährigen Preisträgerinnen des Claudia Huerkamp-Preises zu ihrer großartigen Leistung!

Claudia-Huerkamp-Preis für die beste Masterarbeit:

Mathilde Ackermann (Geschichtswissenschaft):

„Der Gérant zwischen Herren und Sklaven. Die Sozial- und Machtverhältnisse auf den Plantagen am Ende des 18. Jahrhunderts in Saint-Domingue“

 

Claudia-Huerkamp-Preis für die beste Bachelorarbeit:

 

Julia Harune Nennstiel (Philosophie):

„Analyzing Normative Language: Kratzer and Finlay on ‚must‘ and ‚ought‘“

 

Die Preisverleihung findet beim virtuellen Absolvent*innentag der Fakultät am Freitag, den 4. Dezember 2020, um 19 Uhr statt. Gäste sind herzlich willkommen; bitte wenden Sie sich an silke.becker@uni-bielefeld.de, um die Zugangsdaten für das Zoom-Meeting zu erhalten.

 

 

Für den Claudia-Huerkamp-Preis nominiert waren außerdem die folgenden Arbeiten:  

 

Bauer, Janine

(MA Bildungswiss./Ev. Theologie)

 

Religionsunterricht als Chance für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen – am Beispiel der Unterrichtseinheit zu Martin Luther

Fialik, Anna

(BA Geschichtswiss.)

 

Pompeianische Nachbarschaften. Tabernae im urbanen Kontext

Gerwin, Christine

(BA Geschichtswiss.)

 

Pilgerreisen in der Erzählung einer heiligen Frau – Statuskonstruktion und transformierende Reisen im „Book of Margery Kempe“ (ca. 1438)

Hadzik, Victoria

(M. Ed. Geschichtswiss.)

 

Historisches Lernen durch ‚digitale Bildungsreisen‘. Am Beispiel der Discovery Tour ‚Das antike Griechenland‘ in „Assassin’s Creed: Odyssey“

Hohmann, Sophia

(BA Philosophie)

 

Fiktive Interviews mit Philosoph*innen. Theoretische und praktische Perspektiven für einen inklusiveren Philosophieunterricht

König, Anna

(BA Geschichtswiss.)

 

Die sowjetischen Kriegsgefangenen im Stalag 326 (VI K) Senne und ihr Arbeitseinsatz im lippischen Forst

Niewöhner, Laura Maria

(MA Geschichtswiss.)

 

‚Kriegszitterer‘, ‚Kriegsneurotiker‘, ‚Kriegshysteriker‘: Medizinische Wahrnehmung psychischer Symptome von Soldaten im Ersten Weltkrieg

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Dissertationspreis des AKHFG für Jana Hoffmann

Veröffentlicht am 30. November 2020

Die Abteilung Geschichtswissenschaft gratuliert Jana Hoffmann zur Verleihung des Dissertationspreises des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG)! Ausgezeichnet wird sie für ihre 2019 abgeschlossene Dissertation "Die Sexualisierung der Religion – Diskurse um Sexualität, Familie und Geschlecht in der Methodistischen Kirche in den USA, 1950-1990". Jana Hoffmann untersucht am Beispiel der United Methodist Church, wie Sexualität zum Distinktionsmerkmal von Religionsgemeinschaften wurde und welche Folgen dies für Familien-, Ehe- und Geschlechtervorstellungen in den USA hatte.

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Virtuelles Kolloquium (SFB 1288) mit Matthew Specter (Berkley)

Veröffentlicht am 17. November 2020

Zoom lecture: "Atlantic Realism as Project of Comparison".

Wednesday, 9 December 2020, 4-6 p.m.

(Participants will read a paper in advance. Zoom-access via Dr. Andrea Bendlage: andrea.bendlage@uni-bielefeld.de )

