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Fachsprachenzentrum BLOG NEU - Kategorie News

Programm der Deutsch-Französischen Gesellschaft

Veröffentlicht am 11. September 2018

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Bielefeld e.V. hat ihr Programm für die zweite Jahreshälfte 2018 und einen Ausblick auf den Januar 2019 veröffentlicht.

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehören wieder Filmabende mit französischsprachigen Originalfassungen, der Table Ronde, der Cercle Littéraire, sowie Kochabende in der Lehrküche Cuisine Francaise.

Die genauen Termine und weitere Informationen finden Sie unter: http://www.dfgbielefeld.de/

Außerdem finden Sie dort den aktuellen Programmflyer.


Gesendet von FPolkowski in News

C-Tests für Kurse des WiSe 18/19

Veröffentlicht am 11. September 2018
Das neue Semester beginnt gut einem Monat. Grund genug sich auch schon einmal Gedanken zu machen, ob man nicht in diesem Semester einen Sprachkurs am FSZ belegen möchte. Unsere Kurse sind bereits online im ekvv einsehbar. Für die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch ist es auch das kommende Semester wieder notwendig einen C-Test zur Einstufung des Kursniveaus zu absolvieren. Dieser findet zu folgenden Terminen in C01-289 stattt:

Mittwoch, 12.09. | 12:00, 12:45 Uhr
Dienstag, 18.09. | 14:00, 14:45 Uhr
Donnerstag, 20.09. | 10:00, 10:45 Uhr
Montag, 24.09. | 16:00, 16:45 Uhr
Mittwoch, 26.09. | 10:00, 10:45 Uhr
Donnerstag, 27.09. | 14:00, 14:45 Uhr
Freitag, 28.09. | 12:00, 12:45 Uhr
Dienstag, 02.10. | 12:00, 13:00 Uhr
Donnerstag, 04.10. | 14:00, 15:00 Uhr
Freitag, 05.10. | 10:00, 11:00 Uhr

Beginn der Vorlesungszeit
Dienstag, 09.10. | 18:00, 19:00 Uhr
Mittwoch, 10.10. | 18:00, 19:00 Uhr
Donnerstag, 11.10. | 18:00, 19:00 Uhr
Freitag, 12.10. | 16:00, 16:45 Uhr

Aus zeitökonomischen Gründen findet der Test im 45/60-Minuten-Takt statt. Die Maximalteilnehmerzahl ist zu jeder Startzeit auf 20 Personen begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Es wird empfohlen, den C-Test so früh wie möglich zu absolvieren. Weitere Informationen finden Sie auf: http://www.uni-bielefeld.de/fachsprachenzentrum/tests_and_certs/placement.html

Gesendet von FPolkowski in News

Bibliobus: Termine ab August 2018

Veröffentlicht am 2. August 2018

Lust auf die neuesten französischen Romane? Aktuelle Filme? Auf aktuelle französische Musik?

Schön, dass der Bücherbus des Institut Français Düsseldorf  Station an der Uni Bielefeld macht!

Einfach zum Schnuppern vorbeischauen. Und ausleihen, was gefällt!

Wo? - Zwischen den Zähnen D und E


Wann? - Wieder ab August, jeden letzten Dienstag des Monats, von 15.00 bis 17.00.

Die Planung ab August 2018 ist wie folgt (Änderungen vorbehalten):

-> 28. August 2018
-> 25. September 2018
-> Oktober: Pause
-> 27. November 2018
-> Dezember: Pause

Weitere Informationen unter



oder bei Sylvie Richard (srichard@uni-bielefeld.de)

Gesendet von SRichard in News

Porträt Harun Kocatas

Veröffentlicht am 4. Mai 2018
Nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille

Lieber Harun, woher kommst du genau?

