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Abt. Geschichtswissenschaft

06.06.19 Kolloquium: Zu Gast bei der Vormoderne … Anja Rathmann-Lutz (Basel): Den Wandel erzählen. Metaphern und narrative Strukturen im 12. und 21. Jahrhundert

Veröffentlicht am 8. April 2019

06.06.19 | 18.00-20.30 | X-B2-103

Linien, Kreise, Treppen, Bäume, Schichten - welche (Sprach-) Bilder, welche Text- und Zeitstrukturen werden im 12. Jahrhundert genutzt, um über Wandel und Veränderungen zu schreiben? Warum ist das für Historiker*innen des 21. Jahrhunderts von Interesse? Anja Rathmann-Lutz wird in ihrem Vortrag Beispiele aus verschiedenen Bereichen mittelalterlicher Textproduktion (Enzyklopädien, Historiographie, etc.) mit akademischen und populärwissenschaftlichen Erzählungen der «Renaissance des 12. Jahrhunderts» kontrastieren. Ziel ist es, ein offenes Gespräch über die tools, Möglichkeiten und Absichten aktueller Geschichtsschreibung in Gang zu setzen.

Anja Rathmann-Lutz ist Historikerin und Kunsthistorikerin. Sie ist PostDoc Researcher im Bereich Mittelalter und Renaissance am Departement Geschichte der Universität Basel.

 

Gesendet von Ingo Pätzold in zthf-veranstaltungen

06.05.19 Kolloquium: Zu Gast beim SFB 1288 … Vittorio Hösle (University of Notre Dame): Was sind und zu welchem Ende betreibt man Geisteswissenschaften?

Veröffentlicht am 8. April 2019
06.05.19 | 18.15-19.45 | X-E0-001
Gesendet von Ingo Pätzold in zthf-veranstaltungen

16.04.19 Kolloquium: Zu Gast bei der Alten Geschichte… Jan Eckel (Tübingen): Gespräch über Globalisierungsgeschichte

Veröffentlicht am 8. April 2019

16.04.19 | 18.15-19.45 | C01-226

 Im politischen Diskurs ist das Thema Globalisierung längst allgegenwärtig: Phänomene wie der Klimawandel, der internationale Terror oder auch die verschiedenen Migrationsbewegungen können ohne ein Verständnis der immer stärker zunehmenden Verflechtung unserer Welt nicht begriffen werden. Welche Rolle aber sollte Globalisierung in der Geschichtswissenschaft spielen? Jan Eckel (Universität Tübingen) plädiert dafür, den Globalisierungsdiskurs als historisches Phänomen zu begreifen und entsprechend zu erforschen. Seine Thesen werden in diesem Kolloquium mit allen Teilnehmenden diskutiert.

Vorbereitungstext, ein Aufsatz des Referenten in der HZ: https://uni-bielefeld.sciebo.de/s/PL9PQh7epxrTXf9

Gesendet von Ingo Pätzold in zthf-veranstaltungen

Ausstellung: Darf's ein bisschen mehr sein? Mittelalterliche Ablassurkunden aus Bielefeld und Schildesche

Veröffentlicht am 2. April 2019

10.04. - 15-09.2019 | X-A2 

Mit eindrucksvollen Urkunden versprachen Kirchen in Bielefeld und Schildesche ihren Besuchern Ablass. Durch Kirchenbesuch oder Spenden sollten Christen ihre Zeit im Fegefeuer verkürzen können. Die Ausstellung, die von einem Projektseminar an der Abteilung Geschichtwissenschaft konzipiert wurde, zeigt die Urkunden als Reproduktionen in Originalgröße und erläutert sie sachkundig. 

Gesendet von Ingo Pätzold in allgemein

Zoltán Boldizsár Simon erhält den Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft

Veröffentlicht am 24. Januar 2019

Die Universitätsgesellschaft hat Zoltán Boldizsár Simon für seine Dissertation "History in Times of Unprecedented Change" mit dem Dissertationspreis ausgezeichnet. Der Preis rühmt die besten im Jahre 2018 geschriebenen Dissertationen verschiedener Fakultäten der Universität Bielefeld. 

Die gesamte Fakultät und auch das Zentrum für Theorien in der historischen Forschung ist stolz und gratuliert zu dieser bemerkenswerten Leistung!

 Weitere Informationen gibt es hier

Gesendet von Ingo Pätzold in allgemein

Zoltán Boldizsár Simon erhält den Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft

Veröffentlicht am 24. Januar 2019

Die Universitätsgesellschaft hat Zoltán Boldizsár Simon für seine Dissertation "History in Times of Unprecedented Change" mit dem Dissertationspreis ausgezeichnet. Der Preis rühmt die besten im Jahre 2018 geschriebenen Dissertationen verschiedener Fakultäten der Universität Bielefeld.