Abstract: In this paper, Matthew Specter discusses a central finding of his book, The Atlantic Realist Century, 1880-1980. This work of transnational intellectual history focuses on the writings of six major intellectuals (Alfred Mahan, Friedrich Ratzel, Carl Schmitt, Karl Haushofer, Hans Morgenthau and Wilhelm Grewe) and a score of lesser-known figures. It argues that what is commonly known today as “realism” in Atlantic international relations theory, diplomatic practice, and public discourse on international affairs developed over the course of a century of German-American intellectual exchange. Specter provides an alternative account of the development of realism to histories that emphasize its descent from Bismarckian Realpolitik, or the liberal response to the rise of the Third Reich. Specter explains how and why he uses the term practice of comparison to illuminate the intellectual history of realism. Realism developed through a transnational practice of comparison. The categories of “great power” and “world power” were important categories that performed comparative work. In divergent political contexts, the fin de siècle, the interwar period, and in the postwar period, American and German intellectuals nonetheless found comparison of their nations an essential tool for describing the practices of empire and the prerogatives of nation-states. Specter’s account of the intertwined histories of German and American discourses on international affairs challenges narratives of American exceptionalism and of the German Sonderweg and provincializes an influential tradition in Western political thought.
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Trotz Corona im Ausland studieren – Wie geht das?

Veröffentlicht am 3. November 2020

 

Trotz Corona im Ausland studieren – Wie geht das?
Einladung zur ERASMUS-Infoveranstaltung der Fächer
Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte,
Philosophie und HEPS

Montag, 14.12.20, 16.15 – 17.45 Uhr

Online-Veranstaltung

Anmeldung: anke.schwengelbeck@uni-bielefeld.de

Mit Beiträgen von: Dr. Bettina Brandt (Geschichtswissenschaft, Kunstgschichte), Dr. Kinga Golus (Philosophie, HEPS), Hendrik Sundermann (IO), Julia Katharina Müller (Erasmus-Stipendiatin Geschichte) und Sarah Heide (Erasmsus-Stipendiatin Philosophie)
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Bielefelder Debatten zur Zeitgeschichte

Veröffentlicht am 30. Oktober 2020

"Vergangene Gegenwart: Deutschland und Europa seit 1990",  20.11.2020

Die Deutsche Einheit und die Transformation (Ost-) Deutschlands seit 1990 spielen in aktuellen historischen und politischen Diskursen eine wichtige Rolle. Bielefeld und der Raum Ostwestfalen-Lippe sind geografisch, politisch, wirtschaftlich und kulturell mindestens mittelbar mit der Geschichte und Nachgeschichte der Teilung verbunden, und die Transformation Ostdeutschlands wurde und wird häufig eher aus der Ferne verfolgt. Der 30. Jahrestag der Vereinigung Deutschlands und die Übernahme der Professor für Zeitgeschichte durch Christina Morina zum Wintersemester 2019/20 sind für den Arbeitsbereich Zeitgeschichte Anlass genug, das Thema sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus gesellschaftlicher Perspektive aufzugreifen. Am 20. November 2020 werden mit renommierten Gästen und (Nachwuchs-) Wissenschaftler*innen, mit Ausstellungen und viel Raum für Gespräche, einige zentrale Aspekte der "Vergangenen Gegenwart in Deutschland und Europa seit 1990" thematisiert und debattiert.

Mehr Informationen hier.

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Frauen in den Geisteswissenschaften oder: Warum „Gleichstellung“ auch 2020 noch Thema sein muss

Veröffentlicht am 12. Oktober 2020

Mittwoch, 28. Oktober 2020, 14.00-16.00 Uhr, Vortrag mit Diskussion an der Uni Bielefeld


Dr. Andrea Klonschinski, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

Frauen haben dieselben Rechte wie Männer; sie dürfen Hosen tragen, wählen, studieren und Professorin oder Bundeskanzlerin werden. Tatsächlich finden sich mittlerweile unter Abiturient*innen und Hochschulabsolvent*innen mehr Frauen als Männer. Die Rede von der „Gleichstellung“ mutet daher altmodisch und verstaubt an. Wenn überhaupt, muss man sich anscheinend eher um die Gleichstellung der Männer kümmern, von people of color oder Personen aus der LGBTQ-Community ganz zu schweigen. 

Auf der anderen Seite hat die #Metoo-Bewerbung zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen geführt, nehmen Diskussionen um Quotenregelungen für Frauen in Führungspositionen nicht ab und wird die Debatte um gendergerechte Sprache geradezu erbittert geführt. Der Auftrag, an den Universitäten auf die Gleichstellung von Männern und Frauen hinzuarbeiten, ist sogar gesetzlich verankert.

Wie passen diese Beobachtungen zusammen? Und warum sollte Sie das vermeintlich verstaubte Thema Gleichstellung interessieren?