Ich komme aus der Türkei, aus Van in der Osttürkei. Die Stadt liegt an der Grenze zum Iran. Bis zur Gymnasialzeit habe ich in Van gelebt. Danach bin ich mit meiner Familie nach Istanbul umgezogen. Da habe ich mein Abitur gemacht und auch den Bachelor. Es sind jetzt 11 Jahre, die wir in Istanbul leben. Istanbul bietet sehr viel mehr Arbeitsmöglichkeiten und kulturelle Angebote als Van. Van ist eine Millionenstadt, antik und sehr schön. Van ist die Hauptstadt des altorientalischen Urartu-Reiches gewesen. Auch viele armenische Spuren gibt es wie die Insel Akdamar im Van-See. Es gibt diesen riesigen See (wir nennen ihn Meer) mit einem Ungehheuer wie Loch Ness und die weiße Van-Katze, die ein grünes und ein blaues Auge hat. Istanbul mag schön sein, aber Van ist für mich die attraktivere Stadt. Schade, dass das Existieren dort so schwer fällt.

Wie bist du nach Bielefeld gekommen?

In der Türkei habe ich Lehramt für Türkisch an der Marmara-Universität in Istanbul studiert. 2013 und 14 war ich als Erasmus-Student in Essen. Da habe ich angefangen, Deutsch zu lernen. Als ich in Essen war, habe ich beschlossen, meinen Master in Deutschland zu machen. Ich habe noch ein Jahr als Türkischlehrer in der Türkei gearbeitet und nebenbei mein Deutsch verbessert. Danach habe ich mich an deutschen Universitäten beworben und mache nun einen Master hier in Bielefeld in Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie. Die Stadt kannte ich vor meiner Bewerbung nicht, wusste aber, dass es eine kleine Stadt ist. Aus der Hektik, der Anstrengung, die man in einer Weltstadt täglich lebt, wollte ich weg.

Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?

Das Meer vermisse ich sehr. Meine Familie und Istanbul mit seinem Wetter, seinem Essen.

Bielefeld ist eine Unistadt, eine kleine Stadt - und trotzdem hat man viele Möglichkeiten in allen Lebensbereichen. Ob Kultur, Freizeit, Uni, Natur ... überall gibt es viele Angebote. Das Verkehrsnetz ist phantastisch ausgebaut, man kommt auf viele Arten und Weisen schnell überall hin. Und an der Uni erlebe ich, wie interessant interdisziplinäre Begegnungen sind.

Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?

Ich unterrichte seit 2015 Türkisch. Davor habe ich Praktika gemacht. Zum Beispiel am Junus Emre-Institut. Das ist das türkische Äquivalent zum Goethe-Institut.

Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.

Das Türkische besitzt zum Beispiel viele arabische Lehnwörter. Als ich Flüchtlinge in der Türkei unterrichtet habe, benutzte ich Lehnwörter aus dem Arabischen im Türkischen, die aber einen Bedeutungswandel erfahren haben. Das hat zu lustigen Missverständnissen geführt. Das Wort medrese, zum Beispiel, hatte ich als Bezeichnung für die Universität benutzt. Im Arabischen heißt das aber heute einfach nur Schule. Für die Uni gibt es ein anderes Wort. Anstatt also zu fragen: "Willst du später an die Uni gehen?", ist das bei den Teilnehmern angekommen als: "Willst du mal zur Schule gehen?"
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Porträt Eliana Mastrantuono

Veröffentlicht am 3. Mai 2018
Nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille

Liebe Eliana, woher kommst du genau?

Ich komme aus Mailand. Wirklich mitten aus Mailand. Das von Mal zu Mal schöner wird, wann immer ich hinreise. Wir hatten vor einigen Jahren die Expo da, und man hat viel Geld in die Stadt investiert. Milano ist grün, es gibt viele Parks, trotz allem, was so geredet wird. Auch wenn es eine große Stadt ist, ist man schnell in der Natur.

Wie bist du nach Bielefeld gekommen?

