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Neue Ausgabe der InterDisciplines „Structure and Events“ erschienen

Veröffentlicht am 14. September 2017, 10:23 Uhr

Das Titelbild der neuen Ausgabe "Structure and Events"

Das 2. Heft der 7. Ausgabe der InterDisciplines, Structure and Events, ist erschienen. Die Gastherausgeberinnen und -herausgeber dieser InterDisciplines-Ausgabe sind André Meyer (Universität Bielefeld), Ramy Youssef (Universität Konstanz) und Lili Zhu (Universität Bielefeld).

Als Begriffe stehen „Structure“ und „Events“ stellvertretend für zwei Theorieströmungen, die sowohl in der Geschichte als auch in der Soziologie große Rollen spielen. In der Geschichte kennt man sie als strukturalistischen oder ereignisgeschichtlichen Ansatz, in der Soziologie spricht man ebenfalls vom Strukturalismus, das Gegenstück dazu stellt hier aber eher der Interaktionismus dar. Diese Ausgabe der InterDisciplines untersucht, wie und auf welchen Ebenen Strukturen und Ereignisse miteinander verstrickt sind. Das Thema wird in fünf verschiedenen Artikeln beleuchtet:

Ramy Youssef (Universität Konstanz) liefert mit On the Social Constitution of Structures, Actions and Events eine umfangreiche, vor allem aus soziologischer Perspektive gedachte, Einleitung über den aktuellen Stand der Forschung und die Herausforderungen, wenn man Strukturen und Ereignisse mithilfe von Theorien abbilden will.

Ferdinand Nyberg (Universität Tübingen) geht in „Nancy Reagan in the ghetto” auf die Rolle des Ortes bzw. space ein. Welche dieser als Vermittler zwischen Struktur und Handlung einnimmt, diskutiert er am Beispiel der Anti-Drogenpolitik der USA in den späten 1980er Jahre.

Über Probleme globalen Charakters spricht der Soziologe Ceyhun Gürkan (Universität Ankara) in seinem Beitrag: „Braudel and Foucault on structure and event“. Er nimmt als Ereignis die Finanzkrise von 2008 in den Fokus und untersucht, wie diese in Verbindung zu den Strukturen des Kapitalismus steht und wie die Politik mit diesen Strukturen umgegangen ist. Den theoretischen Überbau für seine Annahmen liefern die Autoren Fernand Braudel und Michel Foucault.

Mátyás Erdélyi (Central European University) untersucht einen historischen Fall: Sein Thema lautet „Crucial and local events in the long-term evolution of secondary schooling in Hungary (1867–1938)”.

Das Zusammenspiel von Strukturen und Ereignissen ist auch das Thema von Elena Dingersen (Technische Universität Darmstadt), jedoch mit anderem Anwendungsgebiet. In ihrem Beitrag „The city as an assignment“ untersucht sie auf der Basis von Fallstudien und medialen Diskursen, wie Strukturen und Ereignisse die Selbstdarstellungen der Städte Dresden und St. Petersburg geprägt haben.

Die Artikel basieren größtenteils auf ausgewählten Vorträgen, die anlässlich des siebten Annual Seminar der BGHS gehalten wurden, welches vom 29.06. bis zum 01.07.15 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld stattfand. Das Annual Seminar findet seit 2009 jedes Jahr statt und bietet vor allem jungen Forschenden aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Disziplinen die Gelegenheit, miteinander historische und soziologische Themen und deren Gemeinsamkeiten zu diskutieren.

Die InterDisciplines, das Online-Journal der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) erscheint zweimal jährlich zu verschiedenen, die Geschichtswissenschaft und die Soziologie betreffende Themen. Jedes Themenheft wird von anderen Gastherausgebern betreut.

Die aktuelle Ausgabe finden Sie unter: http://www.inter-disciplines.org/index.php/indi/issue/view/21

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