Das Zentrum für Theorien in der historischen Forschung ist stolz und gratuliert zu dieser bemerkenswerten Leistung!

 Weitere Informationen gibt es hier

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15.02.19 Workshop: Der de/codierte Körper. Theorien und Praktiken des Physiognomischen

Veröffentlicht am 19. Dezember 2018

15.02.2019 |  9:30-19:00 Uhr | Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) | Tagungsraum "Round Table"

Nahezu von Anfang ihres Bestehens an steht die Physiognomik wie kaum eine andere Denktradition zwischen den sich später ausdifferenzierenden Natur- und Geisteswissenschaften, etwa mit der Hippokratischen Medizin einerseits und Theophrasts Sammlung literarischer Charaktere andererseits. Sie lässt sich als eine Lektüre eines Fremden, Verborgenen verstehen, das über sinnlich wahrnehmbare Zeichen objektiviert oder decodiert werden soll. Ziel der Physiognomik war es oft, ein geheimes Individuelles im Gegensatz zu einem Systematischen und Normativen zu erkennen, sei es hinsichtlich menschlicher Emotionen oder eines spezifischen Lebensraums. Physiognomisch wird erschlossen, was sich nicht ohne weiteres auf einen Begriff bringen lässt. Gerade in der Vormoderne nutzen daher etablierte wie aufkommende Wissenschaften, darunter die Anthropologie, Botanik und Psychologie, in der Moderne vermehrt auch die Geschichtswissenschaft und die Bildwissenschaft, um nur einige zu nennen, physiognomische Methoden einschließlich ihrer Rückkopplungen in der Kritik. In den Bildkünsten des 19. Jahrhunderts wird das Individuum mit seiner Mimik und seinem Habitus im Zeichen der Unverwechselbarkeit wie auch als Produkt sozialer Zwänge entdeckt und in dieser Ambivalenz von Natur und Gesellschaft problematisiert. Zugleich wird Unverwechselbarkeit des Individuellen in der Folge einer biopolitisch grundierten Verwissenschaftlichung zum Mittel der Identifizierung und Klassifizierung. 

Nachdem die Erforschung der Physiognomik in den 1980er-Jahren an Auftrieb gewonnen hat (Gombrich 1977; Mattenklott 1982; Blankenburg 1988; Käuser 1989; Braungart 1995; Campe/Schneider 1996; Schmölders 1994 & 1997), hat sich das Forschungsfeld im Anschluss relativ stark in den verschiedenen Disziplinen differenziert (Mraz/Schögl 1999; Breitenfellner 1999; Bühler 2004; Pabst 2007). Zu dieser Differenzierung gehört etwa auch die Aufmerksamkeit für den medizinischen Blick der Physiognomik (Foucault; Didi-Huberman 1997), für die wissenschaftsgeschichtlichen Bedingungen (Christians 2000), für das institutionelle Wissen (Bohde 2012), und schließlich für Probleme der Kulturgeschichtsschreibung (Gray 2004), etwa auch hinsichtlich der kulturellen Funktion von Gesicht und Gesichtlichkeit (Beilenhoff 2006; Weigel 2013).

Tatsächlich ist der Blick auf den menschlichen Körper und seine Darstellung in Kunst und Medien seit einiger Zeit signifikanten Veränderungen unterworfen. In jüngeren Debatten hat sich die Aufmerksamkeit von der eher soziologisch-ästhetischen Frage, wie Körper und Körperdarstellung durch soziale Faktoren determiniert sind, verschoben zu der stärker technisch orientierten Frage nach den Praktiken, in denen Körper in Interaktion mit jeweiligen Umwelten stehen (z.B. bereits Deleuze/Guattari 1992). Damit rücken dynamische Verhältnisse in den Blick, die nicht in einer Semiotik bestimmter Zeichen (z.B. des Habitus) aufgehen und sich vielmehr in Prozessen (etwa der Synchronisierung, Vernetzung, Überlappung) niederschlagen, zum Beispiel dem Zusammenspiel von menschlichem Körper und materiellen Akteuren (Latour 2001, Rheinberger 1992). Anders als in sozialen Dispositiven mit ihren beschreibbaren Strukturen geht es dabei um bewegliche Wirkungsgefüge, die gerade in dieser Beweglichkeit zu fassen sind. 

Der Workshop der "Der de/codierte Körper. Theorien und Praktiken des Physiognomischengeht diesen Fragen nach. Er ist zugleich die erste Tagung des im vergangenen Jahr gegründeten International Network for the History of Physiognomy, das es sich zum Ziel setzt, die Forschungen zur Geschichte des Physiognomischen interdisziplinär zusammenzuführen. Das Netzwerk geht von der Gegenwartsdiagnose aus, dass im digitalen Zeitalter mit seiner un/kontrollierten Zirkulation und Vernetzung körperlicher Zeichen die Rede vom Physiognomischen einschließlich ihrer historischen Logik und Semantik von großer Aktualität ist.