Am  Anfang, es war vor zwei Jahren, war ich während meiner Doktorarbeit zu einem Besuch am CITEC. Ich habe in Spanien promoviert: Über Sprache und Perzeption von gehörlosen Jugendlichen. Bei diesem ersten Besuch in Bielefeld hatte ich eine schicksalhafte Begegnung. Ich habe nämlich meinen jetzigen Partner kennengelernt. Einen Italiener, der in Bielefeld lebt.

Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?

Mir fehlt vieles aus Italien. Seit mehr als sechs Jahren lebe ich nicht mehr dort, und vor allem fehlt mir die Art und Weise, wie man dort zusammen mit Freunden lebt. Vielleicht liegt es nur an der gemeinsamen Muttersprache. Vielleicht aber auch nicht. Es scheint mir dort viel einfacher zu sein, mit anderen Menschen in einen vertrauten Kontakt zu kommen. Außer in Italien und Deutschland habe ich länger in England und Spanien gelebt. In Spanien ist man sofort sehr informell, aber es kommt nach meiner Erfahrung nicht zu intensiven, wirklich vertrauten Kontakten. In England war es das Gegenteil. Sehr formal alles am Anfang, aber dann entstehen tiefe Freundschaften. Mit den Deutschen habe ich noch nicht so viele Erfahrungen gemacht. Es ist ein gutes Jahr, dass ich hier lebe, und ich habe mich zuerst in meine neue Beziehung finden müssen, die beruflichen Angelegenheiten regeln, die Sprache lernen. Ich brauche noch Zeit und habe noch kein rechtes Bild von den Deutschen.

In Bielefeld gefällt mir, dass es so eingetaucht ins Grüne ist. Außerdem scheint mir hier alles in geordneten Bahnen zu verlaufen. Aber, wie gesagt, noch habe ich wenige Erfahrungen gesammelt.

Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?

In den letzten Jahren habe ich mich mehr der Forschung gewidmet. Davor aber habe ich Gehörlose unterrichtet, Italienischunterricht gegeben und auch Philosophie gelehrt. In der Philosophie habe ich mich mit Sprachphilosophie beschäftigt und mich auf Gebärdensprache spezialisiert.

Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.

Mit fällt gerade der Unterricht mit den Gehörlosen ein, und was mir in den Sinn kommt, ist gar nicht anekdotisch. Es sind doch oft sehr schwere Situationen. Ich denke an einen Jungen, der 15 war, als ich anfing, ihn für zwei Jahre zu unterrichten. Als Kind hörender Eltern hatte er gar keine Sprache gelernt, auch keine Gebärdensprache. Es fiel ihm so schwer, Gesten zu erinnern, und die Sprachlosigkeit brachte ihn in eine so traurige Isolation... Ich muss wirklich  nach etwas Komischem in meiner Erinnerung kramen.

Da fällt mir ein lustiger "Kulturschock" ein. Mit chinesischsprachigen Studenten hatten wir nach dem Unterricht einen chinesisches Restaurantbesuch geplant und davor einen italienischen Aperitiv. Die Studenten hatten das beste chinesische Lokal ausgesucht, ich die beste Mailänder Enothek. Nachdem wir einige erlesene und sündhaft teure Weine gekostet hatten, führten die Studenten mich in das Restaurant und wählten für mich aus, was an lukullischen Highlights auf keinen Fall zu verpassen war. Es startete mit dem Getränk. Ein ganz exquisiter Soja-Drink!

Gesendet von SHecht in News

Sprache im Tandem

Veröffentlicht am 30. April 2018

Kennen Sie schon unsere Tandem-Pinnwand?

All jene, die ihre Sprachkenntnisse auch außerhalb unseres Seminarangebots noch weiter ausbauen möchten, können die Möglichkeit nutzen, über unsere Tandem-Pinnwand einen Partner/ eine Partnerin für ein Sprachtandem zu finden.

Wegen der Bauarbeiten am Seiteneingang C01 befindet sich die übergangsweise mobile Pinnwand momentan direkt im Eingangsbereich unserer Lounge in C01-244.

