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Podium Wissenschaft-Kunst-Gestaltung

Veröffentlicht am 12. Juni 2018, 16:11 Uhr


Teilnehmende der Podiumsdiskussion (von links nach rechts): Thomas Thiel, Dr. Britta Hochkirchen, Dr. Bettina Brandt, Thomas Abel, Christin Müller, Lee Chichester, Gesa Fischer. Foto: Andreas Hermwille

Am 5. Juni fand an der BGHS eine Podiumsdiskussion zum Thema Wissenschaft-Kunst-Gestaltung statt: Warum es sich lohnt, Wissenschaft künstlerisch-gestalterisch zu reflektieren und auszustellen.

Es diskutierten:

  • Dr. Bettina Brandt, Universität Bielefeld, Historikerin und Kuratorin des Ausstellungsprojekts Reinhart Koselleck und das Bild
  • Lee Chichester, Kunsthistorikerin/Bildwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität Berlin und Kuratorin
  • Gesa Fischer, Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing
  • Dr. Britta Hochkirchen, Universität Bielefeld, Kunsthistorikerin/Bildwissenschaftlerin und Kuratorin des Ausstellungsprojekts Reinhart Koselleck und das Bild
  • Christin Müller, freie Kuratorin aus Leipzig
  • Thomas Thiel, Direktor des Bielefelder Kunstvereins und Kurator des Ausstellungsteils im Museum Waldhof der Ausstellung Reinhart Koselleck und das Bild
Die Organisation und Moderation der Veranstaltung hatte Thomas Abel (BGHS, Wissenschaftskommunikation)

 

Aktueller Anlass der Diskussion war das Ausstellungsprojekt Reinhart Koselleck und das Bild, das von April bis Juli an der Universität Bielefeld, dem Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld und im Bielefelder Kunstverein zu sehen ist. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Ausstellung steht eine zentrale Forschungsfrage des Historikers Reinhart Kosellecks, nämlich: was kann man von und mit Bildern über Geschichte und Zeitlichkeit erfahren?

Ausstellungsprojekte zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung

Im Rahmen des Podiums erläuterte das Kuratorenteam der Ausstellung zentrale Ideen der Ausstellungskonzeption und berichtete von deren Umsetzung in einem interdisziplinären Projektseminar mit Gestaltungs-Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld. Zentral war dabei die Frage, wie die wissenschaftlichen Konzepte und Erkenntnisse Reinhart Kosellecks in Form von Ausstellungen adäquat gestalterisch umgesetzt und deutlich gemacht werden können.

Darüber hinaus stellten Lee Chichester und Christin Müller in zwei Inputs von ihnen kuratierte Art&Science Projekte vor, die sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung bewegten und unterschiedliche Schwerpunkte setzten: zum einen die Ausstellung +ultra. gestaltung schafft wissen, die 2016/17 im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen war (Kuratorinnen: Nikola Doll, Lee Chichester) und die beiden von Christin Müller kuratierten Ausstellungsprojekte Wer bist du? Das bist du! Was verraten Portraits (nicht) über die Portraitierten? in der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg (2017) sowie die Ausstellung Cross Over – Fotografie der Wissenschaft + Wissenschaft der Fotografie, die 2013 im Fotomuseum Winterthur präsentiert wurde.

Gesa Fischer stellte in einem weiteren Input den Stand Planungen zur zukünftigen WissensWerkStadt Bielefeld vor sowie andere Formate der Wissenschaftskommunikation des Wissenschaftsbüros (Wissenschaftsfestival GENIALE, Fame Lab, Science Slams und Science Cafés). Besonders ging sie darauf ein, welchen Stellenwert Art&Science-Projekte in Formaten der Wissenschaftskommunikation des Wissenschaftsbüros haben und schilderte ihre Erfahrungen sowie Herausforderungen und Potenziale von Projekten zwischen Wissenschaft, Kunst und Gestaltung.

An die Inputs schloss sich eine allgemeine Diskussuion über Möglichkeiten an, im Rahmen von Art&Science Projekten wissenschaftliche Fragestellungen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften zu kommunizieren und einem interessierten Publikum weiterzugeben.

BGHS Art&Science Tage

Die Podiumsdiskussion war Teil der BGHS Art&Science Tage der BGHS, die am 5. und 6. Juni stattfanden.

Am 6. Juni wurden im Rahmen von Präsentationen und Werkstattberichten unterschiedliche Projekte aus dem Bereich Art&Science vorgestellt und diskutiert.
Am Vormittag sprachen Lee Chichester und Christin Müller über das Ausstellen von Forschung als Gestaltung, über produktive Perspektivwechsel in Kunstausstellungen und über die Visualiesrung von Wissenschaftsthemen.
Am Nachmittag stellen Referentinnen und Referenten verschiedener Institutionen der Universität Bielefeld durchgeführte und geplante Art&Science-Projekte vor: das Referat für Kommunikation, das Zentrum für Ästhetik, der SFB 1288 - Praktiken des Vergleichens, der Arbeitsbereich Geschichte als Beruf und die BGHS.

Schwerpunktthema Art&Science

Die Art&Science Tage der BGHS waren Teil des Jubiläumsprogramms zum 10-jährigen Bestehens der BGHS. Art&Sceince Projekte haben sich in den letzten Jahren an der BGHS zu einem eigenen Format im Rahmen der Wissenschaftskommunikation entwickelt. Weitere Informationen zu den Art&Science Projekten der BGHS unter: BGHSArt&Science-Projekte

Weitere Informationen zum Programm des BGHS Art&Science Forums und zum 10-jährigen Jubiläum der BGHS unter:
Programm Art&Science Tage
www.uni-bielefeld.de/bghs/10jahre/

Mehr Informationen zum Ausstellungsprojekt Reinhart Koselleck und das Bild und zu allen Veranstaltungen des Begleitprogramms unter: www.uni-bielefeld.de/koselleck-und-das-bild/

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