Eine Antwort auf die erste Frage möchte ich in meinem Vortrag skizzieren und mit Ihnen diskutieren. Die grundlegende These lautet, dass insbesondere aufgrund tiefsitzender und oft unbewusst wirkender Stereotype noch längst keine Chancengleichheit von Männern und Frauen besteht. Dies lässt sich besonders in der Wissenschaft beobachten. Denn während zwar insgesamt betrachtet mehr Frauen als Männer einen Abschluss erlangen, verkehrt sich dieses Geschlechterverhältnis umso weiter ins Gegenteil, je höher es die akademische Karriereleiter hinauf geht. Unter den Professor*innen für Philosophie finden sich etwa nur noch ca. 27% Frauen. Was genau passiert da „unterwegs“ von Studienbeginn bis zur Professur – oder der Beschäftigung auf einer Führungsposition außerhalb der Universität? Und was bedeutet das für Sie und Ihr Studium? Was kann Gleichstellungsarbeit hier leisten? Der Studienbeginn, und das ist die Antwort auf die zweite Frage, ist genau der richtige Zeitpunkt, um sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. 

 

Eine Veranstaltung der Gleichstellungskommission der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld, unterstützt durch SWIP Bielefeld.

 

Rückfragen an Prof. Dr. Michaela Rehm, mrehm@uni-bielefeld.de

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt.

 

Gesendet von LDunkum in allgemein

Verhaltensregeln für das digitale Miteinander

Veröffentlicht am 21. April 2020

Handreichung für Lehrende und Studierende zum E-Learning (PDF):

Verhaltensregeln für das digitale Miteinander

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Tags: e-learning

Informationen für Studierende zur Lehre im Sommersemester

Veröffentlicht am 27. März 2020
Wichtige Hinweise zur Durchführung der Lehrveranstaltungen der Abteilung Geschichtswissenschaft im Sommersemester[Weiterlesen]
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2019 Doctoral Researcher Desk Exchange - Report

Veröffentlicht am 19. November 2019

2019 Doctoral Researcher Desk Exchange

:: Lund / York / Bielefeld ::

Peter Eriksson and Cheng Li during the library tour. Photo Hannah Grüneberg (BGHS).

From November 4 to 15, 2019, the BGHS and the Department of History host two PhD students at the Desk Exchange with our partner universities Lund and York: Cheng Li from York and Peter Eriksson from the University of Malmö in cooperation with Lund University. In his dissertation project, Cheng Li is studying how Jeremy Bentham became the intellectual leader of British reformers. Peter Eriksson researches integration concepts for foreigners in 20th century Swedish society, focusing empirically on schools.

 

The participants of the colloquium. Photo Hannah Grüneberg (BGHS).

The theoretical framework and empirical peculiarities of the dissertation projects were discussed in depth in individual discussions with experienced scientists. The available discussion partners were Bettina Brandt, Lars Deile, Kay Junge, Martina Kessel, Jörg van Norden and Willibald Steinmetz. Also the discussions with doctoral students enriched the stay, especially the colloquium organized by the doctoral students Theresa Hornischer and Sisay Megersa, which took place on November 8th. Here, exciting perspectives on content and the methodological approach to the respective dissertation projects were discussed.

Accompanying leisure activities were not neglected either: One highlight was the Sparrenburg excursion on Sunday followed by dinner in a German brewery.

Peter Eriksson and Cheng Li in front of the Sparrenburg. Photo Theresa Hornischer (BGHS).

About the program:

The Desk Exchange is part of the trilateral cooperation between the Bielefeld Department of History and the BGHS with the National Graduate School of History at the University of Lund and the PhD Program in History at the University of York. It enables doctoral students from Lund, York and Bielefeld to get to know the other university over a longer period of time, to exchange ideas with local colleagues and to network internationally. During their stays in Lund, York and Bielefeld, participants have the opportunity to attend seminars and present their dissertation projects. In addition, they are given the opportunity to exchange ideas and ideas with teachers at their host university in one-on-one discussions.

The trilateral cooperation of Bielefeld History and BGHS with the National Graduate School of History at Lund University and the PhD Program in History at the University of York promotes the European networking of young scholars and the exchange of various research traditions and theoretical perspectives in history. Since 2016, the partners have also organized an annual International PhD Conference Lund/York/Bielefeld, which takes place alternately at one of the three universities.