Wer sich auf die Suche begeben möchte hat zwei Möglichkeiten: Entweder Sie hängen ein ausgefülltes Formular, auf dem Sie die gewünschte Sprachkombination und ihre Kontaktdaten eintragen, an die Pinnwand, oder Sie suchen unter den bereits angepinnten Formularen eine Person aus, mit der Sie lernen möchten und kontaktieren diese.


Das FSZ wünscht viel Erfolg bei der Suche und beim gemeinsamen Lernen.

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Do you know our tandem pinboard?

Everbody who wants to train their language skills beyond our seminars, has the possibility to use our tandem pinboard to look for a tandem partner.

Due to the construction work at the side entrance in C01, our pinboard is currently mobile and can be found in our lounge in C01-244.

If you are interested, you have two possibilities: Either you fill out the form and leave behind information about yourself, your wished language combination and your contact, or your select one of the forms already pinned on the board and contact the person of your choice.

The language centre wished good luck finding a Partner and learning together.

Gesendet von FPolkowski in News

C-Test-Termine SoSe 2018

Veröffentlicht am 16. April 2018

Wer in den Sprachen Englisch, Spanisch oder Französisch zu ersten Mal einen Sprachkurs des FSZ besuchen möchte, muss auch vor dem kommenden Wintersemester 18/19 sein Niveau einstufen lassen. Es ist zu empfehlen, die Einstufung so früh wie möglich abzuschließen. Daher bieten wir schon während des laufenden Semesters zu folgenden Terminen den C-Test in Raum C01-242 an:

Donnerstag, 19.04. | 14:00 und 14:45 Uhr

Donnerstag, 03.05. | 14:00 und 14:45 Uhr

Donnerstag, 17.05. | 14:00 und 14:45 Uhr

Donnerstag, 07.06. | 14:00 und 14:45 Uhr

Donnerstag, 21.06. | 14:00 und 14: 45 Uhr

Bitte seien Sie jeweils rechtzeitig einige Minuten vor der gewünschten Startzeit am Raum.

ACHTUNG: Wer noch eine Einstufung für einen Kurs des laufenden Sommersemesters 2018 nachweisen muss, kann dazu nur noch den Termin am 19.04. nutzen!

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Porträt Marie Farge

Veröffentlicht am 5. April 2018

Nach einem Interview-Leitfaden von Myriam Goupille

Liebe Marie, woher kommst du genau?
Geboren bin ich an der Elfenbeinküste. Aber eigentlich komme ich aus Frankreich, denn ich war etwa eineinhalb, als ich die Elfenbeinküste verließ. Meine Eltern leben in einer kleinen Stadt mit Namen Chateauroux, in der ich aufgewachsen bin bis zum Abitur. Mit 17 bin ich dann zum Studium nach Limoges, wo ich zwei Jahre lang Wirtschaft studiert habe. Die nächste Station mit 19 war Spanien  Ein Jahr lang habe ich als Erasmus-Studentin in Valencia gelebt. Nach der wundervollen Erasmus-Erfahrung bin ich zum weiteren Studium nach Orleans, wo ich meine Licence in Wirtschaft und Sprachen (Englisch und Spanisch) bekommen habe. Die Licence ist der französische Name für den Bachelor.

Wie bist du nach Bielefeld gekommen?
Durch meinen Mann. Eine Bielefelder Firma hatte ihn angeworben. Er hat mich gefragt: Würdest du mitkommen? Ich habe 'Ja' gesagt. Ohne jede Deutschkenntnis. 2011 sind wir hier angekommen, und ich habe erst einmal Deutsch gelernt. Sowohl in einer Sprachschule als auch als Kellnerin in einem Café. Das kann ich jedem nur empfehlen, der eine Sprache lernen will. Geh ins Land, mach einen Sprachkurs und such dir parallel eine Arbeit mit Kollegen- und Publikumskontakt! Wenn es irgend geht.

Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?
Oh ja. Gastronomisch zum Beispiel vermisse ich die wunderbaren pâtes aus Frankreich, die saucisson, eine getrocknete französische Salami, die ich so lecker finde. Ich bin der herzhafte Typ, und man sieht, das Essen steht an erster Stelle…
Durch die neuen Technologien vermisse ich Frankreich ansonsten nicht so sehr. Der einfache Zugang zu den audiovisuellen Medien erlaubt mir eine tägliche Verbindung mit dem Land. Manchmal vermisse ich allerdigs ein bisschen Chaos. Es ist doch alles sehr reglementiert und geordnet in Deutschland. Chaos entsteht durch Spontaneität, und das bedeutet, dass jederzeit etwas Überraschendes passieren kann. Hier in Bielefeld läuft alles gleichmäßig und vorhersehbar ab. Das beruhigt, und man fühlt sich vor bösen Überraschungen geschützt. Allerdings gibt es auch die schönen nicht oder sehr selten.
In Bielefeld schätze ich das Praktische. Auch die Sicherheit der Stadt, insbesondere für mich als Frau. In Frankreich liegt mehr Verführung in der Luft, die zuweilen in Aggression oder Belästigung übergeht. Hier in Bielefeld fühle ich mich freier als Frau. Ich muss nicht ständig eine Hab-Acht-Haltung haben. Ich glaube auch, dass die Leute einen anderen Blick auf den Körper haben. Nacktheit zum Beispiel ist etwas Selbstverständliches. Nackte Kinder im Freibad etwa oder im Park hielte ich in Frankreich für undenkbar. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Franzosen ständig andere Leute beurteilen. Der ist so und die so. Und wie sieht das denn aus! Und das kann man doch nicht tun oder tragen und dies. Auch ich war ein bisschen so. Jetzt finde ich das nicht mehr relevant. Ein Beispiel: In Frankreich fragen mich Leute häufig, ob sie meine Haare anfassen dürfen. Das passiert in Bielefeld wirklich selten.

Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?
In Frankreich habe ich etwa zwei Jahre lang Immobilien verwaltet. Danach war ich in Bielefeld und habe nach dem erwähnten Spracherwerb eine Ausbildung als Visagistin in Berlin gemacht. Bin ein bisschen hier und dort gewesen mit meiner Arbeit. Dann kam meine Tochter, und ich brauchte eine Tätigkeit mit Planungssicherheit. Damit fing meine Arbeit als Sprachlehrerin an. Zunächst mit Privatschülern. Dann weitete sich das aus auf alle möglichen Sektoren des Sprachunterrichts.

Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.
Mir fällt eine Nettigkeit aus einer Gruppe an der Volkshochschule ein. Unser Thema war La Vallée de la Loire. Wir haben über die dortige Spezialität der Tarte Tatin, einen Apfelkuchen, gesprochen. Zwei Schwestern hatten einmal ein Restaurant - in Lamotte-Beuvron, glaube ich. Eine war in der Küche, die andere im Service. Eines Tages war es so voll und stressig, dass die Köchin den Teig vergessen hat beim Apfelkuchen. Sie holte die Tarte aus dem Backofen - sieht mit Schrecken, dass der Teig noch draußen steht, legt ihn auf die gebratenen Äpfel und schiebt alles noch einmal in den Ofen. So entstand ein neues Rezept, das zur lokalen Spezialität geworden ist.
Die Überraschung: In der nächsten Woche brachte eine Studentin eine selbst gebackene Tarte Tatin mit. Das hat mich sehr berührt und gefreut. Der Unterricht ist ins Leben übergegangen.

