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Rückblick: Shortcuts-Programm 2017

Veröffentlicht am 8. Februar 2018, 13:22 Uhr

Sechs der neun Teilnehmerinnen des Shortcuts-Programmes 2017 (von links nach rechts): Beatrice Adam, Mira Claire Zadrozny, Janina Jaeckel, Tabea Schroer, Susann Pham Thi, Marianne Hösl. Foto: Thomas Abel

Vom September bis Dezember 2017 nahmen am Shortcuts-Programm der BGHS neun angehende Nachwuchswissenschaftlerinnen aus ganz Deutschland teil, darunter die Shortcuts-Stipendiatinnen Beatrice Adam, Marianne Hösl, Charlie Kaufhold, Susann Pham Thi sowie als weitere Teilnehmerinnen Janina Jaeckel, Julia Rüdel, Mia-Alina Schauf, Tabea Schroer und Mira Claire Zadrozny. Ziel des Shortcuts-Förderprogramms ist die aktive Unterstützung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses – Absolventinnen der Geschichtswissenschaft und der Sozialwissenschaften – beim Übergang vom erfolgreichen Masterabschluss zur Promotion.

Wichtige Programmbestandteile sind die Shortcuts-Kolloquien, in denen Projektskizzen besprochen und weiterentwickelt werden. Hilfreich sind zudem mehrtägige Schreibworkshops mit einer Schreibtrainerin sowie Infoveranstaltungen zum Promovierendenstatus, Workshops zum wissenschaftlichen Bewerben und zur Finanzierung der Promotion.

Stimmen zum Shortcuts-Programm 2017

Mira Claire Zadrozny, die ein Promotionsprojekt zu Ruinenbilder. (Neues) Vergleichendes Sehen im Paris der Mitte des 19. Jahrhunderts plant, betont, wie wichtig ihr die verschiedenen Veranstaltungs-Formate waren: „Peer-Coaching, Workshops und Reflexionszeiten des strukturierten Programms fand ich sehr hilfreich, als besonders nützlich habe ich das Anfertigen eines wissenschaftlichen Posters erlebt. So habe ich die Zeit als riesigen Motivationstank empfunden.“ Durch das intensive Arbeiten an ihrem Thema hat sie dies schließlich auch in Frage gestellt, ein Prozess, der sonst oft erst stattfindet, wenn die Promotion bereits begonnen wurde: „Als meinen persönlichen Erfolg des Shortcuts-Programms 2017 bemesse ich, dass ich mein Thema überprüfen konnte und schließlich als ungeeignet für eine Qualifizierungsarbeit erkannt habe.“

Marianne Hösl, die ihre Arbeit zu Psychosoziale Gesundheit und Lebenslagen von Proband_innen der bayerischen Bewährungshilfe im Kontext sozialer Ungleichheit - Strukturen, Konsequenzen und Wechselwirkungen schreiben will, stellt die Wichtigkeit der Kolloquien und Schreibworkshops für ihr persönliches Vorankommen heraus: „Inhaltlich besonders weitergebracht haben mich die Schreibworkshops und die beiden Kolloquien. Hier wurden unsere Arbeiten inhaltlich und fachlich in einer sehr konstruktiven Weise diskutiert. Das gab mir jedes Mal einen neuen Schwung für die Weiterentwicklung meines Projektes.“

Einen Aspekt, den sie auch sehr wichtig findet, ist der regelmäßige Austausch zwischen den Shortcuts-Teilnehmerinnen im Rahmen eines Peer Coachings und die Treffen mit den Promovierenden der BGHS: „Sowohl unter den Shortcuts als auch insgesamt an der BGHS bestand eine gute Arbeitsatmosphäre und es gab viele Möglichkeiten, sich mit anderen Promovierenden fachlich und privat auszutauschen. So konnte ich einen guten Eindruck gewinnen, was es bedeutet, an einer Graduiertenschule zu promovieren.“

Die Shortcuts-Stipendiatinnen konnten während ihres Aufenthalts an der BGHS eigene Büroarbeitsplätze nutzen, um in Ruhe an ihren Exposés zu schreiben. Darauf bezieht sich auch Mariannes Fazit: „Sehr zu schätzen wusste ich meinen eigenen Büroplatz und eine umfangreich ausgestattete Bibliothek im selben Gebäude. Das Gesamtpaket war für mich einfach sehr stimmig. Dazu gehört auch, dass das gesamte BGHS-Team (auch IT-Support und Verwaltung) immer ein offenes Ohr für größere oder kleinere Anliegen hatte und Lösungen anbot.“

Ausblick

Nach vier Monaten intensiver Arbeit sind die Projektbeschreibungen fertiggestellt und die Shortcuts arbeiten jetzt an unterschiedlichen Orten an ihren Promotionsprojekten. So hat sich Susann Pham Thi während der Shortcutszeit erfolgreich um ein Stipendium der Universität Manchester beworben, wo sie jetzt ihre Arbeit zu Vietnam zwischen Protest und Repression: Zur Analyse und Entwicklung (neuer) Formen des politischen Aktivismus im Post-Sozialistischen Kontext schreibt. Charlie Kaufhold konnte im Januar ihr Stipendium bei der Hans-Böckler-Stiftung antreten.

Mira Claire Zadrozny und Tabea Schroer haben sich schließlich für den Promotionsstudiengang der BGHS beworben. Tabea Schroer möchte an der BGHS zu dem Thema Neue, alte Ungleichheit? Zur (Ent-) Differenzierung sozialer Zugehörigkeit unter Studierenden an Grandes Écoles in Zeiten der Internationalisierung promovieren.

Mehr zum Shortcuts-Programm an der BGHS unter:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/shortcuts

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