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Rom-Exkursion

Veröffentlicht am 7. April 2013, 14:04 Uhr

„O wie fühl‘ ich in Rom mich so froh! Gedenk‘ ich der Zeiten,
da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing…“ (Goethe, VII. Römische Elegie)

Auch wenn der Himmel in Rom hin und wieder auch etwas grau war, wird es wohl den meisten der 25 Romreisenden, die vom 3.3. bis zum 8.3.2013 an der Rom-Exkursion der Abteilung Latein und Alt-Griechisch des FSZ unter der Leitung von Dr. Peter Prestel teilgenommen haben, ein bisschen wie Goethe ergangen sein. Günstige Flüge, mehrere Ferienwohnungen in bester Lage in Fußnähe zum Vatikan waren die positiven äußeren Bedingungen für die Erkundung und das Erleben dieser in ihrer Vermischung von Geschichte und Gegenwart einzigartigen Stadt.


id infinitum est in hac urbe: quacumque ingredimur, in aliqua historia vestigium ponimus (Cicero) – dies ist in dieser Stadt ohne Ende: wohin auch immer wir gehen, wir setzen den Fuß in irgendeine Geschichte!

In langen Spaziergängen bestiegen wir einige der römischen Hügel und genossen wunderbare Blicke über die „ewige Stadt“, stiegen unter Kirchen mehrere Meter tief in die Antike hinab bis zum vermeintlichen Grab des Apostels Petrus und in ein dunkles paganes Mithräum, bewunderten die skelettierten Ruinen des Forums und prunkvolle christliche Basiliken, die durch die Zeiten und Baustile hindurch doch in der Antike gründen. Historische Kontinuität in aller Diskontinuität, bewusste Abstandnahme und unbefangene Anverwandlung der Geschichte wie der Steine, Erinnerung und Gegenerinnerung, Geschichten und Geschichte, das fiel uns immer wieder auf und gab uns reichlich Gesprächsstoff. Und natürlich standen wir in dieser Woche vor dem Konklave auch in engem Blickkontakt zu den Geschehnissen im Vatikan; die Eminenzen zogen bei unseren Besuchen im Vatikan fast zum Anfassen nahe an uns vorbei; selbst BBC und das holländische Fernsehen interessierten sich für uns! Vanitas vanitatum dagegen konnten wir in der Kapuzinergruft erleben, deren Wand- und Deckenschmuck ausschließlich aus menschlichen Knochen besteht.

Und natürlich vergaßen wir darüber den Genuss der Gegenwart nicht: Wir nahmen tiefe Schlucke und reiche Bissen aus dem bunten Leben der italianità, lebten ein bisschen das Leben der Römer mit, und selbst das eine oder andere Kleidchen, Täschchen oder gar Büchlein wurde in den schönen Einkaufsgassen im Vorbeigehen erstanden.

Unvergesslich unsere Abende im Bella Napoli, wo wir unter der Führung des Kellners Vincenzo herrliche und geistreiche Stunden verbrachten und zum Abschluss noch das eine oder andere römische Liedchen sangen…

La società dei magnaccioni
http://www.youtube.com/watch?v=n2nZHSdTFi8


Vom Padrone eigenhändig wurde uns gar am Tisch ein Kurs in Zubereitung der wunderbaren Carciofi alla Romana geboten.

Für die meisten der TeilnehmerInnen wird wohl gelten können:

Arrivederci Roma! Good by… au revoir…
http://www.youtube.com/watch?v=-prQ8AE_nvY


CinCin e salute!

Peter Prestel, 2013

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