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Porträt Matteo Tasso

Veröffentlicht am 5. Februar 2018

Nach einem Interview-Leitfaden von Myriam Goupille

Lieber Matteo, woher kommst du genau?Matteo Tasso
Ich komme aus Asti, einer piemontesischen Stadt in der Nähe von Turin. Die Stadt, die jeder kennt. Denn jeder kennt Asti Spumante. Und viele kennen auch Paolo Conte. Der kommt auch aus Asti. Noch genauer gesagt komme ich aus Cocconato, einem Dorf mit 1.500 Einwohnern, das etwa 30 km von Asti entfernt liegt. Für meine Mutter war es immer schwierig, uns drei Jungs zu unterschiedlichen Uhrzeiten zum Gymnasium nach Asti und zurück zu bringen. Am Nachmittag dann jeden zu seinen Sportveranstaltungen. Als ich sechzehn war, sind wir deshalb nach Asti gezogen. Und seit sechs Jahren gibt’s zu den drei Jungs auch noch ein Mädchen.

Wie bist du nach Bielefeld gekommen?
Zum ersten Mal bin ich 2015 in Bielefeld gewesen. Im September. Im Rahmen eines universitären Projektes zwischen Bielefeld und Turin. Damals war ich für einen Monat Gast in einer Bielefelder Familie, zu der ich immer noch den allerbesten Kontakt pflege. Die Universität und die Leute in Bielefeld haben mir so gut gefallen, dass ich ein Jahr später als Erasmusstudent zurückgekommen bin. In diesem Jahr habe ich meine Lebenspläne geändert. Meinen italienischen Masterstudiengang in Übersetzungswissenschaft mit den Fremdsprachen Deutsch und Englisch habe ich nicht beendet und bin auf Deutsch als Fremdsprache umgesattelt.

Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/Oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?
Das erste, was mir fehlt, sind die Menschen. Meine Familie, meine Freunde in Italien. Alte Freunde, die ich kenne, solange ich lebe, und andere, mit denen ich meine Jugendzeit verbracht habe. Ich will diese Kontakte nicht verlieren.
Das zweite, das mir fehlt, ist definitiv das Essen. Die Qualität der italienischen Produkte, unsere Mozzarella, unsere Schinken, Tomaten, frisches  Gemüse. Hier in Deutschland muss ich auf vieles verzichten, vor allem auf Qualität. Der Unterschied ist schon sehr deutlich. Anfangs war das ziemlich frustrierend. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden und erwarte nichts mehr. Ich passe mich den Gegebenheiten halt an.
Das nächste ist das Wetter. Der Sonnenmangel deprimiert mich spürbar, und ich muss Vitamin-D zu mir nehmen, sonst werde ich hier zum Trauerkloß.
Was mir dagegen in Bielefeld gefällt ist, dass es eine Universitätsstadt und gleichzeitig klein ist und eine gute verkehrstechnische Infrastruktur hat. Die Wege sind so kurz, mein Leben wird dadurch länger! Ich habe hier einfach mehr Lebenszeit. Außerdem komme ich, wie schon gesagt, sehr gut mit den Menschen hier klar. Ich finde sie hilfsbereit und vertrauenswürdig. Hier gilt ein Wort, nicht nur das von Freunden. Ich kann mich auf die Menschen hier verlassen. Das bedeutet mir sehr viel. Im Mai bin ich etwa vom Rad gefallen und habe mir einen Arm gebrochen. Ich musste operiert werden. Eine unglückliche Situation allein im Ausland. Ich war auf Hilfe jeder Art angewiesen: Behördenkommunikation, Hilfe im Alltag. Da habe ich gesehen, dass ich den Leuten hier nicht gleichgültig bin und in der Not auf sie zählen kann. So viele haben mir geholfen…

Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?
Vor etwa einem Jahr habe ich angefangen, als Deutschlehrer zu arbeiten und DAF zu studieren. Davor habe ich, wie schon gesagt, Übersetzungswissenschaft studiert. Sprachen haben mir immer sehr gut gefallen. Hier in Bielefeld gibt es jedoch keine Übersetzungswissenschaft, und ich wollte hier bleiben. Außerdem erscheint mir eine didaktische Ausbildung mehr Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Deshalb die Entscheidung für einen Masterstudiengang in DaF. Ich erkenne in meiner Lehrpraxis immer wieder, wie sehr ich von dieser Ausbildung profitiere. Der Sprachunterricht ist eine Profession mit sehr komplexen Anforderungen. Und man kann jede Menge falsch machen. Mit dem eigenen Unterrichten habe ich zum ersten Mal erlebt, wie ich Studieninhalte unmittelbar umsetzen kann – und wie sehr das Studium mich für die Lehraufgabe qualifiziert. Gerade fällt mir ein, welche Einsichten mir ein Seminar über Fehlerkorrektur vermittelt hat. Wie radikal ich meinen Unterricht daraufhin umgestellt habe. Mit sichtbarem Erfolg!

Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.
Eine lustige Geschichte fällt mir ein, als ich an einer Sprachschule unterrichtete und wir die Datumsangaben übten. Ein reiferes Ehepaar war dabei, und er sollte das Datum ihrer Hochzeit nennen. Es kam einfach nicht aus ihm heraus, und ich dachte schon, oh weh, das wird schwierig mit ihm. Ist ja auch schon etwas älter… Dann stellte sich aber heraus, dass er schlicht und einfach das Datum vergessen hatte. Ihre Reaktion kannst du dir vorstellen! Ich möchte nicht wissen, was am Abend zu Hause bei den beiden losgewesen ist…

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Porträt James Watson

Veröffentlicht am 29. Januar 2018
Wer ist eigentlich - James Watson? - Ein Lehrerporträt[Weiterlesen]
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Programm der Deutsch-Französischen-Gesellschaft Bielefeld

Veröffentlicht am 13. November 2017

Alle frankophonen Studierenden können die vielfältigen Veranstaltungen der Deutsch-Französischen-Gesellschaft Bielefeld e.V. nutzen, wenn sie über ihre Französischkurse am FSZ hinaus ihre Sprachkenntnisse trainieren möchten. Aber auch alle anderen Interessierten sind herzlich eingeladen das Angebot wahrzunehmen.


Januar 2018

Mo. 08.01. - La table ronde, 18:15 Uhr

Mi. 17.01. - La cuisine française, 16:30 Uhr

Mi. 24.01. - Le cercle littéraire, 19:30

Do. 25.01. - Dîner Amical, anlässlich des Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags, Restaurant Numa, 19:00 Uhr


Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage der DFG: www.dfgbielefeld.de


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English Mensa Table

Veröffentlicht am 12. Juli 2017

Starting July 17th there will be a table in the Mensa dedicated to practicing English conversation. Everyone is welcome, and the only requirement is that when sitting at this table you must speak English. This is a great opportunity to practice your English in a relaxed atmosphere. We will be in Speisesaal 2 (look for the sign Englisch Table). Come join us!

Am 17. Juli startet der English Table in der Mensa. Jeder, der Englisch sprechen möchte, ist dort willkommen, ganz gleich welches Sprachniveau vorhanden ist. Eine gute Gelegenheit, Dein Englisch so ganz nebenbei beim Essen zu üben. Magst du's ausprobieren? Im Speisesaal 2. Lass Dich vom Schild leiten!

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C-Test Termine

Veröffentlicht am 19. September 2016

Der C-Test kann während des Semesters montags jeweils zu den Startzeiten 12:15 Uhr und 13:00 Uhr in C01-289 abgelegt werden. Bitte geben Sie sich selbst 30 Minuten Zeit, den Test zu absolvieren. Aus ökonomischen Gründen findet der Test vorerst versuchsweise im 45-Minuten-Takt statt. Die Maximalteilnehmeranzahl ist zu jeder Startzeit auf 20 Personen begrenzt.


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Porträt Hélene Rabita

Veröffentlicht am 24. Juni 2016
Porträt einer Lehrkraft des Fachsprachenzentrums[Weiterlesen]
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Ellipsis - Writing Support

Veröffentlicht am 20. Oktober 2015
Das Fachsprachenzentrum bietet mit Ellipsis - English Writing Support Centre Unterstützung bei der Verfassung von englischsprachigen akademischen Arbeiten.[Weiterlesen]
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