Flyer 

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Gesendet von Ingo Pätzold in zthf-veranstaltungen

Rezension zur Ausstellung „Reinhart Koselleck und das Bild“

Veröffentlicht am 14. Dezember 2018
Im Blog des Journal of the History of Ideas hat Jonathon Catlin eine Rezension zur vergangenen Ausstellung „Reinhart Koselleck und das Bild“ verfasst. Sie finden den Beitrag im Bereich Mediathek oder durch einen einfachen Klick hier.
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6.-8.12.18 Tagung: Bedingungen möglicher Geschichten. Die Vielfalt Reinhart Kosellecks

Veröffentlicht am 12. November 2018

Vom 6.-8. Dezember 2018 findet im ZiF der Universität Bielefeld die Tagung "Bedingungen möglicher Geschichten. Die Vielfalt Reinhart Kosellecks" statt.

Das Programm dazu kann man hier finden.

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21.11.2018 Informationsveranstaltung: ERASMUS - Auslandssemester Geschichtswissenschaft und Philosophie

Veröffentlicht am 9. November 2018

21.11.2018 | 16-18 Uhr | X-B2-103

- Informationen des International Office zum ERASMUS+ Programm
- Informationen der ERASMUS-Programmbeauftragten der Abteilungen Geschichte & Philosophie über Partneruniversitäten und Bewerbungsmodalitäten
- Erfahrungsberichte von ERASMUS-Studierenden

Weitere Informationen gibt es hier (PDF)

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8./9.11.2018 Workshop: Handlungsakte. Mediale Formen von Anleitungen in den Künsten.

Veröffentlicht am 2. November 2018

08. - 09.10.2018 | X-A4-113

‚Anleitungen‘ adressieren in den unterschiedlichen zeitlichen, kulturellen und technischen Zusammenhängen eine Praxis, die im Sinne einer ‚Gebrauchsanweisung‘ die Handhabung von Dingen und/oder Abläufen leitet. Einerseits realisieren sich Anleitungen in unterschiedlichen Medien, andererseits produzieren wiederum verschiedene Medien auch jeweils spezifische Formen von Anleitungen. In diesen Formationsverfahren entsteht zwischen Ding und Mensch ein wechselseitig konstituierendes Verweisungsverhältnis.

Anleitungen, verstanden als Handlungspraktiken, sind bislang nur wenig kulturhistorisch und -theoretisch bearbeitet worden. Der zweitägige Workshop fragt nach medialen Erscheinungsformen von Anleitungsformaten. Referierende aus der Kunstgeschichte, sowie der Bild- und Medienwissenschaften diskutieren dabei, welchen Stellenwert Anleitungen in den Künsten zu verschiedenen Zeiten und Epochen einnehmen und wie diese letztlich unterschiedliche Handlungen oder Betrachtungsweisen formieren. Der historische sowie mediale Wandel von Anleitungen und wie sie Praktiken in Routinen überführen können, bildet den Rahmen des bildwissenschaftlich/kunstgeschichtlich ausgerichteten Workshops.

Um eine kurze Anmeldung per E-Mail wird gebeten: 
veronica.peselmann@uni-bielefeld.de 

Flyer

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Bild-Vergleiche. Formen, Funktionen und Grenzen des Vergleichens von Bildern

Veröffentlicht am 2. November 2018

Das vergleichende Sehen prägt die Rezeption vieler Ausstellungen. Auch die kuratorische Praxis selbst besteht in der Regie einer Vielzahl von Vergleichen. Was sind Formen, Voraussetzungen und Grenzen des Vergleichens, die in Ausstellungen wirksam werden, etwa durch die Auswahl der Exponate, deren räumliche Anordnung den Einsatz von Zeigemedien und Paratexten?

Mit dem Fokus auf Praktiken des Vergleichens werden auch die Materialität und der situative Kontext der Ausstellung in ihrer Wirkmacht deutlich - Faktoren, welche das vergleichende Sehen beeinflussen. Im Zentrum der Tagung stehen die Varianz und der Wandel der Praktiken des Vergleichens in Hinblick auf die Historizität von Ausstellungen, die verschiedenen Objekte und die Zuordnung zu Disziplinen und Institutionen.

 

Neben Vorträgen und Diskussionen werden innerhalb der 'Ortsbegehungen' von Ausstellungen in verschiedenen Bielefelder Institutionen kuratorische Mikrosituationen und die damit verbundenen Praktiken des Vergleichens vorgestellt.

 

15. -17. November 2018

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