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Porträt Ying Nie

Veröffentlicht am 27. Juni 2014, 11:32 Uhr

 

  1. Liebe Ying, woher kommst du genau?
    Ich komme aus dem Süden Chinas, genauer gesagt aus der Loudi in Hunan Provinz.

  2. Wie kamst du nach Bielefeld?
    Ich habe in China Germanistik studiert und bin dann mit dem Wunsch nach Deutschland gekommen, mein Deutsch zu verbessern, das war im Oktober 2011. Ich habe dann hier als erstes einen Sprachkurs und die TestDaF-Sprachprüfung gemacht und habe dann mit dem Master im Fach Deutsch als Fremdsprache und Germanistik angefangen. Die Universität Bielefeld habe ich mir ausgesucht, weil sowohl die Universität als auch viele Professoren dieses Fachs international ein hohes Ansehen haben.

  3. Gibt es etwas aus deinem Land, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland schön findest?
    Ich vermisse natürlich meine Familie und meine Freunde aus der Schule. Zudem vermisse ich auch das chinesische Essen. Hier in Deutschland gibt es natürlich sehr viele chinesische Restaurants, jedoch schmeckt das Essen in Chinas ganz anders als das chinesische Essen hier. Ich koche hier auch gerne mit chinesischen Freunden, jedoch schmeckt es immer etwas anders als in China. Eine weitere Sache, die ich hier vermisse, ist Karaoke. Gemeinsam mit Freunden zu singen, macht mir sehr viel Spaß. In China ist Karaoke sehr beliebt und wird fast bei jeder Veranstaltung angeboten, das ist in Deutschland leider nicht so.

    Was ich an Deutschland bzw. Bielefeld sehr schön finde, ist die Natur. Ich gehe sehr gern spazieren und mag die Ruhe hier. Ich reise sehr gern durch Deutschland, meine letzte Rundreise umfasste ungefähr 20 deutsche Städte, das war sehr interessant. Auch die allgemeine Atmosphäre scheint hier etwas lockerer zu sein als in China, die Menschen haben hier nicht so viel Stress und auch im Studium viel mehr Freiheiten.


  4. Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?
    Ich habe erst studiert und dann unterrichtet. In DaF habe ich sehr viele didaktische Methoden gelernt, die ich dann natürlich auch praktisch umsetzen wollte. Ich unterrichte jetzt das dritte Semester Chinesisch an der Uni und gebe nebenher noch Kurse an einer Volkshochschule.

  5. Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.
    Mir fällt keine speziell peinliche oder lustige Situation ein. Ich versuche in meinem Unterricht nicht nur Sprache, sondern auch Kultur zu unterrichten und dazu gehört bei dem Chinesischen natürlich auch das Essen mit Stäbchen. Das Üben mit Gummibärchen und Keksen macht immer sehr viel Spaß. Wir gehen natürlich auch in ein Restaurant und testen dann die Fähigkeiten in einer authentischen Situation.

    Zudem sind in der chinesischen Sprache die verschiedenen Töne schwer zu unterscheiden und zu lernen, insgesamt gibt es fünf. Hierbei kommt es oft zu kommunikativen Missverständnissen. Wenn man einen Ton nicht richtig trifft, kann aus „Darf ich mal fragen?“ schnell „Darf ich mal küssen?“ werden.

    Ebenfalls etwas Besonderes am Angebot der chinesischen Sprache ist der Kulturabend, der jedes Jahr im Januar/Februar angeboten wird. An diesem Abend wird chinesisch gekocht, Tischtennis gespielt, Karaoke gesungen und auch die chinesischen Schriftzeichen geübt. Außerdem werden Erfahrungen aus „westlicher Sicht“ über Aufenthalte in China präsentiert und ausgetauscht, es ist immer eine sehr schöne Veranstaltung.


 

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