The Participants and their Projects:

Peter Eriksson: "Social categories and the integration of foreigners in Swedish society during the 20th century with a particular focus on the link between governmental policy and school practice".

Cheng Li: "Jeremy Bentham and his lawyer friends in changing public attitude towards law reform, 1807-1832".

Other info:

About the Desk Exchange from the past year

Gesendet von LDunkum in allgemein

2019 Doctoral Researcher Desk Exchange

Veröffentlicht am 14. November 2019

2019 Doctoral Researcher Desk Exchange

:: Lund / York / Bielefeld ::

Peter Eriksson und Cheng Li bei der Bibliotheksführung. Foto Hannah Grüneberg (BGHS).

Vom 4. bis 15. November 2019 haben wir in der BGHS und in der Abteilung Geschichtswissenschaft zwei Promovierende im Rahmen des Desk Exchange mit unseren Partneruniversitäten Lund und York zu Gast: Cheng Li aus York und Peter Eriksson von der Universität Malmö in Kooperation mit der Lund University. Cheng Li untersucht in seinem Dissertationsprojekt, wie Jeremy Bentham zur intellektuellen Leitfigur der britischen Reformer wurde. Peter Eriksson forscht zu Integrationskonzepten für "Fremde" in der schwedischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts, wobei er seinen empirischen Schwerpunkt auf Schulen legt.

Die Teilnehmenden des Kolloquiums. Foto Hannah Grüneberg (BGHS).

In Einzelgesprächen mit erfahrenen Wissenschaftler*innen wurden der Theorierahmen und empirische Besonderheiten der Dissertationsprojekte vertieft besprochen. Als Gesprächspartner*innen zur Verfügung standen Bettina Brandt, Lars Deile, Kay Junge, Martina Kessel, Jörg van Norden und Willibald Steinmetz. Auch die Gespräche mit Promovierenden bereicherten den Aufenthalt, insbesondere das von den Doktoranden Theresa Hornischer und Sisay Megersa organisierte Kolloquium, welches am 8. November stattgefunden hat. Hier konnten spannende inhaltliche Perspektiven sowie das methodische Herangehen an die jeweiligen Dissertationsprojekte diskutiert werden.

Begleitende Freizeitaktivitäten kamen ebenfalls nicht zu kurz: Ein Highlight war die Sparrenburg-Exkursion am Sonntag mit anschließendem Abendessen in einem deutschen Brauhaus.

Peter Eriksson und Cheng Li vor der Sparrenburg. Foto Theresa Hornischer (BGHS).

Über das Programm:

Der Desk-Exchange ist ein Programmpunkt der trilateralen Kooperation der Bielefelder Geschichtswissenschaft und der BGHS mit der National Graduate School of History an der Universität Lund und dem PhD Programm in History an der University of York. Er ermöglicht es Promovierenden aus Lund, York und Bielefeld, die jeweils andere Universität über einen längeren Zeitraum kennenzulernen, sich mit Kolleg*innen vor Ort auszutauschen und sich international zu vernetzen. Die Teilnehmenden haben während ihrer Aufenthalte in Lund, York und Bielefeld die Möglichkeit, Seminare zu besuchen und ihre Dissertationsprojekte zu präsentieren. Zudem wird ihnen die Chance geboten, sich in Einzelgesprächen mit Lehrenden ihrer Gastgeberuniversität auszutauschen.

Die Kooperation der Bielefelder Geschichtswissenschaft und der BGHS mit der National Graduate School of History an der Lund University und dem PhD Program in History an der University of York fördert die europäische Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses und den Austausch über diverse Forschungstraditionen und Theorieperspektiven in der Geschichtswissenschaft. Die Partner veranstalten außerdem seit 2016 eine jährliche International PhD Conference Lund/York/Bielefeld, die abwechselnd an einer der drei Universitäten stattfindet.

Die Teilnehmer und ihre Projekte:

Peter Eriksson: “Social categories and the integration of foreigners in Swedish society during the 20th century with a particular focus on the link between governmental policy and school practice”.

Cheng Li: “Jeremy Bentham and his lawyer friends in changing public attitude towards law reform, 1807-1832”.

Weitere Infos:

Über den Desk Exchange aus dem vergangenen Jahr

Gesendet von LDunkum in allgemein

Zum Tod von Prof. Dr. Jochen Hoock

Veröffentlicht am 15. Oktober 2019

Die Fakultät trauert um Prof. Dr. Jochen Hoock (1939-2019), Mitglied der Fakultät 1976 bis 1986. Ein Nachruf von Neithard Bulst:

 

Am 21. Mai ist Jochen Hoock im Alter von 80 Jahren in Kerguévarec (Bretagne) gestorben. Beruflich und familiär war er „ein Wanderer zwischen zwei Welten“. In seiner Todesanzeige heißt es: „Als überzeugter Europäer hat er sich sein Leben lang für die deutsch-französischen Beziehungen eingesetzt“. Dieses Engagement führte ihn auch nach Bielefeld. In der Anfangsphase der Reformuniversität hat er hier prägende Jahre erlebt.

Nach einem juristischen Staatsexamen in Münster studierte Hoock am Institut d’Études politiques in Paris (Sciences Po) und promovierte dort. Auf Assistentenzeiten in Bochum und Heidelberg folgte schließlich 1976 Bielefeld. Schon 1969 war er im Gefolge Reinhart Kosellecks als Vertreter der Assistenten Mitglied der „Kommission Geschichtswissenschaften des Gründungsausschusses der Universität Bielefeld“ (bis 1973) geworden. Bielefeld war auch der Ausgangspunkt seiner lebenslangen sehr erfolgreichen Bemühungen einen disziplinären und interdisziplinären Dialog zwischen deutschen und französischen Kollegen, aber keineswegs auf sie beschränkt, zu initiieren und zu verstetigen. Eine Reihe von publizierten internationalen und interdisziplinären Tagungen am Bielefelder ZiF und in Paris ist ihr sichtbares Ergebnis. Hinter dem Kooperationsabkommen, das ab 1979 die Bielefelder Fakultät für Geschichtswissenschaft mit dem Centre de Recherches historiques der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) verbindet, war er die treibende Kraft. Dieser Kooperation schloss sich zuerst die Fakultät für Soziologie an, bevor 1988 ein Vertrag zwischen der Universität und der EHESS abgeschlossen wurde.

Auf Bielefeld folgte ein Ruf nach Paderborn auf den Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit (1986) und 1992 ein Ruf nach Paris VII, eine Neugründung mit einem zu Bielefeld vergleichbaren interdisziplinären Reformanspruch, wo er bis zu seiner Emeritierung 2007 lehrte. Als Prorektor für Forschung (1998–2002) setzte er sich auch hier für ein Kooperationsabkommen zwischen ‚seinen‘ Universitäten ein, das 2001 in Bielefeld anlässlich einer vom ihm mitinitiierten Aufsehen erregenden ZiF-Tagung „Welt und Wissen. Über die Konstruktion wissenschaftlicher Erkenntnisse“ von den beiden Rektoren unterzeichnet wurde. Mit seinem Bielefelder Kollegen Neithard Bulst gründete er als begeisterter und begeisternder Lehrender 1998 das „Deutsch-Französische Studienprogramm Geschichte – Bielefeld-Paris VII“. Dessen Fortgang hat er auch nach seiner Emeritierung mit großem Interesse verfolgt. Er ließ es sich daher nicht nehmen, 2018 die weite Reise nach Bielefeld anzutreten, um an der Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Studienprogramms teilzunehmen.

Hoocks wissenschaftliches Œuvre ist thematisch und chronologisch weit gestreut. Es reicht von der Rechtssoziologie und Rechtsphilosophie zur lippischen Regionalgeschichte, von der Kaufmannschaft Rouens im 17. und 18. Jahrhundert zur Staatsreform der französischen Dritten Republik und von der historischen Statistik zur bundesrepublikanischen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Mit Sicherheit bleibend und für die Wirtschaftsgeschichte in Zukunft unverzichtbar ist die von ihm und seinem Pariser Kollegen Pierre Jeannin konzipierte und herausgegebene analytische Bibliographie „Ars Mercatoria. Handbücher und Traktate für den Gebrauch des Kaufmanns 1470-1820“. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, den Druck der im Manuskript vorliegenden zwei Teilbände des 4. Bandes zum 18. Jahrhundert mit seiner abschließenden Analyse zu erleben.

 

 

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